Todt fordert Maßnahmen

6. April 2011, 16:21
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FIA-Präsident findet Rennen ohne Überholmanöver wie Saisonfinale 2010 in Abu Dhabi "nicht akzeptabel" - Kritik am Helmdesign - Vorbild NASCAR

Stuttgart - Jean Todt schlägt Alarm. Der FIA-Präsident will dem weltweiten Zuschauerschwund in der Formel 1 entgegensteuern. "Die jüngsten Zahlen belegen, dass wir einen Rückgang bei den TV-Zuschauern erleben", sagte Todt dem am Donnerstag erscheinenden Magazin "auto, motor und sport". "Die Leute haben viele andere Möglichkeiten, ihre Freizeit zu verbringen."

Laut Tod müsse man sich daher täglich fragen, was an der Show zu verbessern sei. "Rennen wie das Saisonfinale 2010 in Abu Dhabi, bei denen nicht überholt werden kann, sind nicht akzeptabel", befand der Präsident des Internationalen Automobil-Verbandes. Um das Überholen zu vereinfachen, wurden bereits Maßnahmen wie das Energierückgewinnungssystem KERS eingeführt, seit diesem Jahr kommt auch noch der verstellbare Heckflügel hinzu.

Um die Spannung zu steigern, war der neue Reifenlieferant Pirelli gebeten worden, Pneus herzustellen, die sich relativ schnell abnutzen. Todt, dessen Verband für die Regeln in der Königsklasse verantwortlich ist, ist damit aber noch nicht zufrieden.

So monierte der ehemalige Ferrari-Teamchef, dass die Zuschauer die Fahrer nur schwer unterscheiden könnten. "Ich erkenne am Fernseher kaum, wer im Auto sitzt. Die Helme sind nur Experten bekannt, viele Fahrer ändern zudem laufend das Design. Da lobe ich mir NASCAR. Da bekommt ein Fahrer eine Startnummer, die er seine ganze Karriere lang behält. Er ist für die Fans sofort identifizierbar", meinte Todt. (APA/dpa)

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    Jean Todt sorgt sich um die Zukunft der Formel 1.

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