ORF-Chef lässt Realitätsverlust anklingen

6. April 2011, 22:00
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Aber nur musikalisch: Interne Präsentation über seine ORF-Zukunft für Führungskräfte untermalt mit Peer Gynt Suite

Dienstag tat ORF-Chef Alexander Wrabetz kund, dass er noch einmal zur Generalswahl am 9. August antritt und damit rechnet, auch gewählt zu werden. Den gut 200 Führungskräften des ORF präsentierte General Alexander Wrabetz Mittwoch im TV-Theater des Küniglbergs, wie er seinen "erfolgreichen Weg fortsetzen" will.

Selbstbeweihräucherung, fanden manche Teilnehmer, manche wählten politisch gewagtere Bezeichnungen und Vergleiche. Auf Inszenierung hatte man im so genannten Z1 nach Möglichkeit verzichtet, die Showtreppe von "Dancing Stars" abgehängt, kein Trailer über die Erfolge, Kommunikationschef Martin Biedermann und kein ORF-Star begrüßte.

Interessant fanden Teilnehmer die Musikwahl, die Anfang und Ende der Veranstaltung untermalte. Eine Aufzeichnung des - noch nicht lange (mit extra Bundesmitteln) abgesicherten - Radio-Symphonieorchester in Ton (bewegt) und Bild (Stand) vom Ö1-Kulturfrühstück vom Sommer 2010. Zur Aufführung kam die Peer Gynt Suite von Edvard Grieg.

Und fanden die ORF-Macher daran nun interessant? Henrik Ibsens Figur Peer Gynt leidet unter Realitätsverlust, Sein und Schein verschwimmen. Schon gemein, oder? (fid)

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