"Das Ziel: triebgedrosselte Menschen"

08. April 2011 18:28
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    Foto: roeth / campus verlag

    Volkmar Sigusch, geb. 1940, war von 1973 bis 2006 Direktor des Inst. für Sexualwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Sein Buch "Neosexualitäten" erschien 2005. Gerade veröffentlichte er sein neues Buch "Auf der Suche nach der sexuellen Freiheit" (Campus Verlag, 2011).

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    Sexuelles Elend in all seinen Spielarten behandelte Woody Allen in seinem bereits 1972 gedrehten Film "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten". Sigusch: "Die Liberalisierungen führen keineswegs automatisch zu einem sexuell erfüllten Leben."

Lockerung der Sitten und banale Lustlosigkeit: Der Sexualwissenschafter Volkmar Sigusch über Befreiung und Elend des Sexus am Beginn des 21. Jahrhunderts

Standard: Seit mehr als 40 Jahren arbeiten Sie als Sexualwissenschafter. Kann man nach so vielen Jahren noch definieren, was Sexualität ist? Wie würden Sie den Begriff fassen?

Sigusch: Der Begriff Sexualität bildete sich vor etwa 200 Jahren heraus, interessanterweise nur bei uns in Europa und in Nordamerika. Er zwang zahllose Erregungen, Wonnen und Gefühle unter einen Hut und verdrängte alle alten Begriffe wie Venus und Nisus. Letztlich ist unsere Vorstellung von Sexualität eine sehr begrenzte. Und als Praxis ist sie das Resultat eines kontrollierenden Prozesses. Das Ziel waren schließlich gefühls- und triebgedrosselte Menschen, die in der aufkommenden Industriegesellschaft mit Pflichtschulen und Dauerarbeit einigermaßen verlässlich funktionieren.

Standard: Die These, mit der Sie in den letzten Jahren sehr bekannt wurden, handelt aber von einer Triebentfesselung. Sie sagen, dass eine "neosexuelle" Revolution stattgefunden habe. Im Zuge dieser Revolution seien die meisten der früher für tabu oder pervers gehaltenen Formen von Sexualität und sexueller Identität gesellschaftsfähig geworden.

Sigusch: Ja, das stimmt und gilt zum Beispiel mehr oder weniger für die Jugend- und die Alterssexualität, für den Transvestitismus, den Sadomasochismus, verschiedene Formen des Fetischismus. Nur die Kindersexualität und die Pädosexualität sind weiterhin tabu. Dass die Gesellschaft in sexueller Hinsicht so liberal werden konnte, liegt ohne Frage an der ungeheuren Kommerzialisierung und Mediatisierung vordem privater und verborgener Lebensbereiche. Denken Sie nur daran, was heute im Fernsehen oder über das Internet zu sehen und zu kaufen ist. Jeder kann dort seine kleine Perversion oder sehr spezielle Vorliebe öffentlich ausstellen und ausleben, das geht vom Voyeurismus bis hin zur Sodomie.

Standard: Sie schreiben auch, die Entwicklung sei eine von "freier Unfreiheit zu unfreier Freiheit". Was genau meinen Sie damit?

Sigusch: Ich will damit sagen, dass die Verhältnisse paradox sind. Entlastet sind die Menschen, weil für den Gang der Gesellschaft immer belangloser ist, was sie tun und denken. Deshalb können sich sexuelle Orientierungen und Lebenswelten pluralisieren. Zugleich aber sind die Menschen belastet, weil alle überkommenen Lebensentwürfe und Kontinuitäten infrage gestellt werden. Die Liberalisierungen führen keineswegs automatisch zu einem sexuell erfüllten Leben. Nein, das sexuelle Elend in diesem Land ist nach wie vor gewaltig groß. Viele Menschen sind einsam, viele sind lustlos, viele fühlen sich nicht verstanden. 95 Prozent der Sexualkontakte spielen sich in Dauerbeziehungen ab. Die Singles, die 25 Prozent der Stichprobe stellen, müssen sich mit fünf Prozent des Sexualaufkommens begnügen.

