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Erschienen bei Concorde, Region 2
Ob zu Land, hoch in der Luft oder unter Wasser, die beiden Helden aus Robert Enricos Die Abenteurer (Les aventuriers, 1966) testen Limits aus. Manu (Alain Delon) ist Kunstflieger mit dem spektakulären Ziel, seine Maschine durch den Pariser Arc de Triomphe zu navigieren; Roland (Lino Ventura) bastelt an einem Renn-Dragster, mit dem er alle Geschwindigkeitsrekorde überbieten will. Die Dritte im Bunde ist Laetitia (Joanna Shimkus), eine Korsin, die eines Tages auf Rolands Autofriedhof steht und einfach bleibt. Manchmal schmiedet sie aus Wrackteilen Kunstobjekte.
Keiner der drei Individualisten hat Erfolg. Doch das spielt in Enricos Film, der einem Traum von Freiheit und Draufgängertum sowie einem hehren Ethos von Freundschaft nachhängt, gar keine Rolle. Denn mindestens so wichtig wie die Unternehmung selbst ist hier die Einstellung, mit der man sie angeht - eine lebenshungrige Naivität, die nur die mit einem Flugzeug versunkenen Millionen, aber nicht die damit verbundenen lebensgefährdenden Konkurrenten kennt.
Die Abenteurer basiert auf einem Buch von José Giovanni (er schrieb auch für Jean-Pierre Melville und Jacques Becker), die großartige Musik stammt von François de Roubaix - sie verleiht dem eskapistischen Miteinander der Figuren und ihrer sinnesfrohen Weltflucht den nötigen Nachhall. (kam / DER STANDARD, Printausgabe, 8.4.2011)
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