Reisebüros mit stabiler Entwicklung

7. April 2011, 12:28
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Oö. Wirtschaftskammer: "Unbegründete Zurückhaltung" durch Katastrophe in Japan

Linz - Die Entwicklung der Reisebüros ist laut Auskunft der Wirtschaftskammer Oberösterreich trotz der Lage im Nahen Osten "eine stabile bis gute". Das erklärten Fachgruppenobmann Peter Keplinger und sein Stellvertreter Felix König in einer Pressekonferenz am Donnerstag in Linz. Die Buchungen für den Sommer hätten sehr früh eingesetzt, von November bis Februar seien die Zahlen leicht über dem Vorjahresniveau gelegen. Nähere Angaben machte Keplinger nicht.

Von den aktuellen Ereignissen seien wichtige Reiseziele der Österreicher betroffen, sagte der Obmann. Die Veranstalter hätten aber umgehend reagiert und als Ersatz Flüge auf die Kanarischen Inseln aufgelegt. Die neuen Angebote für Tunesien und Ägypten - preiswerte Charter- und Strandurlaube - seien für andere Zielgruppen als bisher gedacht, erklärte Fachgruppengeschäftsführer Franz Mittmannsgruber. Die Katastrophe in Japan wiederum würde zu "unbegründeter Unsicherheit und Zurückhaltung" führen, so Keplinger. Die weitere Entwicklung sei schwer zu prognostizieren. Selbst im pazifischen Raum könne man die meisten Destinationen ohne Einschränkungen bereisen, da sie mehrere tausend Kilometer von Japan entfernt seien, betonte der Obmann.

"Kreuzfahrten boomen nach wie vor", berichtete er. Auch Urlaube mit dem eigenen Auto in Europa würden stark nachgefragt. Die Reisebüros hätten schon zusätzliche Kontingente für den Sommer, speziell rund um Kroatien, eingekauft. Das Geschäft mit Fernreisen entwickle sich laut Keplinger relativ stabil. Die derzeitige Euro-Dollar-Relation würde für einen zusätzlichen Impuls sorgen, ergänzte Mittmannsgruber.

Bei Buchungen im Internet sei es wichtig zu wissen, wo man sie tätigt, betonte König. In den Genuss der Vorteile, die Reiseveranstalter und -büros bieten würden, kämen Kunden nur, wenn sie Online-Geschäfte mit ihnen abschließen. König sieht im World Wide Web eine sinnvolle Ergänzung: Die Impulsstudie "ROPO" habe bestätigt, dass vor allem klassische Produkte online recherchiert und in der Folge offline gekauft würden. Der Anteil vom Internet am gesamten touristischen Umsatz mache "deutlich unter 10 Prozent" aus, so Mittmannsgruber. (APA)

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    Kreuzfahrten und Reisen mit dem Privatauto sind sehr gefragt.

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