Fernost-Leitbörsen schließen mehrheitlich mit Verlusten

11. April 2011, 12:30
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Elektronikkonzern Sharp hält Produktion in zwei Werken an

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag mehrheitlich mit schwächeren Notierungen geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio reduzierte sich um 48,38 Zähler oder 0,50 Prozent auf 9.719,70 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor um 93,00 Zähler (minus 0,38 Prozent) auf 24.303,07 Einheiten.

Die Märkte in Singapur, Sydney und Shanghai schlossen ohne klare Richtung. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.160,44 Zählern und einem Minus von 26,87 Punkten oder 0,84 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg hingegen um 28,4 Zähler oder 0,56 Prozent auf 5.064,9 Einheiten. Der Shanghai Composite gab um 0,24 Prozent oder 7,275 Zähler auf 3.022,746 Punkte ab.

Schwache Autowerte in Shanghai

An der Börse in Shanghai rückten die Autowerte nach Absatzzahlen für März in den Blickpunkt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sprang die Zahl der verkauften Automobile zwar um 6,5 Prozent auf 1,3 Mio. in die Höhe. Allerdings blieben die Daten hinter den Erwartungen des Branchenverbandes zurück. SAIC Motor gaben 0,90 Prozent auf 19,72 Yuan ab und FAW Car rutschten 3,38 Prozent auf 16,60 Yuan ab.

Zudem brachte ein Analystenkommentar zur Stahlbranche Auftrieb für die entsprechenden Papiere. Die Experten von Shenyin & Wangua Securities erwarten für die großen Stahlproduzenten im ersten Quartal einen Gewinnanstieg von 188 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Hebei Iron & Steel kletterten um 9,90 Prozent auf 4,55 Yuan und Angang Steel schlossen um 2,29 Prozent höher bei 8,48 Yuan.

Der japanische Elektronikkonzern Sharp hält wegen der schwächelnden Nachfrage nach Flüssigkristallbildschirmen die Produktion in zwei Werken in Japan an. Bis Anfang Mai stehen dort die Bänder still. Vor allem auf dem Heimatmarkt sei der Bedarf an LCD-Fernsehern deutlich gesunken. Die Aktien von Sharp gaben um 0,77 Prozent auf 771 Yen ab.

Auch Toyota muss in Nordamerika seine Produktion herunterfahren. Allerdings begründet der Autobauer die Einschränkung mit fehlenden Teilen aus Japan. An fünf Tagen bleiben demnach sogar fast alle Fabriken geschlossen. Zudem hatten die Wertpapierexperten der Citigroup eine negative Analyse zum japanischen Autosektor veröffentlicht. Toyota-Papiere gingen um 2,40 Prozent schwächer bei 3.260 Yen aus dem Handel.

Für die Aktien von Woodside Petroleum ging es im Tagesverlauf um bis zu 7,6 Prozent nach oben. Medien berichteten über das Interesse des Bergbaukonzerns BHP Billiton an einem Aktienpaket des australischen Energieriesen. Nachdem BHP Billiton von offizieller Seite die Übernahmegerüchte dementierte, reduzierte die Aktie ihre Gewinne auf ein Plus von 1,90 Prozent bei 48,16 australischen Dollar. BHP Billiton gewannen 3,75 Prozent auf 49,55 australische Dollar. (APA)

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