Fachhochschulen

Starke Nachfrage bei berufsbegleitenden Studien

8. April 2011, 15:42

Studieren und arbeiten liegt im Trend - Damit die Mehrfachbelastung bewältigt werden kann, gibt es an den Fachhochschulen vielfältige Unterstützungsmaßnahmen, an der Optimierung wird laufend gearbeitet an

Rund ein Drittel aller Studierenden an den österreichischen Fachhochschulen wählt ein berufsbegleitendes Studium, Tendenz steigend. Damit weder Beruf noch Studium und häufig auch Familie zu kurz kommen, braucht es ein gutes Zeitmanagement der Studierenden. Doch auch die Fachhochschulen tun vieles, um ein berufsbegleitendes Studium zu erleichtern. So wurden am Managementcenter Innsbruck (MCI) die Semesterzeiten verlängert - damit ein berufsbegleitendes Studium auch einem Vollzeitstudium entspricht. "Das Studium beginnt dort üblicherweise im September mit verkürzten Semesterferien im Februar und reicht bis in den Juli hinein", erklärt Andreas Altmann, Geschäftsführer des MCI. Wichtig sei auch ein völlig anderes Unterrichtskonzept: Studierende bringen ihre vielfältigen Erfahrungen in die Seminare ein und bearbeiten konkrete Problemstellungen aus der beruflichen Praxis unter Anleitung von Lehrenden, die hierfür die Grundlagen, Methodologie und Instrumente bereitstellen, im Übrigen aber eher als Coaches denn als traditionelle Professoren fungieren, so Altmann.

Hoher Stellenwert

"Als Hochschule der angewandten Wissenschaften ist es uns ein großes Anliegen, dass wir auch Personen, die bereits im Berufsleben stehen, ein hochwertiges und auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Studienangebot bieten", erklärt Karl Pfeiffer, Rektor der FH Joanneum.

So haben berufsbegleitende Studiengänge an der FH Joanneum einerseits einen E-Learning-Anteil von 40 bis 60 Prozent, anderseits sind die Präsenztage an Abend- und Wochenendterminen geblockt. "Zudem kommen wir Studienanfängerinnen und -anfängern mit Mentoring und Auffrischungskursen entgegen. Maßnahmen wie diese sollen dazu ermutigen, die Herausforderung eines berufsbegleitenden Studiums anzunehmen und die Chancen für die persönliche und berufliche Weiterentwicklung zu nutzen", ergänzt Pfeiffer.

Fast 40 Prozent der Bachelor-Studiengänge und knapp 70 Prozent der Masterstudiengänge sind am FH Technikum Wien berufsbegleitend organisiert. "Aber auch berufsbegleitendes Studieren ist im Wandel begriffen. Viele arbeiten projektbezogen, auf selbstständiger Basis oder haben Teilzeitjobs. Diese neuen Modelle der Berufstätigkeit stellen auch uns vor neue Aufgaben", sagt Fritz Schmöllebeck, Rektor der FH Technikum.

Dass berufsbegleitend Studierende in unterschiedlicher Weise berufstätig sind, heiße, dass sie auch unterschiedliche Fähigkeiten aus ihrem Arbeitsumfeld mitbringen. Das sei bei der Weiterentwicklung der Studienangebote zu berücksichtigen, und es werde immer wichtiger werden, die neuen Modelle der Berufstätigkeit in all ihrer Vielfalt optimal ins Studium zu integrieren, so Schmöllebeck.

"Die Fachhochschulen müssen dem heutigen Zeitmanagement junger Menschen verstärkt durch flexible, mehr oder weniger modularisierte Angebote in Vollzeitform und vermehrt auch berufsbegleitend Rechnung tragen", sagt Rudi Feurstein, Rektor der FH Vorarlberg. Die Trennung zwischen Arbeiten und Lernen werde durch "lebensbegleitendes Lernen" immer mehr verschwinden. Die FH Vorarlberg entspricht mit ihren Zeitmodellen diesen Anforderungen. Von den 14 angebotenen Studiengängen in den Bereichen Wirtschaft, Technik, Gestaltung und Soziales können an der FH Vorarlberg sieben berufsbegleitend studiert werden. Damit sichern wir den Mitarbeitern der regionalen Wirtschaft Weiterbildungsmöglichkeiten neben ihrer Erwerbstätigkeit, so Feurstein.