Standard: Der Preis, den wir für die Liberalisierung zahlen, ist, dass Sex harmlos und banal wird, ein buntes Konsumgut eben. Glauben Sie wirklich, dass ein Verbot notwendig zur Lust gehört?

Sigusch: Ich denke, die alten Verbote haben das Sexuelle groß gemacht, beinahe unerreichbar. Das berichten übrigens immer wieder Menschen, die in Ländern gelebt haben, in denen sie als Sexualsubjekte verfolgt worden sind. Konnten sie doch ihre Sexualität leben, war das Erlebnis überwältigend. Das, was ich jederzeit machen kann, verliert seinen einzigartigen Reiz, weil ich es ja auch morgen oder übermorgen machen könnte.

Standard: Ist die Rede von der neosexuellen Revolution aber nicht doch zu glatt? Ihr Kollege Reimut Reiche sagt, die Menschen hätten im Grunde dieselben Ängste und Zwänge wie vor 50 Jahren.

Sigusch: Er sagt sogar: wie vor 100 und 200 Jahren. Das sehe ich anders. Reiche wendet noch die Freud'sche Sexualtheorie an, die jetzt mehr als 100 Jahre alt ist. Ich denke, wir brauchen eine neue Sexualtheorie. Vieles hat sich einschneidend verändert. Denken Sie nur daran, wie wirksam heute die Sphären Fortpflanzung und Sexualität getrennt sind, wie stark die Ehe durch andere Lebensformen zurückgedrängt worden ist, wie stark und bestimmend heute junge Frauen sind, wie sehr bei uns die Homosexualität anerkannt ist usw. Davon haben die Sexualreformerinnen und -reformer noch in den 1960er-Jahren geträumt. Für Freud dagegen war selbst der Mundverkehr pervers. Auch sind die Menschen heute sehr viel stärker auf sich selbst bezogen, nicht wie früher auf ihr Dorf und ihre Familie. Daher rede ich ja auch von "Selfsex" und "Selfgender". Love-Parades sind übrigens die perfekte Inszenierung des "Selfsex".

Standard: Sie sprechen auch davon, dass im Zuge der neosexuellen Revolution Männer und Frauen sich angleichen und dass die Heterosexualität sich homosexualisiert. Wie sehen Sie die Zukunft des Geschlechtsunterschieds? Können Sie sich vorstellen, dass die Geschlechter - wie Simone de Beauvoir es sich wünschte - "geschwisterlich" zusammenleben? Und welche Folgen hätte eine solche Angleichung für den Sex?

Sigusch: Dann wäre die Luft raus. Nein, der Reiz der Geschlechterverhältnisse liegt in den Differenzen, im Geschlechtsunterschied. Leider haben wir ja offiziell nur zwei Geschlechter. Tatsächlich sind es aber äußerlich mindestens zehn, innerlich aber so viele, wie es Menschen gibt, genauer gesagt: wie es Geschlechts- und Sexualsubjekte gibt. Kein Geschlechtswesen ist mit dem anderen identisch. Und Homosexualisierung der Heteromänner meint ja Zivilisierung, also die Gefühle der Partnerin ernst nehmen, im Bett mehr als ein Ziegenbock sein, die Unterhose wechseln und häufiger als einmal im Monat duschen.

Standard: Glauben Sie, dass der Prozess der "Neosexualisierung" auch wieder umzukehren wäre? Wäre eine neue Prüderie, ein "backlash" denkbar?

Sigusch: Ja, ich denke, bei einer anhaltenden und einschneidenden Wirtschaftskrise müssen wir nach wie vor mit dem Schlimmsten rechnen, vor allem wenn ein charismatischer Blender als Sanierer und Verfolger auftritt. Sektenmäßig gibt es Tendenzen in Richtung Prüderie und Abstinenz natürlich jetzt schon, beispielsweise in den USA.

