Kosmos Schiele

7. April 2011, 17:34

Forschungszentrum eröffnet

Wien/Tulln - "Ich werde so weit kommen, dass man erschrecken wird, vor der Größe eines jeden meiner ,lebendigen' Werke", schrieb Egon Schiele am 1. 9. 1911 an Leopold Czihaczek. Wenn auch der Verbleib dieses Briefes unbekannt ist, so ist doch das Faksimile und der Wortlaut des Dokuments erhalten - in der Autografendatenbank des Leopold-Museums. Und diese inzwischen fast 2500 Datensätze aus 30 nationalen wie internationalen Sammlungen vereinende Archiv ist eine der drei Säulen des neuen Schiele-Dokumentationszentrums, das nun im Leopold-Museum eröffnet wurde.

Dies vereint die auf den Archiven des verstorbenen Sammlers Rudolf Leopold aufbauenden Schiele-Dokumentation mit der Bibliothek (7.000 Publikationen, Schwerpunkt Schiele) und der Provenienzforschung des Hauses.

Während die Autografendatenbank bereits über das Internet zugänglich ist (www.egonschiele.at), sind andere für den externen Zugang zu Schiele-Materialien noch im Aufbau. Sechs Arbeitsplätze stehen nun einmal die Woche (gegen Voranmeldung, Donnerstags von 13 bis 18 Uhr) für Studierende, Forschende und Journalisten zur Verfügung. Ebenfalls ins Leben gerufen wurde ein "Egon-Schiele-Stipendium", das im Herbst erstmals ausgeschrieben wird (Gesamtfördersumme 15.000 Euro).

Dem Werk des österreichischen Ausnahmekünstler widmet sich auch das Egon-Schiele-Museum seiner Heimatstadt Tulln. Dieses wird heute, Freitag, nach umfassenden Umbau- und Umgestaltungsarbeiten mit einer Ausstellung über die "Jugendjahre des Künstlers" wiedereröffnet. (kafe / DER STANDARD, Printausgabe, 8.4.2011)

Kunstfreund
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unter dem aspekt der kolportierten "feindschaft"

zwischen Leopold und Jane Kallir, was die echtheits-bestätigung von schiele - werken betraf,wäre es interessant, die eine oder andere kallir-aussage zur echtheit von schiele-werken in der sammlung leopold zu erfahren.

Kunstfreund
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es ließ mir keine ruhe bis ich die aufschlussreiche seite gefunden habe,

wo über das verhältnis leopold kallir berichtet wird. demnach war es umgekehrt:"....Besonders mit Kallirs Enkelin Jane, der ­Autorin des von Leopold abfällig beurteilten großen Schiele-Werkkatalogs, in dem er mehrere Fälschungen entdeckt zu haben glaubte, verband den Wiener eine von beiden Seiten mit Vehemenz geführte Fehde,..... http://www.profil.at/articles/... lf-leopold

Isabelle Eberhardt
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Kolportage...

Man wird wohl weder Jane Kallir noch ihrem Großvater Otto unterstellen können, dass sie absichtlich die Schiele-Werke des heutigen Leopold Museums in ihre Werkverzeichnisse aufgenommen haben, obwohl sie nicht echt sind.

Noch ein Tipp: mit einem Stern ("*") kennzeichnet Jane Kallir "works for further study". Das heisst noch nicht, dass eines nicht "echt" ist, sonder u. U., dass sie es nie gesehen hat.

Kunstfreund
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Dann ist es ja gut. neu ist mir allerdings, dass alle schiele bilder aus der leopold sammlung im 1990 erschienenen buch von kallir enthalten sind. vielleicht neuauflage inzwischen? nun, ich erinnere mich an heftige auseinandersetzungen, was einige echtheitsexpertiven betrifft bzw. die etwas kuriose empfehlung unter händlern, gegenüber leopold den namen kallir nicht zu erwähnen, schon gar nicht ihre meinung.

Kunstfreund
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Auch Schiele wurde von den nationalsozialisten der entarteten kunst zugerechnet

interessanter link über seine frühe ausstellungstätigkeit, der beweist, daß Schiele schon früh zu den bekannteren, viel gezeigten künstlerpersönlichkeiten gezählt wurde.
http://www.bad-bad.de/hansgoltz... chiele.htm

Kondratjew -Zyklus
 
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Interessanterweise wird die Ausstellungseröffnung des nunmehr aus Gründen der Zahlungsprobleme der Stagtgemeinde Tulln in die Regie des Landes Niederösterreich übernommene Museum nicht vor.

http://www.tulln.at/?kat=487&... 487&op=308

Kommt bald der/die Kurator/in ?

Kondratjew -Zyklus
 
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Da können sie gleich erforschen, wie Dr. Leopold an die Bilder von Schieles Schweser gekommen ist - kekauft oder doch nur für eine Ausstellung geliehen ?

Die Herkunftsdatenbank schwafelt nur.

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