Europas Börsen schließen mehrheitlich fester

8. April 2011, 18:53
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Deutsche Börse mit plus 2,87 Prozent stärkster Wert im Euro-Stoxx-50

Wien - Die europäischen Leitbörsen haben am Freitag mehrheitlich fester geschlossen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 20,97 Einheiten oder 0,71 Prozent auf 2.984,66 Zähler.

Die Folgen des neuerlichen Japan-Bebens seien vergleichsweise glimpflich ausgefallen, erklärten Händler die vorwiegend positive Tendenz. Angesichts einer schwächelnden Wall Street mussten die Aktienmärkte einen Teil ihrer Kursgewinne im Verlauf des Nachmittages allerdings wieder abgeben.

Unter den Einzeltiteln konnten sich Deutsche Börse mit einem Kursplus von 2,87 Prozent auf 54,45 Euro an der Spitze des Euro-Stoxx-50 aus dem Handel gehen. Händler verwiesen auf einen Medienbericht, wonach die Gremien der NYSE Euronext demnächst über das Übernahmeangebot von Nasdaq OMX diskutieren werden. Die Deutsche Börse denke ihrerseits nicht über eine Nachbesserung ihrer Offerte nach, hieß es aus Finanzkreisen.

Als Schlusslicht fungierten im Euro-Stoxx-50 indes Intesa Sanpaolo, die sich um 1,14 Prozent auf 2,26 Euro verbilligten. Einem Bericht der römischen Tageszeitung "La Repubblica" zufolge plant die Großbank gemeinsam mit dem Milchkonzern Granarolo eine Allianz italienischer Unternehmen für die Übernahme des Parmalat-Konzerns.

Ebenfalls am unteren Ende des Index fanden sich BMW, die mit einem Minus von 1,00 Prozent auf 58,54 Euro aus dem Handel gingen. Der deutsche Autobauer hatte am heutigen Freitag die Umsatzzahlen für März veröffentlicht. Demnach wurden 165.842 Fahrzeuge abgesetzt, das ist ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Auch Commerzbank beendeten die Sitzung am Freitag in der Verlustzone, nachdem sich die Finanztitel im Frühhandel noch mit moderaten Kursgewinnen gezeigt hatten. Die "Financial Times Deutschland" hatte von Leerverkäufen in Milliardenhöhe berichtet, mittels derer Spekulanten auf einen baldigen Kursverfall setzten. Commerzbank gingen vor diesem Hintergrund mit einem Minus von 3,17 Prozent auf 5,25 Euro aus dem Handel und fungierten damit als Schlusslicht im deutschen Leitindex DAX.

Die Pharmatitel Novartis drehten im Laufe des Tages ebenfalls ins Minus und verloren bis zum Handelsschluss 0,78 Prozent auf 50,75 Schweizer Franken. Nachdem die Aktionäre des US-Augenheilmittelspezialisten Alcon am Vortag der Fusion mit Novartis zugestimmt hatten, gaben am heutigen Freitag auch die Novartis-Aktionäre ihre Zustimmung.

In der Verlustzone schlossen auch TNT, die ihre Kursverluste auf ein Minus von 12,61 Prozent auf 16,00 Euro ausweiteten. Der niederländische Post- und Logistikkonzern hatte angesichts eines unsicheren Geschäftsumfeldes einen deutlichen Rückgang des operativen Gewinns hinnehmen müssen. Zudem wurden weitere Details zur geplanten Aufspaltung von TNT in ein eigenständiges Brief- und Expressgeschäft bekannt gegeben. Die Erstnotiz für das Expressgeschäft ist demnach für den 26. Mai anberaumt.  (APA)

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