Schweizer Gericht erteilt Street View eine Abfuhr

6. April 2011, 10:14
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Konzern muss den Schutz der Privatsphäre verbessern

Vor dem Schweizer Bundesverwaltungsgericht erlitt Googles Kartendienst Street View eine Niederlage: Der Konzern muss den Schutz der Privatsphäre verbessern, beschied das Gericht. Gesichter und Fahrzeugkennzeichen müssten notfalls auch manuell nachgebessert werden; Google hatte zuvor erklärt, dass seine automatische Bilderkennungssoftware 99 Prozent aller Gesichter und Autokennzeichen verpixele. Vor allem bei sensiblen Einrichtungen wie Frauenhäusern, Gefängnissen, Schulen oder Spitälern müsse vollständige Anonymität hergestellt werden, auch Merkmale wie Hautfarbe oder Kleidung müssten unkenntlich gemacht werden.

Microsoft startet Streetside in Deutschland

Die anhaltende Kontroverse um Googles Street View, dem anders als in der Schweiz ein Berliner Gericht vor kurzem Rechtmäßigkeit bescheinigte, hält Microsoft nicht davon ab, sein Konkurrenzprodukt Streetside voranzutreiben. Ab 9. Mai werden wie berichtet Kameraautos zunächst in Nürnberg, Fürth, Erlangen und Augsburg mit dem Abfotografieren von Straßenzügen beginnen. Erste Ansichten sollen voraussichtlich im Sommer online sein. In Österreich sind vor 2012 keine Aufnahmen geplant, erklärte Microsoft. Streetside soll vollständige 3-D-Abbildungen erstellen und zeigen. (dpa, APA/ DER STANDARD Printausgabe, 6. April 2011)

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  • Google muss Street View in der Schweiz nachbessern
    foto: google

    Google muss Street View in der Schweiz nachbessern

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