Fünf Tote bei Gefechten

7. April 2011, 21:49
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Israelische Luft- und Panzerangriffe im Gazastreifen

Tel Aviv - Israel hat auf einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen am Donnerstag mit der bisher schärfsten militärischen Vergeltung seit dem Gaza-Krieg reagiert und mindestens fünf Palästinenser getötet. 32 weitere wurden teils schwer verletzt, wie Sanitäter weiter mitteilten. Indes erklärte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu zu Beginn seines zweitägigen Prag-Besuchs dass ein neu entwickeltes Raketenabwehrsystem erstmals zwei Geschosse abgefangen habe.

Stein des Anstoßes war eine aus dem Küstenstreifen abgefeuerte Panzerabwehrrakete, die einen Schulbus im Süden Israels getroffen hatte. Ein 13-jähriger Bub wurde lebensgefährlich verletzt. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Fernsehbilder zeigten einen gelben Bus mit zerborstenen Fensterscheiben und einem schwer beschädigten Heck.

Später schlugen nach Angaben eines israelischen Polizeisprechers noch weitere 45 Geschoße, Mörsergranaten und Raketen, in Südisrael ein, ohne dass es Verletzte gab. Das seit Ende März installierte Raketenabwehrsystem "Iron Dome" (Eisenkuppel) fing dabei laut Netanyahu und Verteidigungsminister Ehud Barak bei Aschkelon offenbar erstmals Geschosse ab.

Als Vergeltung auf die Angriffe flogen israelische Truppen Luftangriffe, Panzer eröffneten das Feuer über die Grenze. Unter den Opfern war nach palästinensischen Angaben ein 50-jähriger Zivilist, der vor seinem Haus tödlich getroffen wurde. Bei den anderen Getöteten handelt es sich demnach um zwei junge Männer und einen Polizisten der radikalislamischen Hamas.

Die Angriffe erfolgten nach einer Periode der relativen Ruhe. Zuvor waren im März die grenzüberschreitenden Angriffe eskaliert, mindestens 16 Palästinenser kamen ums Leben.

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel drängte Netanjahu nach einem Treffen mit Politiker zu raschen Fortschritten in den Verhandlungen mit den Palästinensern. (AFP, sda/DER STANDARD, Printausgabe, 8.4.2011)

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    Ein Schulbus in Israel wurde durch Raketen zerstört, darauf folgten prompt Vergeltungsmaßnahmen, die mindestens vier Tote zur Folge hatten.

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