Viele Betriebe und Mitarbeiter, die die Basis für einen Karriereschritt legen wollen, nutzen die kostengünstige und exakt planbare Form der Weiterbildung durch berufsbegleitende Studien, sagt Wolfgang Richter, Geschäftsführer der FH Kufstein. Die Vorteile liegen auf der Hand. "Die Studienzeiten sind genau festgelegt, die Kosten mit Studiengebühren von 363 Euro pro Semester sehr niedrig", ergänzt Richter. Die FH Kufstein bietet vier Bachelor- und fünf Master-Studiengänge berufsbegleitend an. Das Angebot wird ergänzt um internationale MBA-Programme und ein ebenfalls kostenpflichtiges Doktoratsprogramm in Kooperation mit der Universität Riga.

Beruflich up to date bleiben

Ein berufsbegleitendes Studium sei eine gute Möglichkeit um auch beruflich up to date zu bleiben, sagt Gerald Reisinger, Geschäftsführer der FH Oberösterreich. Mittlerweile sind 21 Studiengänge in den Bereichen Informatik, Gesundheit und Soziales, Management sowie Technik und Umwelt so organisiert, dass Studium und Job vereinbar sind. "Das berufsbegleitende Studienangebot ist auch für unsere Kooperationspartner in der Wirtschaft und Industrie wichtig. Mitarbeiter erhalten eine akademische Aus- und Weiterbildung neben dem Job und bearbeiten während des Studiums aktuelle Projekte aus dem Unternehmen. So gibt es auch gleich parallel zum Studium einen unmittelbaren Wissenstransfer und Benefit für den Arbeitgeber", ergänzt Reisinger. Daher wurde in den vergangenen Jahren das Angebot stark ausgebaut. Ein Trend, der sicherlich auch in den nächsten Jahren anhalten wird, so Reisinger.

"Durch den hohen Anteil berufstätiger Studierender ist permanent die Aktualität der Inhalte gefordert", sagt Annette Zimmer, Geschäftsführerin der FH Campus 02. Entscheidend für den Erfolg sei die Qualität in der Vermittlung der Lehrinhalte. Die FH Campus 02 lege besonderen Wert auf erwachsenengerechte Didaktik und biete allen Lektoren ein Weiterbildungsprogramm dazu an. Mit zielgruppengerechter Vermittlung der Studieninhalte kann die Präsenzzeit an der FH intensiver genutzt und der Lernerfolg der Studierenden gesteigert werden, heißt es vonseiten der FH.

"Eine besondere Herausforderung beim berufsbegleitenden Studieren ist die Frage der Internationalisierung", sagt Helmut Holzinger, Geschäftsführer der FH des bfi Wien. "Die Studierende können durch die Berufstätigkeit und auch durch familiäre Bindungen kein Semester im Ausland verbringen. Daher sind Maßnahmen der 'Internationalisation at home' wichtig", ergänzt Holzinger. Ein Beispiel dafür ist das von der Europäischen Kommission bewilligte Jean-Monnet-Lehrmodul für berufsbegleitend Studierende. Ab Herbst 2012 soll es an der FH einen viersemestrigen berufsbegleitenden Masterstudiengang in englischer Sprache zum Thema Strategic Human Resource Management in Europe geben. Das Joint-Degree-Programm wird gemeinsam mit Hochschulen aus Belgien, Slowenien und Deutschland entwickelt.

Auch Silvia Kucera, Rektorin der Lauder Business School, sieht im Bereich der Mobilität für berufsbegleitend Studierende Herausforderungen. "Derzeit werden berufsbegleitende Masterstudien stärker nachgefragt als Bachelorstudien. Daher wird auch dieses Angebot weiter ausgebaut", so Kucera. An der FH Wiener Neustadt werden berufsbegleitende Masterstudien ebenfalls stärker nachgefragt, "da viele Studierende nach dem Praktikum im letzten Semester ihres Bachelorstudiums voll ins Berufsleben einsteigen können und möchten" sagt Susanne Scharnhorst, neue Geschäftsführerin der FH Wiener Neustadt. Um die Mehrfachbelastung auch managen zu können, benötigt man Unterstützung seitens des Umfelds, gute Organisation sowie viel Verständnis vonseiten der Familie. Um im Voraus gut planen zu können, sind an der FH Wiener Neustadt schon vor Beginn des Semesters Präsenzzeiten und Prüfungstermine fest.

