Drei Vereine für eine Volksgruppe

7. April 2011, 17:28
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Komplizierte Vertretung bei den Kärntner Slowenen

Klagenfurt - Wenn über die Belange der Kärntner Slowenen gesprochen werden soll, müssen drei Gesprächspartner eingeplant werden. Offizielle Vertreter der Minderheit sind: der Rat der Kärntner Slowenen (NSKS), der Zentralverband slowenischer Organisationen Kärntens (ZSO) sowie die Gemeinschaft der Kärntner Slowenen und Sloweninnen (SKS).

Der Rat wurde 1949 als Sammelbecken der christlichen Bevölkerungsmehrheit unter den Kärntner Slowenen gegründet und fühlt sich daher auch dem "christlichen Weltbild" verbunden. Mehr als 5000 Adressen finden sich in der Kartei des von Valentin Inzko geleiteten Vereines.

Beim Zentralverband, gegründet 1955, kann man keine genauen Mitgliederzahlen nennen, da man Dachverband vieler Teilorganisationen sei. Weltanschaulich fühlt sich der ZSO (Obmann: Marjan Sturm) als "linksliberale ausgerichtete Organisation".

2003 ist die Gemeinschaft der Kärntner Slowenen neu hinzugekommen. Er entstand nach einem internen Zerwürfnis im NSKS. Chef der rund 1300 Mitglieder ist Bernard Sadovnik. (APA, pm, DER STANDARD; Printausgabe, 8.4.2011))

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