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London- Internet-Enthüller Julian Assange hat die Arbeit seiner Plattform Wikileaks gegen den Vorwurf verteidigt, das Leben unter anderem von Soldaten in Konfliktgebieten gefährdet zu haben. "Zwei Tatsachen sind unbestritten: Es hat alles gestimmt und nicht ein Mensch hat durch unsere Veröffentlichungen körperlich Schaden genommen", sagte Assange am Samstag in London. Er nahm an einer von dem Magazin "New Statesman" initiierten öffentlichen Debatte über den Nutzen von Enthüllungsjournalismus teil.
Wikileaks hatte tausende Geheimdepeschen der vergangenen Jahre unter anderem des US-Außenministeriums veröffentlicht und damit für internationale Verwicklungen gesorgt. "Die meisten Kriege wären unter Umständen nicht geführt worden, wenn es Aufdecker ("whistleblowers") gegeben hätte", sagte er. Als Beispiele nannte Assange Vietnam und den Irak-Krieg. Beide seien durch falsche Behauptungen der US-Behörden begünstigt worden.
Der Australier Assange lebt derzeit in Großbritannien und kämpft gegen seine Auslieferung nach Schweden. Die Berufungsverhandlung vor dem High Court in London ist für den 12. Juli angesetzt. Die schwedische Justiz verdächtigt ihn unter anderem der Vergewaltigung.
Assange vermutet hinter den Vorwürfen politische Motive. Bis über die Auslieferung entschieden ist, muss er unter strengen Auflagen leben, eine elektronische Fußfessel tragen und sich täglich bei der Polizei melden. (red/APA)
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naja, der grund fürs verfolgt werden könnte auch sein, dass er im umgang mit frauen ein, vorsichtig formuliert, ziemlicher ungustl ist ...
das sagt aber nichts über die sinnhaftigkeit von wikileaks aus (ich finds wichtig und richtig), höchstens was über seinen charakter.
Bi. lassen Sie es mich wissen, wenn ich wesentliche Fakten in dieser langen Saga uebersehen haben sollte aber:
Eine der kolportierten Strategien der Verteidigung gegen die Abschiebung war, dass der beschriebene Sachverhalt in England gar nicht strafbar waere. So, wie der Fall in den Medien beschrieben wurde, waere das mE in Oe wahrscheinlich auch so.
Die "Geschichte des Falles", Twitternachrichten des Opfers, Anklageerhebung, dann die Erlaubnis des Staatsanwaltes das Land zu verlassen und schlussendlich der "Haftbefehl" ist auch nicht gerade ueberzeugend.
diese Verfolgung von Herrn Assange ist doch selbstentlarvend, denn im Grunde verhilft die von A. gegründete Plattform nur den Menschen zu ihrem Recht, was denn da "in den oberen Etagen" so getrieben wird.
Was durften wir da hören, als es um die Überwachung ging vom Bürger?
"Wer nichts zu befürchten hat..." usw., aber es sieht hier doch nun eindeutig so aus, als hätten viele aus Politik und Wirtschaft einiges zu befürchten, sonst würde man nicht wegen geplatzten Kondomen und mit einer Heerschar an Anwälten versuchen gegen diesen Mann vorzugehen, und würde gegen die Täter vorgehen.
Zudem hat die Bevölkerung ein Recht darauf zu wissen, was die Machthaber machen, denn immerhin sind sie vom Gesetz her dem Volk verpflichtet...
Mit "wer nichts zu befuerchten hat ..." meinen Sie wahrscheinlich, dass jemand, der sich nichts zuschulden kommen laesst, auch nichts zu befuerchten hat. Das ist absoluter Schwachsinn. Privatsphaere ist nicht gleichzusetzen mit Verbrechen. Auch das Geheimnis eines Staates ist nicht automatisch ein Verbrechen.
Ausserdem haben Sie absolut kein Recht darauf zu wissen, was der Praesident der USA macht. Er ist Ihnen gegenueber zu nichts verpflichtet. Sie koennen ihn nicht waehlen, Sie zahlen in den USA keine Steuern, die Gesetze der USA gelten fuer Sie nicht.
