Bausparer machen oft reale Verluste

10. April 2011, 16:38
84 Postings

Trotz der staatlichen Prämie bleiben bei der Ausschüttung von Bausparverträgen oft Verluste über

Wien - Auch das Bausparen, des österreichischen Sparers liebstes Kind, führt in vielen Fällen zu realen Verlusten wegen der hohen Inflation - dies trotz der staatlichen Prämie, die an die Bausparer ausgeschüttet wird. Das ergibt eine Untersuchung des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), berichtet orf.at am Wochenende.

"Rechnet man die Verträge auf Basis des aktuellen Zinsniveaus durch, würden Konsumenten bei derzeit abgeschlossenen Verträgen mit variabler Verzinsung und monatlicher Zahlung von 100 Euro nach sechs Jahren nur eine Nettorendite von 1,3 Prozent (Raiffeisen) bis 1,7 Prozent (Wüstenrot) erhalten - die staatliche Prämie hinzugerechnet", schreibt das Nachrichtenportal. Bei den Fixzinstarifen (Wüstenrot, s-Bausparkasse) sei die Rendite etwas höher.

Die österreichische Inflationsrate liegt nach dem aktuellsten Monatswert (Februar) bei 3,0 Prozent (VPI).

Bei kleineren Einzahlungen würden sich noch zusätzlich die hohen Kontoführungsgebühren - 4,71 bis 6,36 Euro pro Jahr - negativ auswirken. "Generell lässt sich sagen, dass Bausparen derzeit nur für Vollsparer bis zu 1.200 Euro jährlich (bzw. knapp darunter) oder bei Einmalerlag von 7.200 Euro einigermaßen sinnvoll ist", meint man im VKI. (APA)

Share if you care.