Um noch gezielter den Bedürfnissen erwerbstätiger Studierender gerecht zu werden, wurde an der FH Campus Wien das Projekt "Erfolgsfaktor Curriculum" gemeinsam mit sechs europäischen Hochschulen durchgeführt. "So zeigte sich unter anderem, dass ein Modell des phasenweise gemeinsamen Unterrichtens von Vollzeit und berufsbegleitend Studierenden die Vernetzung erhöht und unterschiedliche Zugänge zum Studium ermöglicht", erklärt Geschäftsführer Wilhelm Behensky.

Persönlicher Nutzen

"Wer sein Studium neben dem Job macht, beweist ein hohes Maß an Belastbarkeit, Engagement und Zielstrebigkeit. Eigenschaften, die Arbeitgeber schätzen", sagt Raimund Ribitsch, Geschäftsführer der FH Salzburg. Im Voraus alle Gesichtspunkte genau zu prüfen und mit den Beteiligten abzusprechen, lautet der Rat von Doris Walter, der zweiten Geschäftsführerin der FH Salzburg. Denn der zeitliche Aufwand und die Arbeitsbelastung seien enorm. Hier sind Freunde und Verwandte gefordert, die bereit sind, auf freie Wochenenden und gemeinsame Urlaube zu verzichten.

Der Nutzen für die persönliche Weiterentwicklung und berufliche Fortbildung hebt auch Siegfried Spanz, Geschäftsführer der FH Kärnten, hervor. "Als eine der größten Bildungseinrichtungen des Landes Kärnten übernimmt die Fachhochschule Kärnten hier die wichtige Verantwortung, die Themen Weiterbildung und lebenslanges Lernen verstärkt in die berufstätige Bevölkerung zu tragen", sagt er.

Aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Österreich - mit einer verpflichtenden Workload von 30 ECTS je Semester - stelle es für berufstätige Studierende eine besonders große Herausforderung dar, zusätzlich zur Arbeit und zum Studium auch noch Zeit für die Mitwirkung an Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten oder für Auslandsstudienaufenthalte aufzubringen, sagt Gabriela Fernandes, Geschäftsführerin der FH St. Pölten. "An der FH St. Pölten werden daher berufsbegleitende Studienplätze nur in jenen Studiengängen angeboten, in denen bei der Organisation des Studiums auf die spezifischen Umstände und Anforderungen der jeweiligen Zielgruppen ausreichend eingegangen werden kann", ergänzt der zweite Geschäftsführer der FH St. Pölten, Gernot Kohl.

Bei den FH-Wien-Studiengängen der WKW werden mittlerweile alle Masterstudiengänge und ein Großteil der Bachelorstudien berufsbegleitend angeboten. "53 Prozent unserer Studierenden absolvieren ihr Studium bereits neben dem Beruf", erklärt Michael Heritsch, Geschäftsführer der FH Wien. Dass der Alltag von berufstätigen Studierenden anstrengend und stressig sein kann, weiß Heritsch aus eigener Erfahrung. "Daher ist es besonders wichtig, dass die Hochschule effiziente Maßnahmen setzt, um die Studierenden so gut wie möglich zu unterstützen. Auf Basis von Untersuchungen, Umfragen und deren Evaluierungen wissen wir über die Bedürfnisse unserer Bewerber Bescheid und optimieren unser Angebot laufend", fügt er an.

Auch an der IMC FH Krems sei die Nachfrage nach berufsbegleitenden Studienangeboten hoch, auch Unternehmen setzen dabei auf akademische Personalweiterbildung. "Denn Stillstand der Mitarbeiter kommt einem Wettbewerbsnachteil für das Unternehmen gleich", sagt Heinz Boyer, Geschäftsführer der IMC. Und obwohl ein berufsbegleitendes Studium Disziplin, Zielorientierung, perfektes Zeitmanagement und durchaus auch Verzicht während des Studiums voraussetze, zeigten die Erfahrungen der Absolventen, dass ein berufsbegleitendes Studium oft Schlüssel zu einem Karrieresprung sei, ergänzt er.

An der FH Burgenland werden bereits 13 der insgesamt 15 Studiengänge auch berufsbegleitend angeboten. "Unsere Studierenden schätzen Berufsrelevanz, qualitätsvolle Lehre und die auf Berufstätige abgestimmte Studienorganisation. Dies motiviert mich als Geschäftsführerin, Pläne wie beispielsweise den weiteren Ausbau der InfoLounge voranzutreiben", sagt Ingrid Schwab-Matkovits von der FH Burgenland.

