Salzburg will Austria nicht enteilen lassen

8. April 2011, 15:26
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Aufgegeben wird nur ein Brief - Der LASK will aus ausichtsloser Position auch auswärts punkten

Salzburg  - Titelverteidiger Salzburg steht in der 28. Runde der Fußball-Bundesliga am Samstag (16.00 Uhr) im "Rückspiel" gegen den LASK mit dem Rücken zur Wand. Gibt die unter einem neuen Trainerteam agierende Elf gegen Schlusslicht auch vor eigenem Publikum Punkte ab, drohen die Konkurrenten im Titelrennen gefährlich weit zu enteilen. Bei einer Niederlage könnte der Rückstand auf die Spitze bis zu acht Punkte betragen. Und seit dem mageren 1:1 in Linz am vergangenen Sonntag scheint selbst ein Erfolg des LASK - es wäre der erste seit 11. März 2000 in Salzburg (2:1) - nicht mehr völlig undenkbar.

Thomas Mandl hatte sich jedenfalls schon nach dem 1:1 zu Spekulationen hinreißen lassen. "Vielleicht holen wir in einer Woche gegen Salzburg die Punkte zurück", sagte der Goalie der Linzer, denen acht Punkte auf den Nichtabstiegsplatz fehlen. Bei den Salzburgern, die seit drei Spielen sieglos (3 Remis) sind, sieht es Kücken Martin Hinteregger so: "Wir haben in dieser Saison schon viel Scheiße gebaut. Vor allem am Sonntag gegen den LASK. Und diese Scheiße müssen wir wieder ausbaden."

Die Meinung gegeigt

Es gab also ein reinigendes Gewitter innerhalb der Mannschaft. "Wir haben uns die Meinung gegeigt. Kritik untereinander gehört einfach dazu", sagt Hinteregger. Huub Stevens, mittlerweile Ex-Coach,  hätte von der Mannschaft "nicht 100 Prozent, sondern mehr gefordert".

Verzichten muss Salzburg weiter auf die verletzten Schwegler, Douglas und Schiemer. Mendes und Offenbacher fehlen gesperrt.

Dass er nicht mehr zu seiner Truppe durchdringe, davon Stevens vor seiner Entlassung nichts wissen. "Ich habe schon den Eindruck, dass mir die Spieler zuhören. Aber Zuhören und Umsetzen ist ein Unterschied", erklärte der 57-Jährige.

LASK-Coach Walter Schachner versprühte trotz der scheinbar aussichtslosen Lage Optimismus.  "Wir müssen an uns glauben und mit Vertrauen ins Spiel gehen", sagte der Steirer, dem es gelungen ist, die Defensive der Linzer wieder auf Vordermann zu bringen. "Schön langsam trainieren wir auch andere Dinge, aber der Schwerpunkt ist weiterhin das System. Unsere Stabilität ist auch darauf zurückzuführen, dass die Abwehr schon bei den Stürmern beginnt. Meine Philosophie ist es, dass man auch mit sogenannten Stars die Laufwege trainieren muss."

Die finanzielle Situation des Vereins, der Anfang der Woche nach der Pfändung von Eintrittsgeldern in die Schlagzeilen geraten war, interessiere ihn nicht. "Ich habe das gegenüber den Spielern angesprochen und ihnen gesagt, dass wir darauf keinen Einfluss haben. Ich konnte von Präsident Reichl ausrichten, dass alles in Ordnung ist", betonte Schachner. (APA)

FC Red Bull Salzburg - LASK Linz (Samstag, 16.00, Red Bull-Arena, SR Eisner). Bisherige Saisonergebnisse: 0:0 (h), 2:1 (a), 1:1 (a)

Salzburg: Gustafsson - Bodnar, Sekegya, Afolabi, Hinteregger - Leitgeb - Zarate/Jantscher, Cziommer, Alan, Svento - Wallner Ersatz: Tremmel - Dudic, Ulmer, Savic, Hierländer, Boghossian Es fehlen: Mendes, Offenbacher (beide gesperrt), Schwegler, Douglas, Schiemer (alle verletzt) 

LASK: Mandl - Hart/Bubenik, Lukas, Aufhauser, Schellander - Kaufmann, Duro, Majabvi, Bukva - Kragl, Tenesor Ersatz: Pervan - Lopez, Trauner, Ruano, Schreiner, Atan, Zickler Fraglich: Hart (geschwollene Zehe) Es fehlen: Piermayr (gesperrt), E. Sulimani (Schambeinentzündung), Metz (Leistenprobleme)

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    Rene Aufhauser: Das Ross in der Schlacht gegen den Abstieg beim LASK.

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