Kolumbien und Venezuela für Wiederaufnahme in OAS

10. April 2011, 16:54

Mitgliedschaft war nach Putsch gegen Zelaya suspendiert worden - Santos und Chavez vereinbarten Normalisierung der Handelsbeziehungen

Bogotá - Die Präsidenten von Kolumbien und Venezuela, der konservative Juan Manuel Santos und der linksgerichtete Hugo Chávez, wollen sich für eine Wiederaufnahme von Honduras in die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) einsetzen. Das teilten beide Staatschefs nach einem Treffen mit dem von vielen Staaten, darunter Venezuela, nicht anerkannten honduranischen Präsidenten Porfirio Lobo am Samstag (Ortszeit) in der kolumbianischen Stadt Cartagena mit.

Die OAS-Mitgliedschaft des mittelamerikanischen Landes war nach dem Putsch gegen den gewählten Präsidenten Manuel Zelaya am 28. Juni 2009 suspendiert worden. Dass sich jetzt auch Chávez für die Wiederaufnahme von Honduras einsetzen will, ist von besonderer Bedeutung, weil er bisher einer der schärfsten Kritiker des Putsches war. Auch den Ende 2009 gewählten Lobo hat er bisher nicht anerkannt, weil die Wahl Folge des Putsches war.

Gespräch mit Zelaya

Santos, Chávez und Lobo erörterten in Cartagena auch das Ergebnis eines Gesprächs, das der im Exil lebende Zelaya am Vortag in der venezolanischen Hauptstadt Caracas mit dem dortigen Außenminister Nicolás Maduro geführt hatte. Lobo habe sich die Argumente Zelayas "mit großem Interesse und großer Bereitschaft, diese zu akzeptieren" angehört, sagte Santos anschließend. Einzelheiten wurden nicht genannt, aber Zelaya fordert, dass politisch motivierte Strafverfahren gegen ihn in seiner Heimat eingestellt werden.

Bei bilateralen Gesprächen vereinbarten Santos und Chávez unter anderem die weitere Normalisierung der Handelsbeziehungen zwischen Kolumbien und Venezuela. Diese waren stark beeinträchtigt worden, nachdem Chávez im vergangenen Jahr zwischenzeitlich die Handels- und die diplomatischen Beziehungen zu dem Nachbarland abgebrochen hatte. Er reagierte damit auf Vorwürfe des Vorgängers von Santos, Alvaro Uribe, Venezuela habe die linken kolumbianischen Rebellen unterstützt.

Die diplomatischen Beziehungen waren nur drei Tage nach dem Amtsantritt von Santos am 10. August vergangenen Jahres wieder aufgenommen worden. Der bilaterale Handel fiel jedoch von 6,0 Milliarden Dollar (4,2 Milliarden Euro) im Jahr 2008 auf nur noch 1,5 Milliarden Dollar im Jahr 2010. Insgesamt unterzeichneten die Präsidenten beider Staaten 16 bilaterale Vereinbarungen über Handel, Infrastrukturprojekte, Tourismus, die Bekämpfung der Drogenkriminalität, Gesundheitsfragen und die Entwicklung der Grenzregionen. (APA)

Kommentar posten
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Horst Holger
00
19.4.2011, 22:52
so schnelllebig ist der Sozialismus der Marke Chavez

vor ein paar Monaten hat er noch mit Krieg gegen Lobo gedroht, nachdem man seinen Ziehsohn Zelaya ausser Landes geworfen hat, jetzt setzt er sich für eine Wiederaufnahme in OAS ein. Woher kommt der Sinneswandel des Hugo C.? Drogen? Bestechung? Läuterung?

anton-aus-tyrol
 
02
11.4.2011, 08:18
OAS

Ich hab mich grad gewundert, was die am Ostaustralischen Strom wollen...

;-)

Horst Holzinger
64
10.4.2011, 18:20
Einerseits sollte man nichts tun,

womit die honduranische Militärjunta von Obamas Gnaden, bei der täglich Demokraten ermordet werden, zur Normalität übergehen kann.

Andererseits hatte die OAS noch nie irgend etwas mit Demokratie am Hut, sie war immer Instrument der USA.

Es wäre sinnvoller, die lateinamerikanischen Staaten treten aus der OAS aus und gründen ihre eigene Organisation, ohne Nordamerika.

Teilweise kann man dies mit UNASUR bereits beobachten.

Die OAS ist ein Kadaver, der möglichst bald beerdigt werden sollte.