Nachholbedarf

Einen starken Nachholbedarf an fachspezifischer Vertiefung auf Hochschulniveau ortet Walter Draxl, Geschäftsführer der FH Gesundheit Tirol, bei den Gesundheitsberufen. "Unser Bestreben ist es, diesen Personen attraktive, berufsbegleitende Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten auf Master-Niveau anzubieten", sagt Draxl. Damit ein berufsbegleitendes Studium ermöglicht werde, arbeiten Vertretern der jeweiligen Berufsgruppen an der Konzeption mit. Im Bereich berufsbegleitende Studien ergänzen ab September 2011 der Master-Studiengang "Management for Health Professionals" und der Master-Lehrgang "Hochschuldidaktik für Gesundheitsberufe" das Studienangebot der FH Gesundheitsberufe OÖ, sagt Bettina Schneebauer, Geschäftsführerin der FH Gesundheitsberufe OÖ. "Wichtig ist das Interesse am Studium und die Motivation der Studierenden, denn Lernen bleibt ein individueller Prozess", betont sie.

Die Theresianische Militärakademie führe derzeit keinen Studiengang im FH-Bereich berufsbegleitend, habe aber damit sehr positive Erfahrung bei den Lehrgängen universitären Charakters gemacht, sagt Franz Edelmann, Leiter des Referats Militärpädagogik im Verteidigungsministerium. "Die Verbindung von Beruf, Forschung und Lehre hat für den Fachhochschulbereich einen hohen Stellenwert. Dies kann durch das Konzept der berufsbegleitenden Strukturierung optimal umgesetzt werden. Daher ist zu erwarten, dass berufsbegleitende Studienangebote auch bei Regelstudien der Militärakademie in den Blickpunkt rücken werden", ergänzt er. (Gudrun Ostermann, DER STANDARD, Printausgabe, 9.4.2011)

Kommentar posten
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niobe681
12
27.11.2011, 19:27
Vollzeit und BB-Studieren geht sehr wohl

Ich arbeite 40 Stunden pro Woche und mache gerade meinen Master. Und es geht sehr wohl.
Es stimmt dass ich kaum mehr Freizeit habe, weil die Wochenenden und die Abende mit Lernen draufgehen. Aber dass habe ich ja gewusst. Ich finde auch nicht dass es FH Studenten zu leicht gemacht wird. Es wird ziemlich viel von uns verlangt. Und ich wäre auch in meinem Bakk. Studium nie auf die Idee gekommen mich durch zu schummeln.

RS69
 
00
27.11.2011, 19:48

Nicht jeder Vollzeitjob ist nur 40h, und voll regelmässig einteilbar.

Wenn man den Job gemütlicher gestaltet - was ja Sinn macht - lässt sich's natürlich machen.

Vorvorgestern
00
27.10.2011, 17:18

Ich habe an einer FH studiert, (2 Jahre Vollzeit und 2 Jahre berufsgbegleitend) Mit 23 Jahren abgeschlossen als Mag. (FH), stolz bin ich aber nicht (mehr) darauf.

Einige meiner Kollegen in der Vollzeit, also die jüngeren, waren untalentierte Ignoranten, die sich als Weltmeister im Schummeln entpuppten. An einem Plausch über die vermittelten Lehrstoffe in der Pause oder Freizeit war nicht zu denken. Viele kapierten auch garnichts. Sie interessierten sich auch nicht sonderlich für das, was sie studierten. Es war wie im Gymnasium, was mich völlig überraschte.

Die Kollegen im berufsbegleitenden Studium waren da schon etwas fleißiger, wenn auch da einige Unwissende durchkamen.

Die FH schließen zu viele ab, der Wert des Titels sinkt dadurch.

dreamcatcher
00
19.10.2011, 10:39
Unterschiedliche Qualität

gibt es sowohl im Bereich der Universitäten als auch im Bereich der Fachhochschulen. Ich habe beides hinter mir und wage daher einen kleinen analytischen Kommentar.
Vergleicht man etwa den Studiengang Theater- Film und Medienwissenschaften mit dem Studium der Medizin, so fragt man sich, wie beides mit gleichem akedemischen Niveau abschließen kann.
Ähnliches gilt für Fachhochschulen. Hier ist die Scharlatanerie nahe an professioneller, eben FACHspezifischer Ausbildung. Im Vorfeld zu einem Urteil über die Qualität zu kommen, grenzt an Unmöglichkeit - man ist auf Empfehlungen und Erfahrungsberichte angewiesen.
Der Titel - FH oder UNI - sagt also schlussendlich wenig bis gar nichts aus.

