Neues Museum will Begeisterung für Forschung wecken

7. April 2011, 14:41
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"UniGraz@Museum" auf 550 Quadratmetern mit Schwerpunkt Physik, Geschichte der Uni und Sondersammlungen

Graz - Die Universität Graz hat nach dem "Haus der Wissenschaft" und dem "Hans Gross Kriminalmuseum" sein drittes Museum eröffnet: Das "UniGraz@Museum" informiert generell über die mehr als 425-jährige Geschichte der Uni und will Begeisterung für die Forschung wecken. Das Museum ist im Keller des Hauptgebäudes auf rund 550 Quadratmetern untergebracht. Im Mittelpunkt steht die physikalische Sammlung aus dem 19. und 20. Jhdt.

"Wir wollen das Verständnis für Forschung und die Vernetzung wissenschaftlicher Arbeit fördern", erklärte der Archäologe und Leiter der Universitätsmuseen, Peter Scherrer, anlässlich der Eröffnung des "UniGraz@Museum" am Donnerstag. So sollen in mehrmonatig angelegten Sonderausstellungen aktuelle Themen der Forschung vorgestellt werden. In diesem Jahr sind es Präsentationen zu "Holz in antiken Gräbern", zur "Rechtsprechung im 18. Jahrhundert" (ab Juni) sowie "2.500 Jahre Schlacht bei Marathon" (im Oktober). Zum anderen sollen die vielen Sammlungen an der Universität in Sonderausstellungen präsentiert werden. Der Bogen spannt sich dabei von den Pflanzenwissenschaften über das experimentalpsychologische Labor bis hin zur Archäologie, hieß es.

Interaktive Geschichte der Physik

In der Hauptausstellung wird die Geschichte der Physik interaktiv erlebbar: Den Besuchern werden historische Geräte präsentiert, mit denen u.a. schon Nobelpreisträger wie Erwin Schrödinger und Viktor F. Hess gearbeitet haben. Weiters kann man selbst physikalische Experimente - etwa mit der knapp 30 Meter langen Wellenmaschine - durchführen. Gestaltet wurde die Forschungserlebniswelt von Peter Hans Felzmann, der u.a. auch schon das Museum des Stift Admont designt hat.

Die allgemeine Geschichte der Universität, die 1585 gegründet und seit 1895 auf dem gegenwärtigen Campus angesiedelt ist, wird über ein 3,5 mal 2,5 Meter großes "digitales Buch" erfahrbar, in dem die Besucher "blättern" können. Das Museum ist vorerst montags von 10.00 bis 16.00 Uhr sowie mittwochs und freitags von 10.00 bis 13.00 Uhr geöffnet - bis zum 30. Juni bei freiem Eintritt. Die Finanzierung des Projektes erfolgte mit Unterstützung der Landes Steiermark und der Stadt Graz. So setzt die Universität u.a. die seit dem Jahr 2009 refundierte Grundsteuer in der Höhe von insgesamt 200.000 Euro für diesen Zweck ein. (APA)

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