Ex-Lobbyistin der Musikindustrie soll EU-Urheberrecht formen

7. April 2011, 14:30

Die ehemalige IFPI-Mitarbeiterin soll Leiterin des Urheberrechtsreferats werden

Die EU Kommission ist aufgrund personeller Entscheidungen nun in Erklärungsnot geraten. Denn als Referatsleiterin der Urheberrechtsabteilung in der Generaldirektion Binnenmarkt soll eine ehemalige Lobbyistin der Musikindustrie eingesetzt werden. 

Skepsis

Von der niederländischen Liberalen Mariejete Schaake und Christian Engström, von der schwedischen Piratenpartei, wurde diesbezüglich eine offizielle Anfrage an die EU Kommission gestellt.

ACTA und Co

Marian Martin-Prat, eine spanische Rechtsanwältin, soll angeblich Tilman Lüder in der Position als Referatsleiterin nachfolgen. Dort würde die Anwältin unter anderem über Urheberrechtsthemen wie die Überarbeitung der EU-Richtlinie zur Durchsetzung der Rechte geistigen Eigentums, kurz IPRED, übernehmen. Auch die Verhandlungen rund um das umstrittene Anti-Pirateri-Abkommen ACTA fielen in Martin-Prats Zuständigkeitsbereich. 

Laufbahn

Bis Anfang der 2000er-Jahre war die spanische Juristin in der EU Kommission vertreten um anschließend in die Rechtsabteilung des internationalen Verbands der Musikindustrie (IFPI) zu wechseln. Ab dem Jahr 2004 kümmerte sie sich um die Lobbyarbeiten des Verbandes um später in die EU Kommission zurückzukehren. (red)

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John Malkovich
00
24.4.2011, 16:58
neue Transparenz

gleich die alte IFPI Mitarbeiterin an die Spitze der EU zu stellen... das ist zwar aufgrund des damit einhergehenden Interessenkonflikts sehr sonderbar bis ziemlich korrupt aber zugleich auch transparent. Da weiß die File-Sharing Community wenigstens gleich wo der 'Feind' zu finden ist.

Wennso Weitergeht...
00
...It's FRIDAY FRIDAY FRIDAY

Und wieviel muss man Ihnen zahlen damit Sie den Song kaufen?

marksu
01
auf dem mond und in der tiefsee ist noch ein platzerl für sie frei

Hamad Leomic
00
Tiefsee fällt aus

sonst holt sie der Branson wieder rauf!

hmmm8x
01
und wer

hat daran verdient, dass die jetzt da sitzt?

ich will, dass _künstler_Innen_ und ihre _kunden_ von zukünftigen urheberrechtsreformen profitieren. die verwertungsindustrie mit ihrer lobbyistenarmee soll mmn sterben gehen!

hitower
00
WEG MIT DER EU KOMMISSION

Wieso übergeben wir nicht gleich alles an die entsprechenden Firmen, würde einiges an Geld sparen.
Urheberrecht wird von der Musikindustrie übernommen.
Wenns um Softwarepatente geht fragen wir Oracle/Apple/Microsoft und Co.
Beim Import von gentechnisch veränderten Lebensmitteln oder verstrahlten Lebensmitteln fragen wir einfach die Lebensmittelindustrie.

Sind wir uns mal ehrlich, wer solls denn besser wissen als die? Immerhin beschäftigen sie sich ja auch tagtäglich damit.

imir
01

Dann wird wohl der KHG in nächster Zukunft Ethikbeauftragter der Kleptokraten-Kommission.

aculus populus
 
02
Die EU will eindeutig...

Kosten einsparen, somit entfällt der Mittelsmann und die Lobby zahlt direkt in die Kassa ein.

märchenonkel
012
Na ja, da fallen wenigstens die Schmiergelder für Politiker weg, wenn die Lobbyisten die Politik machen. Auf alle Fälle eine absolute Bankrotterklärung der Demokratie.

schniggschnagg
 
03
Wozu die Aufregung?

Weiß doch eh jeder, daß Lobbyisten keineswegs die Interessen von (Groß)konzernen durchsetzen wollen... sondern für das Volk arbeiten!

Mr.URNs
02

klassischer fall von "bock zum gärtner"

im übrigen halte ich lobbyisten generell für kriminelle.

