Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Bei Alzheimer leisten Enzyme ähnlich einer Schere Zerstörungsarbeit
"In unserer alternden Gesellschaft nehmen Demenz-Erkrankungen massiv zu und werden, aufgrund der steigenden Lebenserwartung, weiter dramatisch ansteigen", warnt Christian Haass, Alzheimer-Forscher des Adolf-Butenandt-Institutes der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und Sprecher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in München, in einer Aussendung. Alzheimer ist eine schwere degenerative Krankheit, die das Nervensystem befällt und von Alois Alzheimer 1906 erstmals beschrieben wurde. Experten gehen sogar davon aus, dass bis zum Jahr 2030 die Zahl der Erkrankten um 60 Prozent ansteigen wird.
Nicht aufzuhalten
Bisher gibt es leider keine Möglichkeit, die Krankheit zu verhindern oder deren Verlauf wenigstens zu verlangsamen. Deshalb wird weltweit fieberhaft versucht, die Mechanismen dieser Erkrankung zu entschlüsseln. Bereits heute weiß man, wie es zu der Alzheimer-typischen Zerstörung von Gehirnzellen kommt und welche Gene dafür verantwortlich sind. Das Amyloid, ein giftiges Eiweiß, spielt bei der Alzheimer-Erkrankung eine sehr große Rolle. Durch Enzyme, die ähnlich einer Schere arbeiten, wird es aus größeren Proteinen herausgeschnitten und lagert sich dann im Gehirn ab, was zur Schädigung von Nervenzellen und schweren intellektuellen Ausfällen führt.
Tickende Zeitbombe
Erstaunlich ist, dass selbst bei völlig gesunden Menschen diese Enzyme, die bei der Alzheimer-Erkrankung eine so wichtige Rolle spielen, auch aktiv sind - ein ganzes Leben lang. "Das macht es so schwer, gezielt einzugreifen und die Krankheit zu heilen", so Haass. "Wahrscheinlich trägt ein jeder von uns eine tickende Zeitbombe in sich, da bereits im jugendlichen Alter der Grundstein für die spätere Erkrankung mit Alzheimer gelegt wird. Gelänge es, diese Enzymaktivität selektiv zu hemmen, könnte man vielleicht auch den Ausbruch der Krankheit verhindern; denn ist man einmal erkrankt, kann man das Sterben im Kopf nicht rückgängig machen." (red, derStandard.at)
Studie liefert Erkenntnisse über Gedächtnisbildung und darüber, wie Erinnerungen infolge einer Alzheimer-Erkrankung verblassen
Bilder von Ablagerungen im Gehirn könnten die Entwicklung von Therapien erleichtern - die Forschung dazu steht aber erst am Anfang
Naomi Feil beschäftigt sich seit ihrer Kindheit mit dem Altsein - Der Begriff Demenz kommt in ihrem Wortschatz nicht vor
Die Zahl könnte sich bis zum Jahr 2040 auf zehn Millionen erhöhen - Zu hoher und nicht fachgerechter Einsatz von Neuroleptika
Gesundenuntersuchung für das Gehirn: Ein Besuch im Zentrum für Gedächtnisvorsorge bringt Licht ins Dunkel der schlechten Merkfähigkeit
Alzheimer-Forscher gingen bislang davon aus, dass sich schädliche Plaque von außen an die Nervenzellen anlagert. Bei jungen Mäusen wurden aber nun gefährliche Ablagerungen direkt in den Nervenzellen entdeckt
Sterbeprozess Demenzkranker kaum untersucht - Forschungsprojekt soll Leiden Betroffener und Angehöriger verringern
Weitere Studien sollen klären, ob die Lebensqualität von Alzheimer-Patienten durch die Beschäftigung mit Kunst verbesserbar ist
Deutsche Langzeitstudie legt den Schluss nahe, dass Depressionen zum Ausbruch der Erkrankung beitragen
Unser Sinn für Ästhetik stellt eine unabhängige, ganz eigene Form der Betrachtung dar, die auch bei Alzheimer erhalten bleiben dürfte
Ausbruch der Krankheit lässt sich durch Lifestyle-Maßnahmen bis in hohes Alter hinauszögern
Nach neuen wissenschaftlichen Untersuchungen spielt das Dickkopf-1-Gen bei der Abnahme der Gedächtnisleistung eine entscheidende Rolle
Für Patienten mit kognitiven Störungen wird der Aufenthalt im Krankenhaus zu einer Einbahnstraße in ein Pflegeheim, besagt eine neue Studie
Forscher prognostizieren, dass in den USA die Zahl der Alzheimer-Erkrankten innerhalb von 40 Jahren auf knapp 14 Millionen ansteigen werde
Bei manchen Demenzerkrankungen werden stille Bereiche des Erbguts irrtümlich in ungewöhnliche Eiweißstoffe übersetzt, lautet das Fazit einer aktuellen Studie
Nach über 100 Jahren konnte die DNA des ersten "Alzheimer-Falls" isoliert und analysiert werden
Psychiater empfehlen, Betroffene an den Vorbereitungen teilnehmen zu lassen - Das Zugehörigkeitsgefühl ist besonders wichtig
Rundum-Versorgung Betroffener und ihrer Angehörigen gefordert - Frühere Diagnose verschärft Dringlichkeit
Alzheimer-Demenz schon viele Jahre vor Ausbruch erkennen - dieses ehrgeizige Ziel verfolgt das EU-Projekt "BiomarkAPD"
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.