Milliarden-Kredite gegen die Krise

7. April 2011, 08:15
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Die Bank von Japan stellt angesichts der Belastungen für die Wirtschaft durch Beben und Tsunami Sonderkredite bereit

Tokio -Die japanische Zentralbank greift den Banken in der Katastrophenregion mit Milliarden-Krediten unter die Arme. Den Banken im besonders betroffenen Nordosten des Landes solle mit umgerechnet 8,2 Milliarden Euro (eine Billion Yen) unter die Arme greifen, teilte die japanische Zentralbank am Donnerstag nach ihrer zweitägigen geldpolitischen Sitzung mit. Die Zinsen ließ sie unverändert in der Spanne von null bis 0,1 Prozent und signalisierte zugleich ihre Bereitschaft, an der lockeren Geldpolitik angesichts der erschwerten Umstände nach den Naturkatastrophen festzuhalten.

Die wirtschaftliche Lage schätzte die Notenbank schlechter ein. "Die japanische Wirtschaft steht wegen des Erdbebens unter erheblichem Abwärtsdruck, vor allem die Produktion", erklärte die Zentralbank. Die Notkredite mit einer Laufzeit von einem Jahr sollen zu einem Zinssatz von 0,1 Prozent bereitgestellt werden.

Japan befindet sich in der schlimmsten Krise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, nachdem ein schweres Erdbeben und ein darauffolgender Tsunami am 11. März weite Teile des Nordostens verwüsteten. Die Schäden in Folge der Havarie des Atomkraftwerks Fukushima sind zudem kaum abzuschätzen. Als erste Reaktion auf die Katastrophe hatte die Zentralbank vergangenen Monat den Banken bereits zusätzliche Liquidität bereitgestellt.

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    Zum Abschluss zweitägiger Beratungen beschloss der Zentralbankrat ein Kreditprogramm für die betroffenen Banken in Höhe von einer Billion Yen. Zugleich wurde der Leitzins unverändert bei nahe Null belassen.

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