KAC könnte den Sack zumachen

10. April 2011, 21:17
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Kärntner gewinnen das fünfte Finalspiel in Klagenfurt gegen Salzburg nach Overtime mit 3:2 und sind noch einen Sieg vom Gewinn der Meisterschaft entfernt

Klagenfurt - Rekordmeister KAC hat am Dienstag und möglicherweise in einem entscheidenden siebenten Final-Spiel am Donnerstag die Chance, den 30. Meister-Titel in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) zu holen. Die Kärntner durften sich nach dem 2:1-Auswärtssieg zuletzt auch am Sonntag über einen Erfolg in der Verlängerung freuen. Der KAC besiegte Red Bull Salzburg mit 3:2 in der Overtime (1:1,0:0,1:1/1:0), Mike Siklenka scorte in der 67. Minute den erlösenden Treffer für die Kärntner.

Das fünfte Final-Spiel hatte ganz nach dem Geschmack des Rekordmeisters KAC und dem Großteil der 5.200 Fans begonnen. Sean Brown nützte im ersten Power-Play des Spiels seine Chance und stellte in der 6. Minute die 1:0-Führung her. Doch der Jubel in der ausverkauften Klagenfurter Stadthalle war kaum verstummt, schon hatten die Gäste ausgeglichen. Nur 17 Sekunden später schaffte Marco Brucker den Ausgleich. In der Folge wirkten die Salzburger zwar optisch besser und aggressiver, schlugen daraus aber bis zur Pause kein Kapital mehr.

Aufregung um Schiedrichterentscheidung

Im Mitteldrittel zeigten sich die Kärntner etwas stärker, das Match verlief sehr ausgeglichen. Und zum zweiten Mal an diesem Abend sollte den KAC-Fans ein Torschrei im Halse steckenbleiben. Craig hatte einen Pass an der blauen Linie angenommen und Divis in der 36. Minute bezwungen. Die Salzburger protestierten und nach minutenlangen Beratungen und Videostudium entschieden sich die Schiedsrichter Dremelj und Fussi, das Tor abzuerkennen. Dementsprechend verlief der Rest des zweiten Abschnitts, allerdings ohne weitere Treffer.

Für den Schiedsrichterbeobachter und Regel-Experten Tony Haas hätten die Schiedsrichter in dieser Situation gar nicht auf den Videobeweis zurückgreifen dürfen. "Für Linien-Entscheidungen ist kein Videobeweis erlaubt", sagte Haas, der ein klares Tor für den KAC konstatierte. "Torschütze" Craig war in der Pause erzürnt: "Ich habe noch extra gewartet, dass ich nicht im Abseits bin!"

KAC mit den besseren Nerven

Nach dem zweiten Seitenwechsel übernahmen die Hausherren dennoch zunächst das Kommando. Gregor Hager stellte in der 45. Minute die 2:1-Führung für die Kärntner her, eine weitere numerische Überlegenheit gleich im Anschluss konnte der KAC aber nicht zum Ausbau des Vorsprungs nützen. So gelang Salzburg durch Ryan Duncan in der 50. Minute neuerlich der Ausgleich für den Titelverteidiger. In der Folge blieb der Rekordmeister, der den 30. Titel anstrebt, in vier Minuten in Überzahl ohne Torerfolg. Das Match ging wie zuletzt in Salzburg ebenfalls in die Verlängerung.

In dieser fiel erst in der 7. Minute die Entscheidung bei einer 4:3-Überlegenheit für die Hausherren. (APA)

Ergebnis des 5. Spiels der "best of seven"-Finalserie der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) am Sonntagabend in Klagenfurt:

KAC - Red Bull Salzburg 3:2 n.V. (1:1,0:0,1:1/1:0). Klagenfurt, 5.200 (ausverkauft), SR Dremelj/Fussi.
Tore: Brown (6. PP), Hager (45.), Siklenka (67.) bzw. Brucker (6.), Duncan (50.). Strafminuten: 10 bzw. 22 plus 10 Lakos

Stand in der Serie aus KAC-Sicht: 3:2 - 1. Spiel 6:5 (h), 2. Spiel 3:6 (a), 3. Spiel 2:5 (h), 4. Spiel 2:1 n.V. (a), 5. Spiel: 3:2 n.V. (h)

6. Spiel am Dienstag (19.15 Uhr/live ServusTV) in Salzburg. Eventuelles 7. und letztes Spiel am Donnerstag (14.4.) in Klagenfurt (19.15).

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