Anti-Drogen-Konferenz

Mexiko: Einnahmen der Kartelle höher denn je

5. April 2011, 18:46

Drogenkonsum in den USA stabil bis rückläufig, in Europa gestiegen

Der Kampf gegen den Drogenhandel ist immer erfolgreicher - doch ausgerechnet die Drogenkartelle profitieren davon. Dies ist eine These, über die Minister, Kriminalisten und andere Behördenvertreter aus 120 Ländern von Dienstag bis Donnerstag auf der 28. internationalen Anti-Drogen-Konferenz im mexikanischen Badeort Cancun diskutieren wollen.

Laut einem Dokument der US-Behörde für Drogenkontrolle (DEA) stieg der Preis für ein Gramm qualitativ hochwertigen Kokains auf dem US-Markt zwischen Jänner 2007 und dem letzten Quartal 2010 von 97,7 Dollar (68,6 Euro) auf 164,9 Dollar (115,8 Euro). Dies sei ein Indiz für den Erfolg im Kampf gegen den Drogenhandel.

Laut der mexikanischen Expertin Monica Serrano profitieren aber gleichzeitig die Drogenkartelle von der Preisentwicklung. Die Rentabilität der Drogen resultiere aus der Politik des Anti-Drogen-Kampfes, sagte Serrano. Die Mechanismen des Anti-Drogen-Kampfes würden so zu einem "Instrument, das die Gewinne explodieren lässt". Der mexikanische Forscher Edmundo Hernandez sagte, paradoxerweise seien die Einnahmen der Kartelle "höher denn je". Die Preissteigerungen könnten die Verluste der Kartelle durch Beschlagnahmungen oder erhöhte Kosten für den bewaffneten Kampf wieder ausgleichen.

Drogenkonsum in Europa gestiegen

Nach Angaben des Internationalen Büros für Rauschmittelkontrolle blieb der Drogenkonsum in den USA stabil oder ging sogar leicht zurück, während der Konsum in Europa und in aufstrebenden Staaten wie Argentinien und Brasilien gestiegen sei. In Cancun wollen die Experten nach Angaben der Organisatoren Möglichkeiten erörtern, wie die internationale Koordinierung der Ermittlungsbehörden verbessert werden kann. Dazu solle die Weitergabe von Informationen verbessert werden. Ziel sei es vor allem, die finanzielle und die operationelle Basis der Kartelle zu zerstören.

Die Konferenz in dem Badeort Cancun an der Karibikküste findet unter starken Sicherheitsvorkehrungen statt. In Mexiko liefern sich die mächtigen Drogenkartelle einen brutalen Kampf untereinander sowie mit den Sicherheitskräften. (APA)

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16 Postings
Lorenzo von Matterhorn
 
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Gebt doch alle Drogen frei,...!
Der Schwarzmarkt zerfällt, die Kartelle sterben aus, und es wird auch gleichzeitig was gegen die Überbevölkerung unternommen...

vallis rosarum
 
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Gute Nachrichten für die österreichischen Banken.

thunderball
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wie können drogenkartelle so viel geld machen wenn doch nur asoziale arbeitslose junkies zu drogen greifen???

Mathias Fütterer
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Blödsinn Thunderball

"wie können drogenkartelle so viel geld machen wenn doch nur asoziale arbeitslose junkies zu drogen greifen???"

was eine dumme aussage... kennst du leute die drogen nehmen? es sind eher weniger arbeitslose als arbeiter die drogen nehmen!!
die leute die ich kenne und drogen nehmen davon haben 9 von 10 einen festen Arbeitsplatz!

thunderball
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hätte mir nicht gedacht, dass man bei dieser frage den offensichtlichen zynismus nicht herauslesen kann.

anitfaschist
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und was ist mit rockstars und anderen stars??? schon mal was von pete doherty gehört???

peak oil
10
im vergleich zu den ölkartellen

sind das harmlose summen.

Johannes Benn
31
.

es ist traurig dass der konsum in europa steigt. die einzige lösung des problems liegt in den händen der konsumenten, die einfach die finger von dem zeug lassen müssen

FranzKpunkt
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Ja erzähl uns ein Märchen vom guten Menschen.

Im Exil
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11.4.2011, 15:20
aha

wenn man drogen nimmt is man also ein schlechter mensch?

ja aber
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solange die gewinnspanne extrem gross ist wird sich nix aendern

und heutzutage wird das erwirtschaftete drogengeld eh an der boerse gewaschen. d.h. wahrscheinlich arbeiten viele arbeitnehmer indirekt fuer drogenbosse ohne es zu wissen.

##V+##
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Je härter die Repression, desto höher die Margen.

Ergo gewaltiger Anreiz brutalster Gruppen, sich das Geschäft unter den Nagel zu reissen.

Der War on Drugs war verloren, als er ausgerufen wurde.

Rodrigo Palacio
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so ist es

How a big US bank laundered billions from Mexico's murderous drug gangs

http://www.guardian.co.uk/world/201... drug-gangs

Gilgamesch
03

wie verbohrt muß man sein. da zermartern sie sich das gehirn, wie man den drogenkartellen herr wird. beschlagnahmt riesige mengen von drogen, daraufhin werden diese natürlich teurer. die einnahmen der kartelle steigen ebenso wie die begleitkriminalität der konsumenten! ein teufelskreis.
... aber an die einzige effektive lösung des problems kommen sie anscheinend nicht - legalisierung! (denn sonst müßten sie sich selbst wegrationalisieren, und er verdient ja gut im kampf gegen windmühlen!)
wie verlogen!

Angela Engel
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Habe gerade erst den Film "Paradies der Mörder" gesehen, der das Thema eindringlich beleuchtet und den ich jedem Interessierten nur empfehlen kann.
Was da in Mexiko so abläuft, kann man in nicht so extremer Ausprägung leicht auch auf den Rest der Welt übertragen.

http://tinyurl.com/5t9arvj

peace & love
111
drogen freigeben ...

... und alle diese probleme existieren nicht mehr.

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