Pauli gegen Bremen in leerem Haus

8. April 2011, 12:28
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DFB bestraft Hamburger nach Bierbecher-Affäre

Frankfurt - Der DFB hat den FC St. Pauli nach dem abgebrochenen Spiel gegen Schalke 04 mit mit einer Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit sanktioniert. Das kommende Heimspiel gegen Werder Bremen am 23. April muss vor leeren Rängen stattfinden. Das Duell mit Schalke war in der 89. Minute beim Stand von 0:2 abgebrochen worden, weil ein Schiedsrichter-Assistent von einem gefüllten Bierbecher getroffen worden war. Das Spiel wurde mit 0:2 gewertet.

"Die Verursachung eines Spielabbruchs stellt einen schweren Eingriff in das Spielgeschehen und den Wettbewerb dar und kann nur mit einer konsequenten Sanktion geahndet werden. Die Sanktion soll auch künftigen Rechtsverletzungen vorbeugen", erklärte der DFB-Sportgerichtsvorsitzende Hans E. Lorenz zur Begründung, fügte aber auch an: "Dem Sportgericht sind die Initiativen des FC St. Pauli bei der Förderung einer besonderen Fankultur bekannt. Diese werden durch das Urteil nicht in Frage gestellt."

Die Hamburger haben nun bis zum Montag kommender Woche Zeit, eine mündliche Verhandlung zu beantragen. Falls dies unterbleibt, wird das Urteil am Montag rechtskräftig. "Die Strafe können und wollen wir in dem Umfang nicht tatenlos akzeptieren. Wir werden versuchen, ein Geisterspiel am Millerntor vermeidet", erklärte Pauli-Präsident Stefan Orth. Sportchef Helmut Schulte ergänzte: "Wir stimmen dem Strafmaß nicht zu. Wir hoffen auf Verständnis für unseren Standpunkt, denn kein Verein kann das Geschehene zu 100 Prozent verhindern." (red)

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