Weltgesundheitstag

Arbeit als Quelle von Gesundheit

7. April 2011, 11:20

IBG fordert Umdenken in Führungsetagen

Wien - Anlässlich des Weltgesundheitstages fordert der Unternehmensberater IBG (Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH) zu einem Umdenken in Unternehmen auf. "Gesundheit sollte nicht nur im privaten sondern auch im beruflichen Bereich mehr in den Vordergrund gestellt werden", so Gerhard Klicka, Geschäftsführer von IBG.

"Zwanzig Prozent der österreichischen ArbeitnehmerInnen fühlen sich an ihrem Arbeitsplatz gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt und sechs Prozent fühlen sich nicht gesund", erläutert Klicka. Die gesundheitlichen Folgen für die Mitarbeiter und die damit verbundenen Kosten für die Unternehmen sind enorm. Alleine die Krankenstände kosten den österreichischen Unternehmen über 6 Mrd. Euro pro Jahr. 

Lohnenswerte Investition

Betriebliches Gesundheitsmanagement hat sich in den vergangen Jahren zur zentralen Führungsaufgabe entwickelt und wird in Zusammenhang mit der demographischen Entwicklung und den veränderten Arbeitsbedingungen auch weiterhin an Bedeutung gewinnen. Durch betriebliches Gesundheitsmanagement können Unternehmen ihre Krankenstände um bis zu 45 Prozent reduzieren. Der Return of Investment pro in die Gesundheitsförderung investiertem Euro wird mit Einsparungen bei den Abwesenheitszeiten von 2,5 bis 4 Euro beziffert.

Dass es Produktivitätsunterschiede bei Unternehmen gibt, welche die Gesundheit und Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter als Unternehmenswert verankert haben, beweist der HUMAN WORK INDEX(R), ein eigens von IBG entwickeltes Instrument zur Messung des Arbeitsvermögens der Mitarbeiter in Betrieben. "Aus Erfahrung wissen wir, dass in Unternehmen mit einem sehr guten HWI(R) der Umsatz pro Mitarbeiter um 65 Prozent über dem der Betriebe mit einem geringeren HWI(R) der selben Branche liegt", und Klicka weiter "es lohnt sich folglich für Unternehmen auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu achten". (red)

furman
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Die Frage ist also: Zahlt es sich aus?

Und wenn nicht?

Welche Aussagen lässt dieser Index ausserdem darüber zu, ob es sich für vergleichbare Unternehmen nicht eher auszahlt, den gleichen Gesamtumsatz mit mehr Angestellten zu erzielen - also mit weniger Umsatz / Kopf - ohne dabei diese neue "zentrale Führungsaufgabe" wahrnehmen zu müssen?

Und darüber, ob generell, in allen Betrieben verwirklichte Verbesserungen sich nicht sehr oft negativ auf die Kostenentwicklung und das Ergebnis auswirken würden?

presumption of innocence
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Arbeitsklima im sozialen Umfeld ist Gesundheit

bei uns haben wir nicht einmal eine Woche Krankenstand/Arbeitnehmer im Jahr.

Die Menschen kommen eben gerne, wenn ein familiäres Betriebsklima herrscht. Plaudern ist erlaubt und gern gesehen, weil die Aufmerksamkeitsspanne nicht stundenlang aufrecht erhalten werden kann.

erich1963
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Arbeit wird für die allermeisten Menschen nie...

..."Quelle der Gesundheit" sein, weil sie enorm viel Willenskraft hineinbuttern müssen, um ihren Arbeitstag einigermaßen zu überstehen. Gesundheit wird - so wie vieles Andere - von den Unternehmen nach wie vor liebend gerne 'outgesourced', weil es als Problem eines jeden einzelnen gesehen wird. Und damit gilt es als Freizeitbeschäftigung ihrer Angestellten.

Wappen hea
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HA HA

"Betriebliches Gesundheitsmanagement hat sich in den vergangen Jahren zur zentralen Führungsaufgabe entwickelt ..."

Zur zentrrraaaalen Führungsaufgabe. I glaubs eh. Aus unserer Reihe Kinder erzählen, heute die Redaktion, 5 Jahre alt.

Luft
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Haha, genau!

Durch diese übermenschlichen Anstrengungen von Unternehmen sind (laut ÖGB) 1.5 Millionen Österreicher Burnout-gefährdet und 500 breits im Burnout. Hilfe und Pensionen bekommen die Betroffenen nach ihrer Benutzung aber keine.

Höchste Eisenbahn, dass hier endlich mehr geschieht um die Gesundheit der ArbeitnehmerInnen vor neoliberalen Ausbeutern zu schützen. Das bräuchte allerdings einen politischen Macht-Wechsel.

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