New York Times-Chef: "Paywall" war günstiger als 40 Millionen Dollar

6. April 2011, 11:09
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Zeitungsherausgeber Sulzberger Jr. dementierte Meldung von Bloomberg - Keine Zahlen zu Abonnenten

Ende-März berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass die US-Tageszeitung New York Times rund 40 Millionen US-Dollar für eine digitale Bezahlschranke (engl. "digital paywall") bezahlte. Das stimme aber nicht erklärt Arthur Sulzberger Jr.: "Ich freue mich Ihnen sagen zu können, dass das falsch ist, es war wesentlich weniger. Verwenden Sie diese Nummer nicht. Sie ist nicht korrekt."

Offenlegung

Auf die Frage warum die NYT nicht auf eine Berichtigung der Zahlen bestanden habe erklärte Sulzberger, dass das bereits erfolgt sei. Dennoch ist es fraglich, warum der NYT-Herausgeber keine konkreten Zahlen nennen wollte. Rupert Murdoch und die News Corp. bestätigten Berichte wonach The Daily, ebenfalls eine US-Zeitung, 30 Millionen US-Dollar bis Ende des laufenden Geschäftsjahres ausgeben werde. Das entspricht rund 500.000 Dollar pro Woche. 

Kritik zurückgewiesen

Sulzberger wollte keine Zahlen zu Abonnenten herausgeben mit der Begründung, dass es noch zu früh sei. Kritik rund um die Umsetzung der Bezahlschranke kann Sulzberger nur bedingt verstehen, dass sie "zu komplex" sei sehe er nicht. Außerdem habe sich das System, welches vorerst ausschließlich für Kanada und die USA verfügbar war, binnen 10 Tagen für den weltweiten Launch adaptieren lassen.

Start

Am 30. März startete die New York Times ihre "Paywall". Die Online-Ausgabe der Zeitung kann von Nutzern künftig in vollem Umfang nur gegen Bezahlung gelesen werden, allerdings gibt es in dem System Schwachstellen - der WebStandard berichtete. Das Lesen von 20 Artikeln pro Monat ist kostenlos. (red)

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    Arthur Sulzberger Jr, Herausgeber der New York Times

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