Semier Insayif, der Stimmakrobat

8. April 2011, 18:12
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Crossover zwischen Lyrik und Musik im Emailwerk in Seekirchen

Zuletzt hatte Semier Insayif den Roman Faruq (Haymon 2009) veröffentlicht: über einen jungen Mann, der Bagdad in den 1950ern verlässt, um in Wien Medizin zu studieren. Identität und Heimatlosigkeit sind für den 1965 in Wien geborenen Insayif als Sohn einer österreichischen Mutter und eines irakischen Vaters ein naheliegendes Thema. Der Wiener Poet und Stimmakrobat arbeitet bevorzugt an einem Crossover zwischen Lyrik und Musik. Wie in der Performance Von Ton-Höhen und Wort-Fällen, in der Insayif mit dem Quetschn-Spieler Siggi Haider ein Wort- und Antwortspiel zwischen programmatischer Konzeption und freier Improvisation geboten hat. Ähnlich funktioniert Insayifs neue Arbeit auf den Spuren von Matthias Claudius und Franz Schubert: Der Tod und das Mädchen, interpretiert mit dem Carcassonne String Quartet. (dog, DER STANDARD - Printausgabe, 9./10. April 2011)

Emailwerk, Seekirchen, 0664/230 21 96. 20.00

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