Standard: Eine Ihrer starken Thesen ist, dass von der politischen Sprengkraft her heute "Gewalt" an die Stelle der "Sexualität" getreten ist. Warum glauben Sie das?

Sigusch: Heute ist allerlei erlaubt, es stellt sich aber oft nicht der ersehnte Kick ein, sondern eher Leere und Depression, weil nicht mehr zu übersehen ist, wie unlebbar die Vorlieben sind oder wie unfrei sie eigentlich machen.

Wenn das Sexuelle an Reiz verliert, suchen Menschen in einer Erlebnisgesellschaft einen anderen Thrill. Nach meiner Beobachtung gibt es zunehmend junge Männer, die sich am Wochenende zu Gewalttaten zusammenrotten, um aus sich und ihrem Leben voller Langeweile, Missachtung und Neid herauszutreten. Bei ihnen geht es nicht um Libido und Liebe, sondern um Destrudo und Hass.

Standard: Man hat manchmal den Eindruck, dass Sie zwei Siguschs in sich vereinen müssen. Der eine konstatiert trocken die neuen Sexualformen und redet vom Ende des sexuellen Zeitalters. Der andere scheint dennoch um alte Ideale zu trauern und an etwas Ursprünglicheres zu glauben.

Sigusch: Wenn Sie zwei Siguschs hören, dann habe ich ja der allgemeinen Paradoxie Genüge getan. Ja, ich kann mich nicht ganz freimachen von der alten Vorstellung, dass das Erotisch-Sexuelle aus der tagtäglichen Hölle des Kalkulierens und Vernichtens herausführen könnte - ins Paradies kindlichen Wohligseins, an den bewusstlosen Ursprung körperlich-seelischer Einheit.

Standard: Sie sprechen von Liebe als einem großen Fetisch. Man ist sich nie ganz sicher, wie Sie das eigentlich meinen. Der Fetisch ist doch immer eine Verblendung, und gleichzeitig scheint eine Wahrheit in ihm zu liegen. Glauben Sie an die Liebe?

Sigusch: Ja, ich glaube an die Liebe, weil einem in unserer Gesellschaft auch gar nichts anderes übrigbleibt. Die Liebe ist insofern ein einzigartiges, kostbares Gut, als sie weder produziert noch gekauft werden kann. Ja, ich sage sogar, sie ist für ein Leben wichtiger als Sex. Ihren Fetischcharakter - das heißt, ihre Art und Weise in unserer berechnenden Gesellschaft - kann sie aber nicht ganz abstreifen.

Standard: Für Sie ist Sexualwissenschaft notwendigerweise politisch. Ein großes Anliegen war immer, differente Sexualformen nicht vorschnell zu pathologisieren und der Gesellschaft, den "Normopathen", den Spiegel vorzuhalten. Wenn nun aber heute fast alles möglich ist, erübrigt sich dann nicht auch die kritische Sexualwissenschaft?

Sigusch: Nein, ganz und gar nicht. Die sexuelle Sphäre ist ja jetzt nicht für die nächsten Jahrhunderte erstarrt. Die Frage, wie Begehren und Leidenschaft umcodiert und wohin sie verschoben werden, stellt sich immer neu. Geschlechts-, Sexual- und Liebesleben vollziehen sich nicht nach einmal entdeckten Seelen- oder Naturgesetzen. Und wie schon gesagt: Das sexuelle Elend ist nach wie vor groß. Neue Süchte werden durch das Internet produziert. Neue Sexual- und Geschlechtsformen zeichnen sich ab. Kritische Sexualwissenschaft tut also weiterhin not. (Andrea Roedig/DER STANDARD, Printausgabe, 9./10. 4. 2011)

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Helmut Schiestl
10.04.2011 23:22
Verlogenheit

Also was ich auch ziemlich verlogen finde, wenn Frauen kurze Röcke tragen und dann indigniert sind, wenn Männer auf ihre Beine schauen. Ist mir heut zum Beispiel in einem Lokal aufgefallen. Die gute Dame hat dann gleich einen Pullover auf ihre ohnehin bestrumpften Oberschenkel gelegt. Nur weil ich nicht ihr Typ bin oder ihrem Schönheitsideal entspreche, muss ich mir dann gleich als Macho vorkommen? Ich sehe das als ein Spiel, bei dem einige einfach nicht mitspielen dürfen, nicht aber, weil sie vielleicht die Regeln nicht beherrschen würden. Weil soweit kommt es ja gar nicht, als dass sie das beweisen könnten. Mit einem Wort: verlogen.

