US-General hält Sturz Gaddafis durch Rebellen für "unwahrscheinlich"

8. April 2011, 07:48
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Carter Ham, Chef des Afrikakommandos sieht mögliche Pattsituation

Washington - Der Chef des US-Afrikakommandos, General Carter Ham, hält den Sturz des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi durch die Rebellen in der Hauptstadt Tripolis für wenig wahrscheinlich. Auf die Frage in einer Anhörung des US-Senats am Donnerstag in Washington, ob damit zu rechnen sei, dass die Aufständischen sich nach Tripolis durchkämpften, um Oberst Gaddafi zu Fall zu bringen, antwortete Ham, er halte die Wahrscheinlichkeit dafür für "niedrig". Vom republikanischen Senator John McCain befragt, ob es sich in Libyen um eine Pattsituation oder eine beginnende Pattsituation handle, sagte Ham, dem würde er derzeit zustimmen.

Die von der westlichen Militärkoalition am 19. März gestarteten Luftangriffe hätten die Schlagkraft der Gaddafi-Einheiten gegen Zivilisten erheblich beeinträchtigt, sagte Ham. Das gelte allerdings nicht für die von den Rebellen kontrollierte und von Gaddafis Einheiten belagerte Küstenstadt Misrata (Misurata) im Westen des Landes.

Die US-Armee hatte vor einigen Tagen 50, an der westlichen Militärintervention gegen Libyen beteiligte Kampfflugzeuge abgezogen. Ham sagte jetzt, hochgerüstete Maschinen vom Typ AC-130 stünden dem NATO-Kommando bei Bedarf jetzt und Flugzeuge vom A-10 Thunderbolt später zur Verfügung. Letztere gelten als besonders geeignet für die Zerstörung von Panzern. (APA)

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    General Ham blickt auf die Uhr.

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