newworld2511
12
29.4.2011, 11:56
Ich bin schon auf die Antwort und auf seinen Lebenslauf gespannt, also Herr Comedian wir warten! ;)

the comedian
 
51
29.4.2011, 15:23
noch so ein erbärmlicher schulabsolvent

per verser
02
10.5.2011, 16:28

also, ich finds gut, wenn die ganzen leute an die fhs gehn - die haben eben andere interessen als forschung. sie blockieren dann nicht unnötig die uni und geben vermutlich recht gute facharbeiter ab. die lohnpolitik kann uns auch wurscht sein, das müssen sie sich dann mit der industrie ausmachen, der herzlich egal ist, ob die sich akademiker nennen oder nicht, denn hier diktiert der boss den lohn. jedenfalls nehmen die fh-ler niemandem eine stelle weg, der ernstlich an forschung und akademischer bildung interessiert ist.

weekend friend
00
11.5.2011, 17:12

Für Sie dürfte es ganz hervorragend passen, dass jährlich tausende Psychologiestudenten in die Forschung und akademische Bildung drängen...

per verser
00
12.5.2011, 08:19

psychologie an der uni hat zugangsbeschränkungen. außerdem wandern die leute vermehr an privatunis ab - in wien können sie an der sfu psychologie studieren. das fach wird außerdem in den nächsten jahren sehr an attraktivität verlieren, due studienzahlen werden sinken - außer natürlich, es wollen viele deutsche bei uns psychologie studieren.

Ja zu Elite !
05
29.4.2011, 11:42
Der Name ist Programm ! ;-)

Zufällig studiere ich auch an einer FH, im 6. Semester, bin also noch nicht mal fertig. Und obwohl ich und meine Kollegen noch nicht mal fertig sind, empfangen uns die Unternehmen mit offenen Armen, geben uns Verantwortung und bieten uns gutbezahlte, herausfordernde Jobs an.
Also entweder alle Führungskräfte sind blöd, oder sie honorieren die Fähigkeiten, die wir an der FH gelernt haben.

Ich tendiere eher zu zweiterem.

Was sagt der Comedian dazu?

Erzähl mal ein bisschen was über dich, mein lieber. Wie alt bist du? Was machst du? Wie viel verdienst du? ;-)

the comedian
 
103
29.4.2011, 15:23
nein zur selbsternannten fh-"elithä"

das sollen kriterien für akademische bildung sein?
abgesehen davon, dass die von ihnen geschilderte rosige verwendungsfähigkeit sich aller voraussicht nach als ammenmärchen entpuppen wird, glauben sie wirklich dadurch als akademiker zu glänzen?
ein schulabsolvent sind sie; und ein erbärmlicher wicht noch dazu!
und zu argumenta ad personam: mein lebensweg, mein verdienst geht sie null an; vom alter ganz zu schweigen.
employability über alles; dafür stehen fhs. und genau deswegen sind sie mcdonaldsakademien.
wenn fhs so toll wären, warum bezahlt die liebe wirtschaft nicht für derartige unbildung?
alles öffentliche gelder (nicht ganz: ~95%) die dort sinnlos verbraten werden. kein öffentliches geld mehr für diesen fh-mist!

metze.b
01
25.10.2011, 15:55

Es muss entsetzlich weh tun...

el magnifico
01
14.9.2011, 08:22
jaja

deshalb kann man an einer universität auch 15 jahre lang im 1. abschnitt studieren und an einer fh fliegst du raus. im gegensatz zu universitäten existiert an fh´s eine mindeststudiendauer.
und was die wirtschaft angeht: ich kenne keine fh, die nicht zusätzlich von unternehmen gesponsert wird.

Ja zu Elite !
02
29.4.2011, 21:10
ohh jetzt muss ich aber augilulu ;-) da hat wohl jemand

Nein, im ernst:

Jetzt wird mir klar, warum Ihre Beiträge, falls man diese überhaupt als solche betrachten kann, so lächerlich sind:
Sie haben ja noch nicht mal etwas von Groß- und Kleinschreibung gehört, von sachlicher Argumentation, geschweige denn von grundlegenden Umgangsformen gehört.

Mein Beileid.

Wirklich eine Schande, welche Äußerungen hier zum besten gegeben werden.

