Strassers Anwalt: "Nichts Unrechtes getan"

5. April 2011, 12:53
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Ex-EU-Parlamentarier könne seine Sicht der Dinge belegen

In der Korruptionsaffäre um den ehemalige EU-Parlamentarier der ÖVP, Ernst Strasser, meldet sich nun erstmals sein Anwalt Thomas Kralik zu Wort. Er zeigte sich im Ö1-Mittagsjournal zuversichtlich, dass Strasser die Vorfälle aufklären wird. Strasser habe "nichts Unrechtes getan" und er sei daran interessiert, dass die Vorwürfe möglichst rasch aufgeklärt werden, sagt Kralik. Bei der Hausdurchsuchung seien alle Unterlagen freiwillig der Staatsanwaltschaft vorgelegt worden.

Nicht über Medien aufklären

Auf die Videos angesprochen kontert der Anwalt, Strasser wollte nur angebliche Lobbyisten enttarnen. Strasser könne seine Sicht der Dinge belegen, sagt Kralik. Man wolle das allerdings nicht über die Medien machen sondern über die zuständige Staatsanwaltschaft Wien. Geprüft werde derzeit auch, ob Strasser als Amtsträger gelte. Wenn er als solches nicht gewertet werde, könnte er möglicherweise nicht belangt werden.

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft will den Fall derzeit nicht kommentieren. Nächster Ermittlungsschritt ist die Einvernahme der beiden Reporter der Sunday Times. (red, derStandard.at, 6.4.2011)

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