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Facebook legt Server-Infrastruktur offen

8. April 2011, 11:00
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    foto: facebook

Auch Aufbau des Datenzentrums und Stromversorgung detailliert - Open-Compute-Projekt gestartet

Während große Webservice-Anbieter heutzutage vielfach auf Open-Source-Software setzten - und durchaus auch mal eigene Entwicklungen in diesem Bereich betreiben - gehören Informationen über die Server-Infrastruktur gemeinhin zu den gut gehüteten Geheimnissen des Business. Diesem Umstand will man bei Facebook nun ein Ende machen, und legt den Aufbau des eigenen Rechenzentrums - sowie der einzelnen Rechner - offen, dies berichtet GigaOM.

Details

Demnach entsprechen die Komponenten zwar in vielen Punkten dem von großen Hardwarekäufern zu erwartenden, Facebook hat aber in einigen Punkten eigene Innovationen vorgenommen. So sind etwa größere Lüfter verbaut, dafür weniger davon, womit der Stromverbrauch spürbar gesenkt wird. Eine weitere Stromsparmaßnahme ist, dass die Lautsprecher am Motherboard durch LEDs ersetzt sind, die im Fall eines Problems Alarm schlagen.

Strom

Der gesamte Aufbau ist natürlich darauf ausgerichtet, Ausfälle weitest gehend zu verhindern. Entsprechend akzeptieren die Server sowohl Wechsel- als auch Gleichstrom - um im Fall des Falles per Notstrom betrieben werden zu können. Facebook nutzt zwei unterschiedliche Motherboard-Typen, eines davon mit Intel-Server-CPUs der Xeon 5500 oder 5600-Serie ausgestattet. Das zweite Motherboard-Design setzt hingegen auf die AMD Magny Cours-Prozessoren mit 8 und 12 Kernen.

Rechenzentrum

Die von Facebook bereitgestellten Informationen beziehen sich aber keineswegs nur auf die Ausstattung der Server, auch den größeren Aufbau des Rechenzentrums dokumentiert man. Dabei zeigt sich, dass man einen Fokus darauf gelegt hat, die Infrastruktur nicht nur möglichst kostengünstig sondern auch so stromsparend wie möglich zu gestalten. Das konkrete Design erlaubt Facebook entsprechend ganz auf die Kühlung des Raums durch große Ventilatoren zu verzichten. Die durch die Server erzeugte Abwärme wird im Winter übrigens dazu genutzt, die darüber liegenden Büros zu heizen.

Open Compute

Facebook hat sowohl Spezifikationen als auch CAD-Files des Aufbaus vom Server Motherboard bis zur gesamten Stromversorgung des Rechenzentrums im Rahmen des Open-Compute-Projekts veröffentlicht. Der Softwarehersteller hofft dadurch einerseits selbst Tipps für weitere Verbesserungen zu erhalten, aber auch anderen bei effizienteren Designs ihre Server-Infrastruktur zu helfen. (red, derStandard.at, 08.04.11)

Der WebStandard auf Facebook

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Posting 1 bis 25 von 30
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Xardas
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grumbleduke
 
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"hofft dadurch einerseits selbst Tipps für weitere Verbesserungen zu erhalten"

Mein erster Tipp zur Verbesserung:
Kickt mal den PHP-CachedPHP-Krempel in die Tonne und schreibt's ein solides Frontend - vielleicht sogar mit eine ordentlichen SSL-Einbindung.

Andreas S.
51

was ist den an
https://www.facebook.com/
nicht ordenlich genug?

grumbleduke
 
03
Einloggen ist aber nicht alles

und Facebook ist nicht in der Lage, HTTPS als Protokoll für alle Apps aufrechtzuerhalten und korrekte Funktion zu gewährleisten.

Das steht aber kreuz und quer im Internet zu lesen.
http://www.heise.de/newsticke... 84610.html

Andreas S.
00

ok, ich verwende https bei fb seit zwei monaten und mir ist das im link beschriebe ruecksetzen auf http bei keiner fb-app passiert, bin aber auch kein intensiv fb-user.

Gelernter Österreicher
00
Netter Seitenhieb

auf DF zur aktuellen Debatte über Googles "Offenheit".
http://daringfireball.net/linked/20... ta-centers

PedaW
10

Ich find da aber google mit seinen containers irgendwie cooler und einfallsreicher....

babigabe
 
12

"Eine weitere Stromsparmaßnahme ist, dass die Lautsprecher am Motherboard durch LEDs ersetzt sind, die im Fall eines Problems Alarm schlagen."

Immer noch 1. April oder was?

Slarti Bartfass
 
00

Bitte nicht soooo kleinlich sein. Bei Daueralarm kann so eine LED schon ein paar Milliwatt sparen. (Bin zu faul das jetzt nachzurechnen).