Mynnia
 
18.04.2011 20:04

Wieso verlogen, sie hat dir doch klargemacht, dass du ned der Adressat des kurzen Rocks bist. Wie du dir dann vorkommst, ist deine Sache...

1VölligDurchgeknallteStimmeDerVernunft
12.04.2011 16:33
Eigener Erfahrug nach besteht ein wesentlicher Unterschied

ob man wohlwollend betrachtet wird, von mir aus auch verbal unterstützt; oder ob der betreffende Herr bei jedem Millimeter nackter Haut fast auf die eigene Zunge tritt und offensichtlich seines Speichel- oder Schweissflusses auch in völlig alltäglichen Situationen kaum mehr Herr ist. Nachdem Intelligenz sexy ist, ist ein dümmlicher Gesichtsausdruck beim Gaffen eher abträglich.

lou cyphre
11.04.2011 11:22
schon mal dran gedacht, dass frauen kurze röcke tragen, weil sie sich selbst so gefallen?

frauen ziehen sich nicht immer nur bestimmte sachen an, um männern zu gefallen... wie doof wär das denn? rollkragenpullis wären dann wohl nimmer verkaufbar *g*

relatio subsistens
12.04.2011 08:33

Danke, Zenzi! Dann etwas anders: Frauen lieben es, von Männern beachtet und anerkannt zu werden. Wenn die Anerkennung nicht da ist, werden sie oft politisch.

Nick Tameer
11.04.2011 20:53

Aber dann stellt sich mir die Frage, warum sie sich so gefallen und, wenn sie schon so narzistisch sind, warum sie sich nicht darauf beschränken, sich einfach vor dem Spiegel bewundern, wenn ihnen der Gedanke, gewisse Aufwallungen zu erregen, unangenehm ist. Mir scheint doch, als ob sie sich - Hand aufs Herz, meine Damen! - auch darin gefielen, das Gefallen anderer einschließlich - horribile dictu - solcher anderen Geschlechts hervorzurufen, dem sie nun allerdings nicht in allen Fällen mit gleicher Wertschätzung begegnen

Ich gebe allerding zu, dass der Gentleman eine Frau bzw. bestimmte Körperteile einer Frau nie allzu offenkundig anstarren soll. Das hat doch wenig Stil und da sollte man sich nicht wundern.

Helmut Schiestl
11.04.2011 12:44
Das glaub ich nicht

Das glaube ich eher nicht. Unbewusst schwingt da immer das Gefallenwollen beim anderen Geschlecht mit. Ist ja auch ein schönes Spiel. Nur sollten eben auch alle mitspielen dürfen.

relatio subsistens
11.04.2011 17:54

Aber zu einem Spiel gehören auch Verlierer. Sonst wäre es nicht lustig.

Helmut Schiestl
11.04.2011 20:08
Zynisch

Für die Verlierer ist es natürlich alles andere als lustig! Schon mal drüber nachgedacht?

ecologystin
12.04.2011 14:14

Verlierer gibt es auf beiden Seiten.

Manche Frauen zeigen ihre Beine bewusst her und bekommen trotzdem keine Aufmerksamkeit oder zumindest weniger als andere Frauen.

So ist das Spiel. Dieses funktioniert noch am besten, wenn kompatible Spielvorstellungen (bzw. kompatible Vorstellungen vom Gegenspieler) aufeinandertreffen.