Da gehtz net drum was der präsident PRIVAT macht sondern was REGIERUNGEN und AMTSTRÄGER machen
und da ham wir SEHR WOHL DAS RECHT DAS ZU ERFAHREN
so wie jeder arbeitgeber weiss was der mitarbeiter am arbeitsplatz macht. alles wird mitgeloggt, gefilmt etc.
also WTF
Der Arbeitgeber kann Sie ueberwachen, weil Sie einen Vertrag mit ihm haben, der Sie verpflichtet, gewisse Dinge zu tun oder zu unterlassen.
Wenn Sie kein Buerger der USA sind, geht es Sie absolut nichts an, was die USA Ihnen verheimlichen oder nicht. Die sind Ihnen absolut nichts schuldig.
Was Oesterreich betrifft, wurde jahrzehntelang um einen funktionierenden Datenschutz gekaempft, und das soll alles zerstoert werden, weil ein paar Wichtigtuer glauben, dass der Staat nicht das Recht hat, die Interessen seiner Buerger zu schuetzen?
In Oesterreich gibt es uebrigens ein Informationsfreiheitsgesetz. Sie sind gegenueber dem Staat nicht so hilflos, wie Sie glauben, oder wie Sie sich gerne darstellen.
Im Fall Irak war die Lüge offenkundig - und dennoch hat die große Mehrheit der Amerikaner den patriotischen Wunsch verspürt, ihrer Regierung zu glauben. Assenge überschätzt sich da ein wenig, womit ich allerdings nur gegen zu hohe Erwartungen, nicht gegen die Veröffentlichung solcher Informationen an sich sprechen will.
Wenn Wikileaks Videos zeigt, wie US Soldaten aus einem Hubschrauber auf Zivilisten schießen, dann wird die von den westlichen Medien über TV bis Kleinformat in die Haushalte kolportierte Darstellung unhaltbar. Deswegen ist Assange den Mächtigen im Westen ein Dorn im Auge.
In den betroffenen Ländern ändert Wikileaks gar nichts. Denn dort wird ebendiese Realität ohnehin tagtäglich erlebt.
Wikileaks trägt somit lediglich dazu bei, dass wir im Westen auch einen Teil jener Realität zu erfassen vermögen, welche sich tagtäglich in den betroffenen Ländern abspielt.
Wer das für negativ hält, wie beispielsweise Hillary Clinton, ist keine Demokratin sondern auf dem Weg in ein diktatorisches Regime...
Die Leute in den betroffenen Gebieten haben andere Probleme als einen Vorfall, der vor fast vier Jahren passiert ist.
In den betroffenen Gebieten wissen die Leute nicht, ob die Moschee oder Kirche, die sie am naechsten Freitag besuchen werden, in die Luft gejagt werden wird oder nicht.
Das betrifft die Menschen im Irak, in Afghanistan, in Pakistan, in Indien. Wenn es Christen sind, betrifft es sie im Iran, in Aegypten, in Indonesien.
Wenn es Juden sind, betrifft es sie in allen diesen Laendern und vielen anderen.
Aber darueber werden Sie in WikiLeaks nichts finden. Und deshalb passiert es fuer Sie offensichtlich nicht.
Natürlich bekommen US-Bürger alle diese von Ihnen genannten Berichte. Und wer in der Alpenrepublik einen Blick über die Bordsteinkante wirft in internationale Medien, der wird diese Berichte genauso sehen. Nur wer halt bloß Dancing Stars, die ZIB und den Muskantenstadl guckt, an dem geht sowas zugegeben vorbei, weil Internationales in Ösi-TV untergeht im Vergleich zu den Berichten über die Erfolge der alpenländischen Ski-Nationalmannschaft...
Das Problem sind einzig jene Berichte, die SYSTEMATISCH unterdrückt werden. Und das sind genau jene Berichte, die Wikileaks veröffentlicht.
Diese Berichte sind nötig, um zu verstehen warum in den betroffenden Ländern die "Befreier" verhasst sind...
als "Die Leute in den betroffenen Gebieten haben andere Probleme als einen Vorfall, der vor fast vier Jahren passiert ist." bagatellisieren.
Gerade wenn jemand als "Befreier" kommt, hat er SOLCHE Aktivitäten zu unterlassen.
Und dieser eine Vorfall ist natürlich vor allem eins: Ein Paradigma, das BEWEIST dass nicht alles so ist, wie uns immer vorgegaukelt wird. DAHER ist dieser Fallbericht so wichtig - und KEINESFALLS zu bagatellisieren!
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