Horst Holger
00
19.4.2011, 23:01
Super Vorschlag, Holzi!

ein eigener Handelsverein der LA Staaten, der irgendwas untereinander vertickt (was eigentlich?) ! Unasul hat schon nichts gerissen, OAS noch viel weniger, eine neue autarke Organisation wird genauso wenig funktionieren, dazu kennen wir alle die Lateinamerikaner und deren Mentalität viel zu gut.

Ernst Guevara
24
10.4.2011, 17:08
"weil die wahl folge des putsches war"

auch wenn eh weithin bekannt ist, dass die APA information mit propaganda verwechselt, sei darauf hingewiesen, dass die "wahl" keine folge des putsches war, sondern die putschisten die "wahl" als nachträgliche legitimation für den putsch durchgeführt haben. von "wahl" kann ausserdem sowieso keine rede sein, wenn unter strenger überwachung durch das militär und einschüchterung der demokratiebewegung "gewählt" wird.

*space
00
10.4.2011, 18:19

Und warum ist Chavez plötzlich für die Wiederaufnahme von Honduras in die OAS? Das macht doch keinen Sinn. Was wollen die überhaupt in der OAS?

mcon
00
12.4.2011, 10:19
Space wie das ist ihnen nicht bekannt??

Wenn man von euch Beiden (Guevara/space) die Kommentare liest, fragt man sich, woher ihr eure Infos zieht.
Bestätigt aber wiedermal nur meine Behauptung über sie Hr. space.
Vielleicht sollten sie sich einmal über den Fall Walid Makled informieren, der in den letzten Wochen, aus dem col. Gefängnis, über die Drogenverknüpfung in ven. Staatskreisen kurze Andeutung gemacht hat. Die Frage ist jetzt wohin wird er ausgeliefert, USA o VE.
Das macht schon Sinn, hat doch Santos ein gutes Druckmittel in der Hand oder wie seht ihr Experten das??

P.S. Hat AM21 nicht darüber berichtet??

Ach ja, deshalb die Wissenslücke!!

*space
00
13.4.2011, 11:04

Wer hätte gedacht, dass hier Ernst Guevara antwortet?

Ganz einfache Antwort von mir: Sie haben damals für alle zu Verstehen gegeben, dass Ihnen an einer sachlichen Diskussion nicht gelegen ist. Sozusagen haben Sie sich durch meine Postings manipulieren lassen und ihre eigentliche Intension hier nur zu provozieren ja selbst preisgegeben. Genau das wollte ich damals von Ihnen haben! ;-)

Sie sind gnadenlos darauf reingefallen. Also welchen Grund sollte es geben mir Ihnen zu diskutieren?

Ich freu mich schon auf die vielen Duplikate!

mcon
10
14.4.2011, 13:05
Lieber Genosse space (Teil I)

* sachlichen Diskussion nicht gelegen ist*
space eine sachliche Diskussion kann man nur mit Pers. führen die eine gewisse Grundkenntnis vorweisen können. Dieses habe ich ihnen damals erklärt & mache es hiermit nochmals. Beweise sind ihre Unkenntnis über das Treffen in Col & andere Aussagen im Standard.

Für sie reicht es in ihrer Unkenntnis aus, einfach etwas daher zuschreiben.

Nun ja, wenn es ihren Ego bestärkt, dann weiter so, das ist ja die Grundlage der Rotsocken, viel Reden wenig bringen. Sh. VE

* meine Postings manipulieren lassen*
Werden sie wach, mich zu manipulieren, das schaffen sie nicht, dafür ist ihr Licht im WissensKronleuchter zu schwach.

mcon
10
14.4.2011, 13:01
Lieber Genosse space (Teil II)

* Also welchen Grund … Ihnen zu diskutieren*
Zwinge ich sie dazu??

* auf die vielen Duplikate*
Bin ich ein Köstler (nak) o may
Ich habe es, wie manch Anderer, nicht nötig dieses zumachen.
Ich werde ihnen weiter unter mcon *KONTRA* geben wenn es die zeit zulässt.

Freue mich schon!!

Ernst Guevara
01
10.4.2011, 20:02
die aufnahme in die OAS

würde bedeuten, dass honduras dem ziel einen schritt näher kommt, in lateinamerika wieder ernster genommen zu werden. vielleicht geht es bei der unterstützung durch chavez um einen handel: zelaya wird nicht bestraft, dafür wird das regime von lobo anerkannt. es ist jedenfalls eine schmierenkomödie, denn chavez fällt damit dem demokratischen widerstand in honduras in den rücken.

mcon
10
12.4.2011, 10:22

*Honduras dem Ziel einen Schritt näher kommt, in Lateinamerika wieder ernster genommen zu werden*
Das ist auch gut so.