Kann auch vorkommen, dass bestimmte Spieler nicht gewünscht sind, zb die, die NUR auf die Beine starren und später immer noch nichtmal wissen, welche Haarfarbe sie gehabt hat.

relatio subsistens
11.04.2011 21:00
That's life!

Es hat was mit Mutation und Selektion zu tun. Die Natur ist grausam. Sie mag keine Verlierer ...

Übrigens: Jeden mitspielen zu lassen, würde auch dem heiligen Selbstbestimmungsrecht der Frau widersprechen.

Ein anderer Ansatz wäre: Prostitution auf Staatskosten. Dann kann jeder mitspielen. Würde Ihnen das gefallen?

Helmut Schiestl
11.04.2011 22:16
Ja, warum nicht?

Wäre eine Möglichkeit, ja. Aber interessant ist ja auch, dass wir gerade heute, wo in Frankreich das Parlament ein Ganzkörperschleierverbot den dortigen Frauen auferlegt hat, das diskutieren, was für mich doch auch sehr stark nach Kulturimperialismus riecht. Das vor eben jenem Hintergrund eines reinen Biologismus, den Sie da vertreten. Sollen wir auf den wirklich stolz sein und ihn auch anderen aufzwingen? Nicht, das ich jetzt die Burka oder Ganzkörperverhüllung befürworten würde, aber haben wir dazu ein Recht, unsere - sag ich jetzt mal frei heraus - fragwürdige und vielleicht nicht weniger menschenverachtende Sexualmoral den Migranten aufzudrängen?

Mynnia
 
18.04.2011 20:07

Es gibt halt kein Recht auf Sex...akzeptiers...sorg dafür, dass du attraktiver bist oder brings hinter dich.
Prostitution bringt dir auch keine echte Zuneigung und ist wesentlich verlogener als eine hübsche Frau, die dich ehrlich abweist.
Vergiss den Stolz, dir wurde in Wahrheit gar nichts weggenommen.

Helmut Schiestl
19.04.2011 09:28
Recht gibt es keines

Sicher gibt es ein Recht auf Sex, zumindest keines, das einklagbar wäre. Aber ich denke dass jedem Menschen, egal wie er aussieht, ein Recht auf sexuelle Betätigung zugestanden werden sollte. Schon im Sinne seiner eigenen Gesundheit. Warum Prostitution immer verlogen sein soll, versteh ich eigentlich auch nicht. Vielleicht ist sie ehrlicher als all die vielen Anmachespielchen, viel Haut herzeigen usw. Wo man sich als Mann dann etwas Tolles einfallen lassen muss, um hier Erfolg zu haben, vielleicht auch seine Biographie schönen, lügen, betrügen, alles erlaubt.
Und dann der große Katzenjammer.

kindamund
26.04.2011 13:25

offensichtlich haben sie schlechte erfahrungen gemacht. woran das liegt kann und will ich nicht beurteilen. nur macht sich in meinem magen ein unangenehmes gefühl breit angesichts obiger diskussion: so von wegen, wenn frauen opfer sexueller übergriffe werden, dann sind sie selber schuld - alles schl*mpen ... das ist der größte mist den es gibt und nichts anderes als die rechrtfertigung für gewalt.
vielleicht liege ich da aber auch völlig daneben ... dann zur geschichte mit dem ROck das folgende:
ihrer logik nach ist jeder ferrari fahrer, rolex träger oder hausbesitzer gefährdet, denn warum zeigt er, dass er was hat, was ich nicht haben kann??!!