Herr Schnellsch
03

Mit dem Jahr 2011 läutet die EU eine neue Ära ein:
Verar**ung 2.0 für jeden EU Bürger - kostenlos, ohne Haken und ohne Mindestvertragsdauer

Poidl_Grausam
015

vielleicht könnte die EU-Komission mal jemanden einsetzen der der Musikindustrie, die sich seit mehr als zwanzig Jahren nicht mehr für Musik interessiert, klarmacht das sie sich einfach schleichen soll. Und die AKM, die GEMA und all die anderen verstaubten, unflexiblen i-tüpftelreiter könnens gleich mitnehmen.

Tatsache ist das die nicht jetzt zu wenig verdienen sondern viel zu lange viel zu viel verdient haben.

Ich bin übrigens Berufsmusiker, ich bin nicht reich, aber ich verdien mehr als die meisten Leute mit einer "richtigen" Arbeit, und ich arbeite weniger (Stunden).

dryeti
02
Diese Mafia macht mich wütend.

Cafe Corretto
11
Interessant ist, dass man nichteinmal die Partei,

welcher die Dame angehört erwähnt. Es ist sowieso scheißegal von welcher Partei sie ist, weil die EU in Brüssel ist ohnehin eine Einheitspartei. Es reicht! Austritt!

Krutzi
13
Diese EU ist ein Sauhaufen, ...

... der keinen Vergleich mit größenwahnsinnigen Regierungen in Afrika scheuen muß. So viel kann ich gar nicht essen, was ich das kotzen möchte.

/dev/stderr
00
HA!

Niemand & Keiner
015

Das nenne ich: "die Zigge zur Gärtnerin machen!".
Deutlicher kann man den Vorsatz, den Normalbürger mit hilfe von Vasallen, für dumm zu verkaufen und mit selbstgenerierten Gesetzen zu entmündigen und abzuzocken, nicht demonstrieren.

Rent a Democracy
412
Regelmäßig liest man Meldungen dieser Kategorie.

Immer mit dem Inhalt, dass die EU die Bürger verrät. Fleisch geklonter Tiere wird nicht gekennzeichnet, die Packungsgrößen bei Lebensmitteln werden freigegeben, wir sollen verstrahlte Lebensmittel aus Japan essen, mit ACTA wird überlegt, uns mit Überwachungsdrohnen zu bedrohen, die Einführung von Softwarepatenten in Europa wird versucht und tausend weitere Dinge, von denen wir nichtmal wissen.

Seht es ein - wir haben uns beim EU-Beitritt grandios über den Tisch ziehen lassen. Es ist Zeit, diesen Fehler zu korrigieren - mit dem Austritt aus diesem kriminellen Verein.

hopper
22
"die EU" sind übrigens auch wir

daher können sie in erster Linie die österreichische Vertretung dafür verantwortlich machen wenn ihre Interessen dort nicht berücksichtigt werden.

luquas
22

Wie wollen Sie jemanden "für etwas verantwortlich" machen, dessen Verantwortung.. ja wie eigentlich (?) aussieht ?
Inhaltsleeres Geschwätz, Ihres.

hopper
11
Zur Info:

Eine der Hauptaufgaben des europäischen Parlaments, deren Zusammensetzung wir beide durch Wahlen mitbestimmt haben ist die Kontrolle der Komission.

Eben dieses Parlament ist bereits aktiv geworden, mittels einer parlamentarischen Anfrage, siehe Artikel.

Nun ist es aber etwas komisch, wenn man sich hierzulande über "die EU" aufregt, während unsere eigene gewählte Vertretung dort nicht einmal den Antrag unterstützt.

Daher sollte man sich angewöhnen die Leute zu wählen, die auch die eigenen Ansichten vertreten, klingt eigentlich logisch, passiert anscheinend aber kaum.

hlg
00
wen haben sie denn dann gewählt...

der ihre interessen vertritt?

die kandidatin der musikindustrie wohl nicht, oder?

Diversion
10
so einfach ist das nicht.

und zufälligerweise haben staaten innerhalb der EU die weltwirtschaftskrise weitaus besser überstanden als andere.

system1
00
12.5.2011, 13:30
oh du mein erfolgreiches griechenland!

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