Osterfestspiele vor Bewährungsprobe

7. April 2011, 12:24
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"Salome"-Schwerpunkt im Jahr Eins nach der Krise

Salzburg -  Von 16. bis 25. April werden die Salzburger Osterfestspiele im Großen Festspielhaus zum 45. Mal über die Bühne gehen, heuer sind insgesamt 19.500 Karten aufgelegt. Im Zentrum steht die "Salome" von Richard Strauss. Darum herum hat der künstlerische Intendant und Chef der Berliner Philharmoniker, Simon Rattle, ein Programm gruppiert, das sich an der "Salome"-Uraufführungszeit 1905 orientiert.

Ins Festspielhaus gelockt werden soll das Publikum außer mit den beiden "Salome"-Vorstellungen (16. und 25. April) mit den drei zentralen Doppel-Konzerten der Berliner Philharmoniker. Zwei davon leitet der Chefdirigent selbst - Simon Rattle wird am 18. und am 24. April Ravels Sheherazade, Glasunows Violinkonzert in a-moll und die zweite Symphonie von Rachmaninow auf die Pulte legen lassen. Am 19. und 22. April stehen Schönbergs "Erwartung" und dann Mahlers Fünfte Symphonie in cis-moll auf dem Programm.

Stark aufgewertet präsentieren sich heuer die Kontrapunkte. Vier Konzerte sind in dieser Reihe angesetzt, eröffnet wird sie mit Strawinskys "Die Geschichte vom Soldaten" in einer für die Osterfestspiele besonders passenden Besetzung: Neben Mitgliedern der Berliner Philharmoniker wird die Tochter des Festival-Gründers Herbert von Karajan, Isabel Karajan, als Sprecherin auftreten.

Wie gut die Programme im Jahr eins nach der Krise rund um den ehemaligen Osterfestspiel-Geschäftsführer Michael Dewitte vom Publikum angenommen werden, konnte der geschäftsführende Intendant, Peter Alward, auf Anfrage nicht genau beantworten, aber die Nachfrage läuft - es sehe gut aus, so Alward, das Publikum entscheide sich wie bei allen Festivals immer kurzfristiger. Die Chancen, am Ende überwiegend ausverkauft zu sein, stünden aber gut.

Die Eintrittskarten sind freilich selbst für Klassik-Festivals herausragend teuer. So kosten die Abonnements mit einer Oper und drei Konzerten von 160 Euro für Studenten (bereits ausverkauft) bis 1.230 Euro in der Top-Kategorie. Ein Einzelticket für die Oper kostet von 70 bis 510 Euro, und für die Konzerte sind 30 bis 270 Euro zu bezahlen. Vergleichsweise günstig sind die Karten für die Kontrapunkte zu haben, die kosten fünf bis 30 Euro. (APA)

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