Nach Spiel 3, Vorteil Salzburg

5. April 2011, 22:27
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Mit einem 5:2 in Klagenfurt geht der Titelverteidiger in der Finalserie gegen den KAC 2:1 in Führung und hat nun beste Karten

Klagenfurt  - Red Bull Salzburg hat am Dienstagabend einen großen Schritt zur erfolgreichen Titelverteidigung in der Erste Bank Eishockey-Liga gemacht. Die Salzburger schafften im insgesamt neunten Saisonduell mit dem KAC als erstes der beiden Teams einen Auswärtssieg. Und dieser fiel im dritten Final-Spiel mit 5:2 (0:1,3:0,2:1) sehr deutlich aus. Red Bull führt in der Finalserie nun mit 2:1, am Donnerstag hat man es in der Hand, vor eigenem Publikum auf 3:1 davonzuziehen.

Dabei gelang den Hausherren ein Auftakt nach Maß: Tyler Scofield nützte das erste Power-Play des Spiels in der 5. Minute zum 1:0. Die Kärntner verabsäumten es aber, aus dieser schnellen Führung Kapital zu schlagen. Zwar retteten sie im ausgeglichenen Anfangsdrittel das 1:0 in die erste Pause, doch gleich danach ging es Schlag auf Schlag. Ryan Duncan scorte nur 22 Sekunden nach Wiederbeginn, knapp dreieinhalb Minuten später stellte Manuel Latusa erstmals die Führung der Gäste her. Als Matthias Trattnig in der 30. Minute auch noch das 3:1 aus einem Überzahl-Spiel gelang, schienen die Weichen für den Sieg gestellt. Mit diesem Stand ging es auch ins Schluss-Drittel.

Dieses begann ebenfalls mit einem Doppelschlag: Zunächst hatte der überwiegende Teil der 5.200 Zuschauer Grund zum Jubel, denn Kirk Furey sorgte nach nur 37 Sekunden für den Anschlusstreffer des KAC. Doch die Spannung und kurz aufkeimende Hoffnung bei den Fans des Rekordmeisters wurde schon in der 44. Minute durch Steven Regier wieder herausgenommen. Das 4:2 bot ein weiteres Zeugnis von einem an diesem Tag keinesfalls in Bestform agierenden KAC-Goalie Chiodo: Regier schoss aus spitzem Winkel durch die Beine des Torhüters ein.

Auf der Gegenseite war Reinhard Divis hingegen ein Bollwerk in der Abwehr der Salzburger, Divis war in der Finalserie auch schon in den ersten beiden Spielen der bessere Goalie gewesen. Die über das gesamte Spiel spritziger und schneller agierenden Salzburger legten im Finish durch den zum zweiten Mal erfolgreichen Latusa (59.) noch einmal nach und haben nun beste Karten.  (APA/red)

Reaktionen:

Manny Viveiros (KAC-Trainer): "Wir müssen uns stark verbessern. Aber der Titel ist noch absolut möglich. Wir sind am Donnerstag sicher bereit."

Pierre Page (Salzburg-Coach): "Da war heute einiges dabei, wo ich verrückt werden könnte. Es wird hier einfach falsch gepfiffen. Ich glaube an das österreichische Hockey, aber es wird unterschiedlich gespielt. In jedem Spiel gibt es über 100 Strafminuten, die nicht gepfiffen werden."

Matthias Trattnig (Salzburg-Torschütze): "Das heißt nicht viel. Das Spiel ist abgehakt, wir müssen vier Spiele gewinnen, um Meister zu werden. Ich bin kein Statistikfreak, der KAC ist fast gleichstark wie wir zu Hause. Wir haben's geschafft, aber die mentale Sache auswärts wird auch der KAC überbrücken."

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Ergebnis drittes Spiel der "best of seven"-Finalserie:
KAC - Red Bull Salzburg 2:5 (1:0,0:3,1:2). Klagenfurt, 5.200 (ausverkauft), SR Dremelj/Fussi. Tore: Scofield (5./PP), Furey (41.) bzw. Duncan (21.), Latusa (24./59.), Trattnig (30./PP), Regier (44.). Strafminuten: 12 bzw. 8

Stand in der Serie: 1:2 - 1. Spiel 6:5 (h)/2. Spiel 3:6 (a)/3. Spiel 2:5 (h)

4. Spiel am Donnerstagabend (19.15 Uhr/live ServusTV) in Salzburg

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