ÖVP will Areal hinter Westbahnhof aufwerten

11. April 2011, 13:26
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Kritik an "Fassadenpolitik" der Stadtregierung - Überbaute Schienenanlagen würden Wohn- und Grünfläche schaffen

Die Wiener ÖVP will den Ausbau das Areals hinter dem Westbahnhof vorantreiben, denn ihrer Meinung nach tut sich dort zu wenig: "Die Planungen für die Weiterentwicklung des Standortes sind ins Stocken geraten", kritisierte Planungssprecher Bernhard Dworak am Montag in einer Pressekonferenz. Zwar sei man mit der Sanierung des Bahnhofs und der Errichtung der Zubauten am Europaplatz im Zeitplan, doch von weiteren Projektetappen, unter anderem Bauten entlang der Felberstraße, sei "keine Rede mehr". Die ÖVP legte daher Pläne für die Attraktivierung des Areals vor.

"Außer dem Betreiben von Fassadenpolitik wurde seitens der Stadtverantwortlichen bisher wenig bewirkt", bemängelte Dworak. Denn auch die Umgestaltung der am Bahnhofsgelände befindlichen Parkgarage in ein Bürohaus sowie die geplante Anbindung an die Bundesstraße B224 seien noch nicht in Angriff genommen worden. "Das Areal hinter dem Westbahnhof präsentiert sich damit immer noch wie es war. Als ungenutzte Restfläche des Westbahnhofes", kritisierte er. Aus diesem Grund präsentierte die Volkspartei am Montag Vorschläge für eine Attraktivierung des Standortes im 15. Bezirk.

Gleisflächen ausgedient

Mit der Eröffnung des Lainzer Tunnels im Jahr 2012 werde einen Vielzahl der Gleisflächen nicht mehr gebraucht, erklärte Dworak. Laut Projektplan seien zwar Baufelder entlang der Felberstraße vorgesehen, doch das ist der ÖVP zu wenig "ambitioniert". Die Partei schlägt vielmehr eine deutlich größere Überbauung der Gleisanlagen vor, um den Stadtteil zu attraktivieren: "Ich kann mir vorstellen, dass circa 50 Prozent mehr möglich sind", schätzte Dworak. Derzeit ist laut ÖVP eine Nutzfläche von 140.000 Quadratmetern vorgesehen.

Noch mehr "Kubatur" könnte das Projekt sogar bekommen, wenn die gesamten Gleisanlagen des Westbahnhofes überbaut würden, so Dworak. Durch den Vorschlag würden mehr Wohn- aber auch Grün-, Büro- und Gewerbeflächen entstehen. Die Überbrückung der Schienen würde den Bezirk, der durch das Bahnhofsgelände zweigeteilt sei, zudem auch wieder zusammenzubringen.

Architekturwettbewerb gefordert

Da viele Gleiskörper bereits 2012 frei würden, brauche es "dringend" ein Konzept, so die Aufforderung des Planungssprechers. Die Volkspartei plädierte unter anderem für einen Architekturwettbewerb zur Planung der Überbauung der Westbahn-Gleise und die Einbindung der Bürger unter anderem bei der Schaffung von Grünflächen und Gewerbezonen. Außerdem sei die Erstellung eines Masterplans für die zeitnahe Umsetzung der vorgeschlagenen Projektschritte notwendig. (APA)

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