Alzheimer: Die "Schere" im Gehirn

11. April 2011, 10:32
  • Bei Alzheimer leisten Enzyme ähnlich einer Schere Zerstörungsarbeit
    foto: standard/matthias cremer

    Bei Alzheimer leisten Enzyme ähnlich einer Schere Zerstörungsarbeit

Eine heimtückische Krankheit wird zunehmend besser entschlüsselt - Enzyme "schneiden" giftiges Eiweiß aus Proteinen

"In unserer alternden Gesellschaft nehmen Demenz-Erkrankungen massiv zu und werden, aufgrund der steigenden Lebenserwartung, weiter dramatisch ansteigen", warnt Christian Haass, Alzheimer-Forscher des Adolf-Butenandt-Institutes der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und Sprecher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in München, in einer Aussendung. Alzheimer ist eine schwere degenerative Krankheit, die das Nervensystem befällt und von Alois Alzheimer 1906 erstmals beschrieben wurde. Experten gehen sogar davon aus, dass bis zum Jahr 2030 die Zahl der Erkrankten um 60 Prozent ansteigen wird.

Nicht aufzuhalten

Bisher gibt es leider keine Möglichkeit, die Krankheit zu verhindern oder deren Verlauf wenigstens zu verlangsamen. Deshalb wird weltweit fieberhaft versucht, die Mechanismen dieser Erkrankung zu entschlüsseln. Bereits heute weiß man, wie es zu der Alzheimer-typischen Zerstörung von Gehirnzellen kommt und welche Gene dafür verantwortlich sind. Das Amyloid, ein giftiges Eiweiß, spielt bei der Alzheimer-Erkrankung eine sehr große Rolle. Durch Enzyme, die ähnlich einer Schere arbeiten, wird es aus größeren Proteinen herausgeschnitten und lagert sich dann im Gehirn ab, was zur Schädigung von Nervenzellen und schweren intellektuellen Ausfällen führt.

Tickende Zeitbombe

Erstaunlich ist, dass selbst bei völlig gesunden Menschen diese Enzyme, die bei der Alzheimer-Erkrankung eine so wichtige Rolle spielen, auch aktiv sind - ein ganzes Leben lang. "Das macht es so schwer, gezielt einzugreifen und die Krankheit zu heilen", so Haass. "Wahrscheinlich trägt ein jeder von uns eine tickende Zeitbombe in sich, da bereits im jugendlichen Alter der Grundstein für die spätere Erkrankung mit Alzheimer gelegt wird. Gelänge es, diese Enzymaktivität selektiv zu hemmen, könnte man vielleicht auch den Ausbruch der Krankheit verhindern; denn ist man einmal erkrankt, kann man das Sterben im Kopf nicht rückgängig machen." (red, derStandard.at)

Ja okay,....

...aber bringt doch diese Leute ins Pflegeheim und nicht ins Parlament.

Wenn Sie einmal einen alzheimererkrankten lieben Angehörigen gepflegt haben, können wir weiterreden.

mir

schadet das lachen drüber nicht.

in einigen jahren (wenn ich mir meine familie anschaue) bin ich möglicherweise auch dran.

grüsse aus dem erdgeschoss
(manche gehen zum lachen in den keller)

hab ich gepflegt, meine Mutter, aber den Witz find ich trotzdem gut. Einziger Unterschied: Meine Mutter hat wenigstens fast nichts geredet. Und war bis zum Schluß ein bissl schlauer......

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