Neues Museum für zeitgenössische Kunst nördlich von New York City

5. April 2004, 12:17
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"Dia: Beacon" zeigt Werke von Andy Warhol bis Donald Judd

New York - Werke von Künstlern wie Andy Warhol, Joseph Beuys, Louise Bourgeois, Gerhard Richter, Richard Serra und Donald Judd haben in Beacon im US-Bundesstaat New York ein neues Zuhause gefunden. Die Dia Kunststiftung, 1974 von dem deutschen Kunst-Sammler Heiner Friedrich gegründet, eröffnet dort an diesem Sonntag ein neues Museum für zeitgenössische Kunst. Das "Dia: Beacon", rund 130 Kilometer nördlich von New York gelegen, bietet auf drei Etagen Kunst auf insgesamt 22.300 Quadratmetern.

Das Museum ist in einer ehemaligen Fabrik aus dem Jahr 1929 direkt am Fluss Hudson untergebracht. Dank der Stahl- Beton- und Glas-Architektur benötigt das Museum tagsüber kein künstliches Licht. Jedem Künstler wurde eine eigene Galerie gewidmet, die teilweise gemeinsam mit den Künstlern gestaltet wurden. Richard Serras einem Schiffsrumpf ähnelnden "Torqued Ellipses" (1996-97) beispielsweise sind in einem vergleichsweise engen Raum aufgestellt und wirken dadurch äußerst beklemmend. Andy Warhols "Shadows" (1978-79), eine Sammlung großflächig gehängter abstakter Ölgemälde, nehmen dagegen alle Wände einer der größten Galerien des Museums ein.

Auch Hanne Darbovens "Kulturgeschichte 1880-1983" (1980-1983) mit 1.590 Bilderrahmen, die mehrere Wände von der Decke bis zum Boden bedecken, nimmt gebührenden Raum ein. Von Gerhard Richter werden "Six Gray Mirrors" (2003) gezeigt.(APA/dpa)

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