*Zelaya wird nicht bestraft*
Wofür soll er bestraft werden??
Ihr behauptet doch immer er sei ein Unschuldslamm & die Anschuldigungen seien alle Erfunden, so schreibt AM21.

*demokratischen Widerstand in Honduras in den Rücken.*
Von welchem Widerstand sprechen sie??
Ist es der, den ihr mit Spendengeldern für den Widerstand unterstützt??

Das sollte man auch für den demokratischen Widerstand auf Cuba machen, möchte eure Reaktion hören.

Aber das ist eben die Kehrseite einer Medaille.

Ernst Guevara
00
12.4.2011, 14:12
wenn Sie sich so gut auskennen wie Sie oben behaupten,

wie kommt es dann, dass Sie noch nie etwas von der Frente Nacional de Resistencia Popular (FNRP) gehört haben?
http://www.resistenciahonduras.net

mcon
10
14.4.2011, 13:34
RE: *dass Sie noch nie etwas von der Frente Nacional de Resistencia Popular (FNRP) gehört haben?* (Teil I)

Nein wie sollte ich auch, nur das ich solche Artikel lese zählt nicht.

Neuber & sein herzzerreißender Bericht

http://de.indymedia.org/2010/06/2... 5118.shtml

Was einem bei Neuber auffällt sind die immer wiederkehrenden Bausteine seiner Propaganda Schreibweise. Nie schreibt er über den wahren Hintergrund, passt nicht in sein marxistisches Weltbild. Dass dieser Putsch, wie er von Linken gerne beschrieben wird, ein Waterloo für Chávez war, darüber schreibt keiner. Das Honduras, als Zelaya sich Chávez zuwandte, eine Drehscheibe für den Kokaintransport in die USA wurde, schreibt keiner.

Fakt ist, das diese Transporte aufgehört haben.

Passt nicht ins linke Feindbild.

Ernst Guevara
10
14.4.2011, 16:17
was geht mich der neuber an?

ich lese keine nationalbolschewistischen blätter wie die junge welt, daher interessiert mich auch nicht, was der neuber schreibt. ich lese üblicherweise sachliche medien:
https://nacla.org
http://upsidedownworld.org
http://www.lateinamerika-nachrichten.de
http://www.ila-bonn.de/lateiname... a/home.htm
mit Ihnen zu diskutieren finde ich einigermaßen befremdlich, da Sie kein problem damit haben, wenn in lateinamerika wieder eine bleierne zeit beginnt wie in den 70er und 80er jahren. warum sonst steigern Sie sich so hinein, um den putsch in honduras zu rechtfertigen? honduras war ja nur der anfang, in ecuador haben die rechten ähnliches versucht, sind aber zum glück vorerst gescheitert und auch in bolivien geben die putschisten keine ruhe.

*space
00
14.4.2011, 17:22
Also, da bleibt mir die Luft weg!

Die jungeWelt ist tendenziös und sagt ihren Lesern gern wie sie denken sollen, aber nationalbolschewistisch ist doch sehr daneben. Sie haben noch nie so einen dummen Unsinn geschrieben! Das ist wirklich unfassbar!

Ernst Guevara
00
14.4.2011, 19:07
also

die junge welt, die ich kenne, fällt dadurch auf, dass sie themen viel raum gibt, bei denen es um diverse nationalistische bewegungen geht und diese bewegungen werden immer in einem positiven licht dargestellt. hauptsache ist, die bewegung richtet sich gegen "das imperium", dann ist alles gut... und sie ist dem marxismus-leninismus zugeneigt. es kann ja sein, dass sich das inzwischen geändert hat, ich lese dieses käseblatt ja schon lange nicht mehr.

*space
00
14.4.2011, 21:53
1

http://de.wikipedia.org/wiki/Nati... schewismus
http://de.wikipedia.org/wiki/Nati... _Russlands
Letztere gibt es wirklich in Russland, dass sind Rechtsradikale. Ich denke, ihr Verweis ist eine sehr unglückliche Zusammenstückelung, von der Sie sich distanzieren sollten.

*space
00
14.4.2011, 21:52
2

"hauptsache ist, die bewegung richtet sich gegen "das imperium", dann ist alles gut..." Sorry, das habe ich so noch nicht gelesen. Sie hat manchmal eine etwas eigenartige Meinung zu Israel und Palästina, aber diese Thematik kann mich nun nicht auch noch interessieren. Aber vom Reportageteil könnten Sie viel lernen...

