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vergrößern 600x400Progressivmode anno 1983 in Kitty Kinos "Karambolage"
Wien - Im Wiener Metrokino läuft von 8. April bis 1. Mai unter dem mehrdeutigen Titel "Shooting Women" am Freitag eine Filmreihe, die das weibliche cinematografische Werk Österreichs vor 1999 beleuchtet. Bedacht werden sollen dabei vornehmlich jene Protagonistinnen, die im Zuge der Filmgeschichtsschreibung ins Abseits geraten oder gänzlich vergessen sind. Die Filmreihe folgt einem heurigen Special des Partners Diagonale und ist als Auftakt zu einer längerfristigen Kooperation zwischen dem Filmfestival, der Austrian Director's Association (ADA) und dem Filmarchiv gedacht.
Zum Start in die vertiefte Beschäftigung gehört unter anderem ein Special zur früh verstorbenen Margareta Heinrich (1951-1994). Zu sehen sind ihre vier Werke "Zwielicht" (1978), "Der Traum des Sandino" (1980), "Genossinnen" (1983) und "Totschweigen" (1990-1994). Dazu erscheint ein Band zur Regisseurin im Filmarchiv-Verlag, der am Eröffnungsabend präsentiert wird. Neben der Werkbiografie finden sich darin Interviews mit Weggefährtinnen sowie eine DVD mit "Totschweigen" und "Genossinnen", die erstmals veröffentlicht werden.
Ansonsten kommen in der Reihe im Metrokino vor allem die Pionierinnen des österreichischen Films bis 1999 zu Ehren. Schließlich markiert dieses Jahr, in dem Barbara Alberts "Nordrand" erschien, nach Ansicht der Kuratoren eine Zäsur in der Emanzipation weiblichen Filmschaffens.
So umspannen die gewählten Beispiele zeitlich einen breiten Bogen, der 1931 bei "Mädchen in Uniform" von Leontine Sagan beginnt und mit Werken wie "Passagen" (1996) von Lisl Ponger endet. Und zwischendrin finden sich Regisseurinnen wie Edith Hirsch mit "Reflexion", Penelope Georgiou mit "Petunia" oder Ruth Beckermann mit "Die papierene Brücke", deren Werke teils das erste Mal öffentlich gezeigt werden.
Ein Hauptfokus liegt dabei auf dem Filmschaffen ab Ende der 1970er Jahre, das mit einem (post-)feministischen, queeren Blick als Gegenbild zum patriarchal dominierten Filmkosmos arbeitete. Schließlich werden mittels filmischer Erzählung nicht nur Geschichten, sondern letztlich auch Geschichte geschrieben. Die drängenden Fragen an Politik, Gesellschaft und Körper können dabei als das verbindende Element der aktuellen Reihe gesehen werden. (APA)
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