Bundeskriminalamt setzt 25.000 Euro Belohnung aus

11. April 2011, 11:47
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Bisher 247 Tipps bekommen - Bild mit Altersmorphing zeigt Julia Kührer als 20-jährige Frau

Mit dem Aussetzen einer Belohnung erhofft sich die Polizei neue Ergebnisse bei den Ermittlungen zur seit über viereinhalb Jahren vermissten Julia Kührer. Für zweckdienliche Hinweise, die zur Klärung des Falls beitragen, werden 25.000 Euro ausgesetzt, kündigte das Bundeskriminalamt (BK) am Montag in einer Aussendung an. Wer etwas weiß, kann sich vertraulich an den Journaldienst des BK unter der Telefonnummer 01/24836-85025 oder -85026 wenden.

Das Verschwinden der damals 16-jährigen Schülerin wird seit über einem Jahr von den Ermittlern des BK im Rahmen eines Cold Case Managements bearbeitet. Bisher seien 125 Zeugen einvernommen worden, 247 Hinweise aus der Bevölkerung wurden bearbeitet. Auch mehrere Suchaktionen mit Polizeidiensthunden fanden statt. Im vergangenen Mai wurden bei einem Cobra-Einsatz im Bezirk Horn drei Verdächtige festgenommen, nach zwei Tagen aber wieder freigelassen.

Bild mit Altersmorphing

Bisher habe man 60 Aktenordner Material gesammelt, Telefondaten, das Tagebuch des Mädchens sowie die Tage vor ihrem Verschwinden seien genau überprüft worden, so das BK. Mittels Altersmorphing wurde auch ein Foto erstellt, das zeigt, wie die junge Frau heute aussehen könnte. Es brachte neue Hinweise, die bisher aber nicht zur Lösung des Falls beitrugen.

Laut Stand der Ermittlungen ist die 16-jährige Julia Kührer am 27. Juni 2006 um 13.33 Uhr in ihrer Heimatgemeinde Pulkau (Bezirk Hollabrunn) aus dem Bus gestiegen und wurde danach am Hauptplatz mit drei Jugendlichen gesehen, die aus einem silbernen Auto gestiegen waren. Bis zum heutigen Tag lägen aber keine Hinweise auf ein Ausreißen aus dem Elternhaus, einen Unfall, Selbstmord oder einen Kriminalfall vor. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Ein Bild, das mithilfe des sogenannten Altersmorphings die natürlichen Altersprozesse berücksichtigt, soll die vermisste Julia Kührer als nun 20-jährige Frau zeigen. Die Gesichtszüge, die morphologischen Merkmale sowie einzelne Muttermale sind als authentisch anzusehen. Frisur und Haarfarbe hingegen sind frei gewählt und können vom tatsächlichen Erscheinungsbild erheblich abweichen.

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