In diesem Sinne, viel Erfolg in Ihrem nächsten, mit Sicherheit kommenden Lebensabschnitt: der geschlossenen Anstalt.

Ich bewerte die im Posting vertretene Meinung
01
21.7.2011, 10:52
Naja

auch wenn seine Ausdrucksweise nicht, wie soll ich sagen, sehr gewählt ist, trifft sie doch des Pudels Kern. Eine FH Ausbildung mit einer Universitären zu vergleichen ist auch in meinen Augen nicht zulässig. Vergleichen sie mal das Studium für Bauwirtschaft an einer TU mit dem der FH. Mich wundert´s nicht das die TU´ler grantig sind, wenn sich die FH´ler auch Dipl.Ing. nenne. just my 2 cents :-)

RS69
 
10
21.7.2011, 12:29

Die erste Frage bei MBAs ist: Welche Uni, welcher MBA? (Eben weil es da so grosse Unterschiede gibt.)

Das wird bei anderen Studien inzwischen auch immer mehr üblich.

el magnifico
00
14.9.2011, 08:20
mba

sind keine "akademischen" lehrgänge sondern postgradual. da ist ein unterschied.

RS69
 
00
14.9.2011, 19:38

Darum geht's ja nicht: Ich frag auch oft, wo die Leute studiert haben - weil's eben einen grossen Unterschied macht.

Oliven Brot
12
22.4.2011, 18:57
Auch wenn es

viele aus dem universitärem Bereich nicht wahrhaben wollen, aber die Zeit in der ein paar interessierte Studenten lange mit ihrem Professor in Ruhe diskutieren und philosophieren ist schon lange vorbei.

Das ist alleine schon ob der Masse an heute vorhandenem Wissen nicht mehr möglich.

Das berufsbegleitende Studieren trägt der Problematik a bissal Rechnung für jene, die dafür keine Zeit bzw. kein Geld haben.

Ich sehe da auch kein Problem:
wer berufsbegleitend eine FH macht, tut das mit Sicherheit (bzw. in den allermeisen Fällen) nur um beruflich voranzukommen und nicht als begnadeter Forscher einen Nobelpreis abzustauben. Insofern ist ein jeder Absolvent einer solchen FH theoretisch ja keine Konkurrenz für die göttlichen Uni-Absolvente

RS69
 
00
22.6.2011, 03:10

"aber die Zeit in der ein paar interessierte Studenten lange mit ihrem Professor in Ruhe diskutieren und philosophieren ist schon lange vorbei."

Ganz im Gegenteil - das ist wichig wi eh und je.
Aber das passiert eben nicht in den Basisvorlesungen, sondern in Spezialvorlesungen an den Instituten - und natürlich nur mit Studenten, die auch Interesse zeigen.

the comedian
 
31
23.4.2011, 08:13
ich sehs ja auch ein

dass sie nicht einsehen wollen, wie nachteilig die entscheidung zum fasthauptschulbesuch für sie war und ist.
aber behalten sie ihr selbsthypnotisches gewäsch doch für sich......

<"robots"= no index, no follow/>
00
23.4.2011, 14:22
glashaus / steine ?

wenn sie nicht besachwaltet werden sollten,...

Oliven Brot
12
23.4.2011, 14:03

Ich würde wirklich nur gerne wissen, was du für ein Kasperl im realen Leben bist. Viel kann ob der hirnreichen Beiträge nicht dahinter sein. :-)

hollerstude
13
16.4.2011, 18:55
Diskussionskultur

Ich finde es sehr schade dass unsere vermeintliche akademische Elite auf diesem Niveau eine Debatte führt. Scheinbar haben einige Personen in diesem Forum kräftigen Nachholbedarf hinsichtlich ihrer Diskussionskultur.

Liegt wohl daran dass in unserer Gesellschaft Skills wie Persönlichkeitsentwicklung, Umgang mit Andersdenkenden und soziale Kompetenz nicht gerade großgeschrieben werden.

Zum Thema: in der Wirtschaft wird sich der bessere durchsetzen, egal ob Uni- oder FH-Absolvent. Der Arbeitsmarkt hat scheinbar die Kapazität für beide Richtungen, sonst wären die Arbeitslosenquoten unter Akademikern nicht gen null.

the comedian
 
51
16.4.2011, 23:25
ja genau

der arbeitsmarkt, das allwissende orakel, wirds schon richten.
und wenn ers nicht tut dann heuln ma halt ein bissl rum, von wegen diskussionskultur.
fh-warmduscher.....

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