Jonny aus dem Holzdübel
 
00

Und wer soll auf ein blinkendes LED reagieren. Hat da wer in der Brotdose bei den Scherzeln geschlafen.

wilcox
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im grunde genommen niemand, weil ja keiner in den bunkerraeumlichkeiten anwesend ist.
in der praxis sieht das so aus: ein srv schickt einen trap aus, oder es wird ein event einesmgmt-tool generiert, der im operationcenter aufschlaegt.

entweder behebt man das dann remote oder jemand muss halt hingehen und da ist es wesentlich besser viele LED blinken, als wenn das irgendwas quietscht das man kaum zuordnen kann.
man darf auch die lautstaerke eines rechenzentrum nicht unterschaetzen, die ganzen hobeln koennen ganz schoenen laerm machen wenn da zig maschinen nebeneinander stehen.

Friedrich Rotbart
08

Ein blinkendes led ist wesentlich leichter einem bestimmtem Server zuzuordnen und wahrzunehmen als ein Lautsprecher in einem Rack voll mit Server, wo man vielleicht hört, dass es piepst, man aber nicht weiß welcher der 20 Server piepst.

(°)(°)
00
"...dass die Lautsprecher am Motherboard durch LEDs ersetzt ..."

"...am Motherboard..."

Glaubst da rennt wer herum, öffnet jedes rack, zieht jede Dose raus und schaut ob das Ding blinkt?

Werner Weichert, Wegelagerer
00
Quatsch

Die meisten Server haben vorne die Anzeige, ob und wo was kaputt ist. Innen gibt es dann weitere LEDs, die die defekte Komponente nochmals anzeigen.

Aber das ist alles Nebensache: Fehlermeldungen werden ohnehin immer über das zentrale System Management verschickt. Da rennt keiner dauernd durch die Gänge zwischen den Serverracks und sucht nach dem Fehler...das war vor 20 Jahren vielleicht noch so...

Hamad Leomic
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Denk ich mir auch jedesmal

und immer wieder mal passiert es, dass trotz der zig Systemwerte welche ständig geprüft werden ein Hundling (äh Fallstrick) dabei ist, den man nicht gesehen hat!

/dev/urandom
00
Murphy's Law

"Im Monitoring ist nur das eingetragen, was nie ausfällt"

Nicht Sicher
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"Eine weitere Stromsparmaßnahme ist, dass die Lautsprecher am Motherboard durch LEDs ersetzt sind, die im Fall eines Problems Alarm schlagen"

also die einsparung würde mich interessieren, macht das echt was aus?

vieel cooler wäre wenn die die fb engine open source machen würden so wie bei wikipedia und wikimedia.

guxifluxi
00

bin nicht ganz sicher, was Sie mit "facebook engine" meinen, prinzipiell läuft das ganze aber als riesige (wahrscheinlich die grösste) memchached installation weltweit und memcached ist open source...

http://memcached.org/

ein paar infos zu den facebook spezifischen memcached anpassungen gibts hier:

http://www.facebook.com/note.php?... 9391378919

Nicht Sicher
00

memcached: "distributed memory object caching system", also in meinen augen sowas wie eine datenbank. die engine wäre die ganze plattform. also mediawiki kannst du runterladen, installieren und dein eigenes wikipedia betreiben. mit den inhalten die du für richtig/wichtig hälst. viele homepages basieren auf einer wikiengine und man merkt es kaum. ich hätte eben gerne mein eignes kleines facebook installiert.

guxifluxi
00
13.4.2011, 10:45

alles klar, dann wäre vielleicht das etwas für Sie:

https://joindiaspora.com/
https://github.com/diaspora/... g-Diaspora

Nicht Sicher
00
17.4.2011, 09:24

danke, ich werde mir das mal installieren und ansehen!

r41|\|3r
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ich kann mir nicht vorstellen das es jetzt wirklich eine strom spart, aber auf alle fälle ist der server leichter zu finden als wenn du zwischen den racks stehst 100e lüfter dröhnen und irgend eine von den kisten piept weil irgendwas eingegangen ist. aber die ganze idee ist jetzt nicht neu, ich hab auch schon ein paar server seit einigen jahren die nur mehr leds statt lautsprecher haben - das einzige was noch mit lautsprecher arbeitet sind redundante netzteile, da haben aber auch schon viele zusätzlich noch eine led dabei die den status anzeigt bzw. können ans gehäuse oder mainboard angeschlossen werden

Werner Weichert, Wegelagerer
00

Das mit den Lautsprechern ist eine Ente. Weder falsch abgeschrieben noch falsch übersetzt. Frei erfunden.

Werner Weichert, Wegelagerer
00

Das mit den Lautsprechern ist eine Ente. Weder falsch abgeschrieben noch falsch übersetzt. Frei erfunden.

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