"Man hat alles gesehen, was im Fußball möglich ist"

9. April 2011, 18:58
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  • Kapfenberg - Austria Wien

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Man hat alles gesehen, was im Fußball möglich ist. Es gab Tore, gutes Zweikampfverhalten und spielerische Highlights. Wenn man daheim drei Tore erzielt, sollte man das drüber bringen. Aber die Austria ist spielerisch sehr stark, deshalb bin ich auch mit dem Remis zufrieden. Man hat gesehen, dass diese Mannschaft lebt und eine gute Einstellung hat."

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Der schlechte Platz hat sicher eine Rolle gespielt. Wir haben das Spiel permanent bestimmt, die Leistung war in Ordnung. Drei leicht vermeidbare Gegentore haben uns das Leben sehr schwer gemacht. Dass wir dreimal einen Rückstand wettgemacht haben, zeigt die Stärke der Mannschaft. Wir haben nie aufgegeben. Nach dem 3:3 habe ich sogar noch an den Sieg geglaubt. Es hätte 18 bis 20 Minuten nachgespielt werden müssen. Wie die Kapfenberger Spieler permanent auf dem Boden gelegen sind, das habe ich in der Form noch nie erlebt."

  • Rapid - Sturm

Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Wir haben vielleicht die ersten zehn Minuten gut mit Druck begonnen. Mit Fortdauer der ersten Hälfte haben sich immer mehr Fehler eingeschlichen, Sturm hat da wirklich ein sehr gutes Pressing gespielt. Das haben sie auch zu den Toren genützt. Die erste Hälfte war von unserer Seite wirklich zum Vergessen. Sturm hat hier und heute verdient gewonnen. Wir haben uns aufgrund des Spieles in Graz mehr erhofft. Wir haben keine gute Leistung gebracht. Wir haben aus den Möglichkeiten keine Tore gemacht. Über die Tabelle spreche ich nicht gerne."

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Es wurde mal wieder Zeit, dass wir hier in Wien gegen Rapid gewinnen. Wir haben in der ersten Hälfte sehr gut gespielt. Wir haben fast alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. In der zweiten Hälfte sind wir ein bisschen zu tief gestanden, haben nur noch reagiert, nicht mehr agiert. Da bin ich nicht ganz zufrieden, über 90 Minuten war der Sieg aber verdient. Wenn man sich acht Runden vor Schluss in den Plätzen eins bis drei befindet, hat man Chancen auf den Titel."

Roman Kienast (Sturm-Stürmer): "Es war eine super erste Hälfte von uns, in der zweiten waren wir vielleicht ein bisschen zu passiv. Wir haben das Spiel aber souverän über die Bühne gebracht. Das war wirklich eine sehr gute Leistung von uns. Wir schauen von Woche zu Woche - in der nächsten Woche gegen Salzburg wird es extrem schwierig, aber mit der aktuellen Form, die wir haben, können wir auch Salzburg schlagen."

  • Salzburg - LASK

Ricardo Moniz (Salzburg-Trainer): "Ich habe eine Salzburger Mannschaft gesehen, die bis zum 1:0 versucht hat, Fußball zu spielen, wie wir das wollen. Das war natürlich schwierig, weil der Gegner sehr tief gestanden ist. Nach dem 0:1 waren wir zu angeschlagen. Ich habe einen großen Respekt vor Eddie Gustafsson. Er ist so ein großartiger Mensch, Fehler machen wir alle. Wir haben schon in der ersten Hälfte die Ordnung nicht gehalten. Nach der Halbzeit waren wir zu hektisch. Auch konditionell waren manche Spieler nach 60 Minuten nicht mehr fähig, kreativ zu sein."

Eddie Gustafsson (Salzburg-Torhüter): "Das ist typisch für unser ganzes Jahr. Diesesmal war es meine Schuld, das ist nicht wegzureden. Ich habe einen Fehler gemacht, wir haben verloren. Wir können aber nicht unter die Erde gehen, wir müssen weiterkämpfen. Wir haben unsere Ziele und müssen nach vorne schauen. Die Chance ist noch da. Wir haben einen neuen Trainer, aber es muss nicht sofort alles besser werden. Ich hoffe, es bringt etwas Neues. Einen Tag vor dem Spiel war es auch ein kleiner Schock für uns Spieler."

Walter Schachner (LASK-Trainer): "Das ist für die ganze LASK-Familie, die schon so lange gedemütigt worden ist. Endlich ist dieser Dreier eingetroffen, von der Leistung her hätten wir ihn schon früher bekommen müssen. Die Mannschaft hat das toll umgesetzt, was wir besprechen und trainieren. Die Gründe waren der Einsatz, das Kämpfen und die Laufbereitschaft. Damit haben wir die individuelle Klasse der Salzburger wettgemacht."

  • Wacker - Wr. Neustadt

Walter Kogler (Trainer Tirol): "Einige Spieler hatten in der Schlussphase körperliche Probleme, dadurch sind wir am Ende unter Druck gekommen. Die ersten 30 Minuten haben wir gut gespielt, wahrscheinlich unsere beste Leistung im Frühjahr, aber das Tor nicht gemacht. Da hätten wir in Rückstand geraten können, ich weiß nicht, ob wir heute in der Lage gewesen wären, das Spiel dann noch zu drehen."

Peter Schöttel (Trainer Wiener Neustadt): "Ein bittere und unglückliche Niederlage, aber wenn man aus fünf Hundertern kein Tor schießt, ist man selber schuld."

  • Mattersburg -Ried

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Wir haben es verabsäumt, nach dem 1:0 noch ein Tor zu schießen. Die Standards sollten uns nachdenklich machen, bei diesen haben wir das Spiel aus der Hand gegeben (Anm.: Eckbälle vor Ried-Toren). Wir sollten aktiver zum Ball hingehen. Ried ist aber nicht irgendwer, sie sind ein Spitzenteam. Für uns reicht das noch nicht für den Klassenerhalt, es ist noch ein hartes Stück Arbeit."

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Das permanente Zerhacken des Spiels ließ uns nicht in den spielerischen Grenzbereich kommen. Wir waren heute bestimmend, hatten mehr Torchancen. Mir sind die zwei Punkte aus zwei Spielen zu wenig. Man muss aus dem Spiel heraus mehr machen, mehr Tore schießen. Die Leistungen sind aber unserem Qualitätsniveau entsprechend."

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