ML: Als Anarchokommunist lehnen Sie Lenin ab, dennoch muss man die Dialektik des damaligen Prozesses in Sowjetrussland genau analysieren, dann wird einem Lenin etwas klarer.

*space
00
14.4.2011, 22:05
Nachtrag

Dann sollte man sich einmal die Darstellung der Rebellen in Libyen ansehen und Gadafis Politik bewerten lassen, erst dann kann ich zu Ihrer Meinung etwas sagen.

Aber gilt denn nicht grundsätzlich, dass Schwellenländer nur dann ihre Unabhängigkeit dauerhaft erreichen können, wenn die Umwälzungen antimperialistischen und antikolonialistischen Charakter bekommen? Wie sieht es denn in LA aus? Darum geht es doch, oder nicht? Oder können sich Ecuador und Bolivien sonst halten? Ihr Weg ist ja anderes, aber ich glaube das nicht, denn die Bande zwischen der ecuador. herrschenden Klasse und der amerikanischen ist doch noch vorhanden. Oder woher kommt der Putsch? Hängt da nicht die USA mit drin?

*space
00
14.4.2011, 21:52
3

Aber wer hält denn die Linken davon ab, die Sache des politischen Subjektes nicht später anderes zu bewerten, nämlich dann, wenn die Ak wirklich reif zur Macht ist, zu neuen Machtstrukturen überzugehen. Lenin war zutiefst ein dialektisch denkender Mensch. Aber der Machterhalt war den Kommunisten immer wichtiger als alles andere. Und wann bitteschön war denn der Zeitpunkt dazu gegeben? Im 2. Weltkrieg? Sicher hätte es auch in den 20er anderes gemacht werden können, aber es gab das Problem der Interventionstruppen. Und die Gründe der Zerschlagung der Räte durch Lenin liegt wohl auch daran. Die Bedingungen waren eben andere. Ich verteufele Lenin nicht, sondern bewahre mir ein kritische Distanz, denn lernen kann man immer, oder?

mcon
10
14.4.2011, 13:30
Re: *Frente Nacional de Resistencia Popular* (Teil II)

Gleicher Herr (Neuber) wird in dieser Veranstaltung das unwissende Volk wieder einmal in seine Richtung manipulieren, die dann seine Propaganda an den nächsten weitergeben.
Eine Lüge gemischt mit einigen Teilen der Wahrheit wird bei der 100tersten Pers. zur ganzen Wahrheit

http://queeresbuendniswaltertrochez.blogsport.de/

letzter Bericht aus am21 über die FNRP
http://amerika21.de/nachricht... d-honduras

Natürlich habe ich, nach ihrer Aussage, nie etwas von FNRP gehört/gelesen.

Ich lese mehr über LA als sie sich vorstellen können.

mcon
10
14.4.2011, 13:28
Re: *Frente Nacional de Resistencia Popular* (Teil III)

Nur meine Frage haben sie mir nicht beantwortet.

Also nochmals die Frage an sie: Wie wäre es, wenn man die demokratischen cub. Gruppen mit Spenden unterstützen würde.

Glauben sie das würden die cub. Diktatoren akzeptieren, so wie im Fall Honduras??

Lesen sie die Kommentare von Neuber/Niebel über Unterstützungen die nicht aus dem linken Lager kommen.

Gleich ist noch lange nicht Gleich.

Ernst Guevara
10
14.4.2011, 16:21
ich habe kein problem damit,

wenn cubanische dissidenten unterstützt werden. das problem ist, dass teile der dissidentenszene extremisten sind, die dann bomben in cubanischen linienflügen in die luft gehen lassen wie der herr posada carilles. und warum sollte das cubanische regime das akzeptieren, es handelt sich ja um ein autoritäres regime, natürlich versuchen die, dissidenten zu unterdrücken, ganz genauso wie die autoritären machthaber in honduras es auch tun.

*space
00
14.4.2011, 17:27
Da bleibt einem die Luft weg!

Carilles gehört doch nicht zu den Dissidenten! Er ist Kubaner, saß im venz. Knast und ist jetzt "Bürger" der USA.

Ein Bombenattentat ist eine Straftat und hat mit einem Regime, dass diese Straftat ahndet null zu tun.

Dann sehen Sie sich mal die Arbeit der kub. Dissidenten mal an, bevor sie hier posten. Auf Kollobaration mit den USA gibt es hohe Strafen, das ist bekannt. Sie können doch nicht die Geschichte ausblenden!

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