Fernost-Leitbörsen schließen wenig verändert

7. April 2011, 12:44
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Japanische Banken erhalten Sonderkredite - Samsung nach Quartalszahlen schwach

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag mit nur kleinen Kursveränderungen gegenüber dem Vortag geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio erhöhte sich minimal um 6,56 Zähler oder 0,07 Prozent auf 9.590,93 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong schloss nahezu unverändert und ließ um 3,25 Zähler (minus 0,01 Prozent) auf 24.281,80 Einheiten nach.

Keine klare Richtung schlugen auch die Märkte in Singapur, Sydney und Shanghai ein. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.171,65 Zählern und einem Plus von 1,32 Punkten oder 0,04 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney sank indessen um 5,9 Zähler oder 0,12 Prozent auf 5.005,5 Einheiten. Der Shanghai Composite legte um 0,22 Prozent oder 6,55 Zähler auf 3.007,91 Punkte zu.

Für Unterstützung sorgte die japanische Notenbank mit ihrer Entscheidung, den Banken im besonders betroffenen Nordosten des Landes mit Sonderkrediten über einer Billion Yen unter die Arme zu greifen. Die Bankenwerte der Mitsubishi UFJ stiegen um 2,42 Prozent auf 381 Yen und Mizuho Financial Group legten um 1,55 Prozent auf 131 Yen zu.

An der Börse in Seoul gerieten die Aktien des weltweit größten Speicherchip- und Flachbildschirm-Herstellers Samsung in den Blickpunkt. Im abgelaufenen Quartal hat die schwache Nachfrage nach TV-Geräten den operativen Gewinn des Branchenprimus um 34 Prozent schmelzen lassen. Der Überschuss lag mit umgerechnet 1,9 Mrd. Euro so niedrig wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Die Aktien verloren um 1,52 Prozent auf 909.000 Won.

Anhui Conch Cement klettern

Die Wertpapiere des größten chinesischen Zementkonzerns Anhui Conch Cement kletterten um 6,04 Prozent auf 51,80 Hongkong Dollar. Nachdem das Unternehmen am Vortag einen Gewinnanstieg von 150 Prozent im ersten Quartal prognostiziert hatte, meldeten sich heute die Analysten von Macquarie zu Wort. Sie erhöhten ihre Anlageempfehlung von "neutral" auf "outperform" und verwiesen auf die robusten Ergebnisaussichten.

Die Analystenstimme löste starke Nachfrage nach chinesischen Zementtiteln aus, hieß es aus dem Handel. Tangshan Jidong Cement verteuerten sich um 6,04 Prozent auf 30,01 Yuan und Huaxin Cement sprangen um 9,99 Prozent auf 4,546 Yuan nach oben.

Nach Zahlen konnten die Anteile des Maschinenbauers Changsha Zoomlion um 7,18 Prozent auf 22,40 Hongkong Dollar zulegen und damit den höchsten Kurs der Firmengeschichte erzielen. Auch hier wirkte Marktteilnehmern zufolge ein robuster Ausblick positiv auf den Aktienkurs. Der Konzern erwartet im ersten Geschäftsquartal eine Zunahme des Reingewinns um 130 bis 170 Prozent auf 1,7 bis 2 Mrd. Yuan. (APA)

 

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