Der Undogmatische

7. April 2011, 17:28
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Erik Truffaz, ein Jazzer ohne Schranken im Kopf, präsentiert am Freitag im Salzburger Jazzit sein neues Album "In Between"

Salzburg - Die Musikalität hat Erik Truffaz von seinem Vater mitbekommen, der ein Tanzorchester leitete. Dort debütierte der Sohnemann schon als Dreikäsehoch, danach studierte er am Genfer Konservatorium. Weil Truffaz Trompete spielt und Jazz mit anderen Stilen erweitert, wird er gern mit Miles Davis verglichen.

Das mag bezüglich ihrer Intentionen stimmen, weniger wegen der Spielweise. Der französisch-schweizerische Trompeter erinnert in seiner Phrasierung eher an Fred Wesley. Ende der 1990er gelang ihm mit dem Blue-Note-Album The Dawn der internationale Durchbruch, indem er angesagte Clubsounds wie Drum and Bass oder HipHop auf traditionellen Instrumenten spielte.

Für seine Fusionen wechselt er immer wieder die musikalischen Partner. Besonders gelungen ist das Paris Project mit Drummer Philippe Garcia und der Human Beatbox Sly Johnson. Oder seine Arbeiten mit dem mexikanischen Experimentalelektroniker Murcof und dem Tabla-Trommler Talvin Singh. Zuletzt hat Truffaz Pop und französische Chansons in seinen Klangkosmos integriert, jetzt stellt er das neue Album In Between vor - mit den langjährigen Kompagnons Marcello Giuliani (Bass) und Marc Erbetta (Schlagzeug) sowie den Neuzugängen Benoit Corboz an den Keyboards und Anna Aaron als Sängerin/Pianistin. (Gerhard Dorfi / DER STANDARD, Printausgabe, 8.4.2011)

8. 8., Salzburg, Jazzit, 0662/88 32 64. 20.30

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    Der Schweizer Jazzer Erik Truffaz kommt für einen einzigen Österreichauftritt ins Jazzit Salzburg.

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