Fernost-Leitbörsen schließen fester

8. April 2011, 12:53
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Neuerliches Japan-Beben belastet Märkte nicht nachhaltig - Analystenkommentare sorgen für Impulse

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag fester geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio verbesserte sich deutlich um 177,15 Zähler oder 1,85 Prozent auf 9.768,08 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 114,27 Zähler (plus 0,47 Prozent) auf 24.396,07 Einheiten.

Zulegen konnten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.187,31 Zählern und einem Plus von 15,66 Punkten oder 0,49 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 31,0 Zähler oder 0,62 Prozent auf 5.036,5 Einheiten. Die chinesische Börse in Shanghai ging ebenfalls mit einem positiven Vorzeichen aus dem Handel. Der Shanghai Composite legte um 0,74 Prozent oder 22,11 Zähler auf 3.030,02 Punkte zu.

Die Folgen des neuerlichen Erdbebens seien vergleichsweise glimpflich ausgefallen, hieß es am Markt zur Erklärung für die freundliche Tendenz. Das Ausbleiben weiterer Hiobsbotschaften vom havarierten Kernkraftwerk oder eines weiteren Tsunamis habe zudem viele Marktteilnehmer zur Eindeckung ihrer Leerverkäufe veranlasst, kommentierten Börsianer.

In Tokio konnten die Papiere des Fukushima-Betreibers Tokyo Electric Power (Tepco) an der Spitze des Leitindex ein kräftiges Kursplus von 23,53 Prozent auf 420 Yen einstreifen. Die Experten von Mizuho Securities hatten ihr Kursziel für die Papiere zwar auf 900 Yen gesenkt, räumen damit aber noch immer Spielraum für eine Verdopplung der zuletzt stark eingebrochenen Papiere ein. Die Einstufung "Outperform" wurde indes unverändert beibehalten. Darüber hinaus gab Tepco gegenüber Journalisten bekannt, dass nach dem Erdbeben vom Vortag keine auffälligen Strahlenwerte bei den Reaktoren Nr. 3 und 4 gefunden worden seien.

In Hongkong sorgten Analystenkommentare vereinzelt für Bewegung. China Unicom konnten sich bis zum Handelsschluss um 6,50 Prozent auf 14,42 Hongkong Dollar verteuern, nachdem die Wertpapieranalysten von UBS ihr Kursziel für die Papiere des Mobilfunkbetreibers deutlich nach oben revidiert hatten. HSBC verteuerten sich nach einem Kommentar von Goldman Sachs ebenfalls, und zwar um 1,01 Prozent auf 85,15 Hongkong Dollar. Die Experten hatten ihre Kaufempfehlung "buy" für die Finanztitel bekräftigt.

Von Übernahmegerüchten profitierten indes China Gas, welche die Sitzung mit einem kräftigen Kursplus von 5,65 Prozent auf 3,74 Hongkong Dollar beendeten. Einem Bericht zufolge erwägt PetroChina, eine Übernahmeofferte für das Unternehmen abzugeben. PetroChina ließ indes verlautbaren, dass es keine unmittelbaren Pläne zum Kauf eines Gasunternehmens gebe. Die Papiere von PetroChina ermäßigten sich vor diesem Hintergrund um 1,15 Prozent auf 12,00 Hongkong Dollar.

In der Verlustzone rangierten auch Emeco in Sydney, die nach einem Analystenkommentar um 4,88 Prozent auf 1,17 australische Dollar abstürzten. Die Analysten der Credit Suisse hatten das Anlagevotum auf "neutral" zurückgenommen. Iluka Resources schlossen indes im grünen Bereich und rückten um 3,13 Prozent auf 13,50 australische Dollar vor. Die Finanzexperten von Macquarie Research hatten ihre Einstufung für die Rohstofftitel von "underperform" auf "neutral" nach oben revidiert.

Auch Woodside Petroleum konnten die Sitzung mit einem positiven Vorzeichen beenden und rückten 0,66 Prozent auf 47,26 australische Dollar vor. Die Rohölpreise hatten zuletzt weiter angezogen und damit an ihren jüngsten Aufwärtstrend angeschlossen. (APA)

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