WikiLeaks - Israels Ärger gegen ägyptische Militärführer

8. April 2011, 16:58
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Tantawi als Hindernis bei Bekämpfung des Waffenschmuggels angesehen

Die israelische Regierung hat massive Vorbehalte gegen den Chef des regierenden Militärrates in Ägypten, Feldmarschall Mohammed Hussein Tantawi, den sie als "Hindernis" beim Kampf gegen den Waffenschmuggel in den von der radikalen Palästinenserorganisation Hamas kontrollierten Gazastreifen sieht. Das geht aus geheimen US-Depeschen der Enthüllungsplattform WikiLeaks hervor, die am Freitag in der israelischen Tageszeitung "Haaretz" und dem britischen "Guardian" veröffentlicht wurden.

Tantawi: Kampf gegen Waffenschmuggel nicht dringend

In einer US-Depesche vom 18. November 2009 wird beklagt, dass Tantawi - damals Verteidigungsminister unter Präsident Hosni Mubarak - den Kampf gegen den Waffenschmuggel als nicht dringend ansehe und damit ein Hindernis sei. Der scheidende Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin beth, Yuval Diskin, wird mit den Worten zitiert: "Wir wissen dank unserer Aufklärung, dass die Ägypter mit uns zusammensitzen und lügen."

Assange angeblicher Mossad-Agent

"Haaretz" hat nach eigenen Angaben 250.000 Dokumente der Enthüllungsplattform WikiLeaks erhalten. Zehntausend davon beschäftigten sich mit Israel. Die Veröffentlichung widerlege Verschwörungstheorien, wonach WikiLeaks-Gründer Julian Assange ein Agent des israelischen Geheimdienstes Mossad sei und im vergangenen Jahr mit Israel vereinbart habe, dass kein für die Israelis "peinliches Material" veröffentlicht werde, schreibt das Blatt. (APA/dpa)

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Haaretz

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    Mohammed Hussein Tantawi ist Kampf gegen Waffenschmuggel egal

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