Helmut Schiestl
26.04.2011 23:35
Schlechte Erfahrungen

Da liegen Sie ganz daneben, oder vielleicht auch nicht, wenn Mensch sich einfach ausgegrenzt fühlt vielleicht wegen einer angeborenen Krankheit. Schon mal darüber nachgedacht, wie ungerecht unsere Gesellschaft solchen Menschen gegenüber ist. Sexuelle Freiheit und Freizügigkeit gibts nur für Menschen mit gutem Aussehen, egal ob Frau oder Mann. Und noch ein Wort zum Rolexträger: Vielleicht sollte er sie wirklich nicht tragen oder den Ferrari fahren, zumindest nicht in Gegenden, wo viele leben, die sich keine solche oder keinen solchen leisten können

1VölligDurchgeknallteStimmeDerVernunft
12.04.2011 16:21
Was hat jemandem ins Gesicht sehen zu können

und damit jemanden zu erkennen mit Sex oder Moral zu tun? Ich red lieber direkt mit Menschen als mit Gegensprechanlagen!

relatio subsistens
12.04.2011 08:34

Ich kann die Frauen verstehen.

Mari Huana
10.04.2011 16:11
Endlich eine Chance der Männer, Frauen mit kürzesten Röcken wegen sexueller Belästigung zu verklagen!

Heutzutage darf man angesichts eines etwas breiteren Gürtels als Rock ja gar nicht fragen, ob man seine Hose auch ausziehen muß.

Mynnia
 
18.04.2011 20:08

Kurze Röcke für Männer!

ecologystin
12.04.2011 14:18

Das ist eine der Tatsachen, wo Männer leider wirklich diskriminiert werden.

Werden Frauen geil, erhöht sich ihr Atem und vielleicht nässen sie ein wenig. Aber wird Mann geil, sieht man es Kilometerweit.

Helmut Schiestl
19.04.2011 09:17
Dafür riecht es unangenehm

Ja da sind wir Männer im Nachteil, allerdings riechen Frauen bei sexueller Erregung unangenehm, ein interessantes Phänomen, für das ich bis jetzt keine Erklärung gefunden habe. Das bitte jetzt nicht als frauenfeindlich sehen sondern einfach als Feststellung eines Phänomens. Vielleicht gibts hier auch eine Erklärung dafür.

Fritz Meyer
10.04.2011 08:12
Kommerzialisierung der Sexualität und neue Prüderie.

Nicht die sexuelle Freizügigkeit ist das Problem, sondern die systematische Vermarktung.

Denn im Gegenzug existiert bereits heute eine radikale Bewegung gegen jegliche Freizügigkeit - bürgerlich-religiöse Schichten (z.B. in den USA) und ideologisch bedingt (z.B. in der VR China).

Der Dreh- und Angelpunkt ist u.a. der Umgang mit der Pornographie. Die - bzw. der liberalere Umgang und generell weniger Zensur - galt in den 60er Jahren (neben der Antibabypille) als ein wichtiger Faktor.

Heute existiert eine politische Tendenz, Pornographie mit "Missbrauch" gleichzusetzen und zu stigmatisieren.

Und genau in die Schiene soll unsere Gesellschaft hinein. Denn wenn man solche Inhalte zensieren und verbieten kann, folgen bald auch andere.

ecologystin
10.04.2011 12:31
die radikale bewegung gabs schon immer. die werden sich aber lange

zeit dem tv oder den magazinen entzogen haben, weil es "böse schriften" sind.

warum wohl versteckte selbst der vatikan lange zeit erotische gemälde, skulpturen und andere artifakte in den katakomben?

weil diese schnell zerstört werden würden, sobald ein radikaler religiöser führer an genug macht käme. ein mensch kann ausreichen um tausende jahre an geschichte zu vernichten.

kann mir schwerlich einen bibelchristen in den 60ern vorstellen, der erstens das geld für ein fernsehgerät in die hand nimmt und zweitens es auch benutzt, geschweige denn regelmäßig ins kino geht.

wie soll dieser mit pornographie in kontakt kommen?
in seiner christlichen gemeinde.

gibt ja eigene dvdplayer für christen, die an "schlimmen" stellen schneiden/vorspulen.

Alfred Zopf
09.04.2011 15:56

Dass Perversionen aus der sexuellen Unterdrückung heraus entstehen und nicht durch die "Liberalisierung" sollte eigentlich ein Sexualwissenschaftler wissen. Da sind Freund und W. Reich noch Jahrhunderte voraus.

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