Kopf hält Lorenz für "rücktrittsreif"

8. April 2011, 12:35
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Nach neuerlichen Attacken gegen Privatsender - "Unqualifizierte Äußerungen" - Kopf sieht ORF-Unterhaltungsprogramm mit "katastrophalem Niveau" und Wrabetz in der Pflicht

 ÖVP-Mediensprecher und -Klubobmann Karlheinz Kopf hält ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz nach dessen neuerlichen Attacken gegen das TV-Programm der Privatsender für "hochgradig rücktrittsreif". Lorenz habe einmal mehr "völlig unqualifizierte und indiskutable Äußerungen" von sich gegeben, die dem Ansehen des ORF schaden würden, so Kopf am Freitag in einer Aussendung. "Angesichts des katastrophalen Niveaus des ORF-Unterhaltungsprogramms, für das Lorenz die Verantwortung trägt", sei der Programmdirektor als Letzter dazu berufen, die Qualität anderer Sender beurteilen zu dürfen.

Zugleich stellte der VP-Mediensprecher die Führungsfähigkeit von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz in Frage. Dieser trage schließlich die Letztverantwortung für seine Direktoren und Lorenz sei seine "Erfindung" gewesen. Der ORF-Programmdirektor hatte in einem Interview den Privatsendern vorgeworfen, dass dort Menschen "einer johlenden Meute vorgeführt" und "zum Teil auch vernichtet werden". Die Privaten würden ihre Opfer ausweiden und in Fallen locken, zu sehen sei "Arenafernsehen, in dem Menschen mit faschistoiden Methoden als Opfer vorgeführt werden". Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) forderte deshalb am Freitag eine Entschuldigung. (APA)

Zitiert
ORF-Direktor Lorenz ist "der Meinung, dass der Mensch zivilisiert werden muss"
- Privatsender hingegen "weiden ihn aus": ORF-Programmdirektor im Österreich-Teil der "Zeit" - Private fordern Distanzierung des ORF von Lorenz

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