Französisches Vermummungsverbot in Kraft

11. April 2011, 10:12
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Gesetz zielt auf Verbot von Vollschleiern in der Öffentlichkeit ab: Trägerinnen müssen seit Montag 150 Euro Bußgeld zahlen

Paris - Seit Montag ist in Frankreich das Tragen muslimischer Vollschleier in der Öffentlichkeit bei Strafe verboten. Nach Angaben des Innenministeriums verbergen allerdings kaum mehr als 2.000 Französinnen ihr Gesicht hinter Kleidungsstücken, die nur schmale Sehschlitze für die Augen offen lassen (Nikab) oder diese zusätzlich mit einem Gitterschleier verdecken (Burka).

Als Zeichen der Frauenunterdrückung gewertet

Die meisten PolitikerInnen sehen Vollschleier als Symbol der Unterdrückung von Frauen und als Zeichen eines fundamentalistischen Islams. Bei der Abstimmung über das Verbot im Senat votierte nur ein einziger Abgeordneter dagegen.

Haftstrafe für Männer, die Frauen unter Schleier zwingen

Für Verstöße gegen das als Vermummungsverbot formulierte Gesetz ist eine Strafe von 150 Euro vorgesehen. Zusätzlich oder alternativ dazu kann den Frauen ein Kurs in Staatsbürgerkunde auferlegt werden. Männer, denen nachgewiesen werden kann, Frauen zum Tragen eines solchen Schleiers zu zwingen, sollen mit bis zu einem Jahr Haft und einer Geldstrafe von 30.000 Euro büßen. Sind die Genötigten minderjährig, kann das Gesetz sogar zwei Jahre Haft und 60.000 Euro Strafe verhängen. Das Gesetz solle vor allem Frauen und ihre Rechte schützen. (APA/Ag.)

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    Ein eigenes Gesetz für einen ernsthaft kleinen Bevölkerungsteil: Schätzungen zufolge betrifft das als "Burkaverbot" gehandelte Gesetz zwischen 350 bis 2.000 Frauen in Frankreich, wo rund 65 Millionen Menschen leben.

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