Anstieg bei Forschungs-Ausgaben trotz "Krisenjahr"

7. April 2011, 15:00
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Heimische Unternehmen gaben drei Prozent mehr für Forschung und Entwicklung aus als 2007

Wien - Im Jahr 2009 haben sich die Ausgaben der heimischen Unternehmen für Forschung und Entwicklung (F&E)  trotz der schlechten wirtschaftlichen Situation erhöht: Um drei Prozent sind die Forschungsaufwendungen von 2007 (4,38 Mrd. Euro) auf 4,51 Mrd. gestiegen. Der etwa dreiprozentige Anstieg ist zwar wesentlich geringer als in den vorangegangen Jahren, aber "der auf Grund der Rezession befürchtete Rückgang" sei zumindest nicht eingetreten, wie die Statistik Austria nach den vorläufigen Ergebnissen ihrer F&E-Erhebung am Donnerstag in einer Aussendung schreibt.

Der größte Anteil interner F&E-Ausgaben, nämlich 3,35 Mrd. Euro, kommt aus Betrieben des Wirtschaftssektors "Herstellung von Waren", gefolgt von Unternehmen des Dienstleistungssektors, die 1,11 Mrd. Euro investiert haben. Laut Statistik Austria fließt mehr als die Hälfte (56 Prozent) der gesamten F&E-Ausgaben in das Personal. 38 Prozent entfallen auf laufende Sachausgaben, acht Prozent machen Investitionsaufwendungen aus.

Staatliche Beteiligung bei neun Prozent

Nahezu unverändert präsentiert sich die Struktur, die hinter der F&E-Finanzierung steht. Der Unternehmenssektor selbst bringt etwa 70 Prozent der F&E-Investitionen auf, ausländische Betriebe stellen mit 900 Mio. Euro beinahe 20 Prozent. Der Staat beteiligt sich mit knapp neun Prozent. Als wichtigste Finanzierungsquellen gelten die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) mit rund 120 Mio. Euro und die Forschungsprämie mit 240 Mio. Euro.

Negativ herausgehoben wird der Frauenanteil am Personal im Forschungs- und Entwicklungsbereich. So ist von 2007 bis 2009 zwar eine zweiprozentige Erhöhung des eingesetzten Personals zu erkennen, der Frauenanteil ist mit 15 Prozent aber "nach wie vor gering" und stagniere bereits seit Jahren, heißt es in der Aussendung.

Die F&E-Erhebung umfasst nur den firmeneigenen und damit den gewichtigsten Teilbereich des Unternehmenssektors. Der kooperative Bereich, also Forschung, die Unternehmen extern beauftragen oder zukaufen, sind nicht enthalten. (red/APA)

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