"Nichts muss so bleiben wie es ist"

8. April 2011, 10:50
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Petra Unger informiert in zwei Vorträgen über die zweite Frauenbewegung in Österreich und Auguste Fickert

Petra Unger hat diese Woche zwei Vorträge in Petto:

Am Mittwoch, 6. April um 19 Uhr spricht sie in der Bezirksvorstehung Mariahilf (1060 Wien, Amerlingstraße 11) über die zweite Frauenbewegung in Österreich: "Nichts muss so bleiben wie es ist".

Nach der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges wird in den Fünfziger Jahren versucht, zum normalen Leben zurückzukehren. Eine Normalität, die vielen Frauen große Opfer abverlangt und sich an althergebrachten patriarchalen Gesellschaftsformen orientiert. Aber das scheinbar Normale zeigt Risse, die schließlich direkt in die Zweite Frauenbewegung führen. Das Private wird politisch und Frauen fordern das Recht auf Selbstbestimmung über ihren Körper und ihr Leben. Freier Eintritt!

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Am Freitag, 8. April um 20 Uhr referiert sie auf Einladung von Autonomen Feministinnen in der FZ-Bar (WUK, 1090 Wien, Währingerstr. 59) über "Auguste Fickert: Rücksichtslos im Kampf - voll zartester Rücksicht im täglichen Leben".

Fickert war Vorkämpferin für Frauenrechte im radikalen Flügel der Ersten Frauenbewegung in Österreich. Unermüdlich im Einsatz für Gleichberechtigung der Frauen und Veränderung der Gesellschaft im Ganzen. So rücksichtsvoll sie im Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen war, so rücksichtlos ist sie mit sich selbst umgegangen. Sie stirbt 1910 überraschend im Alter von 55 Jahren und hinterlässt eine Lücke. Im Leben ihrer Lebensgefährtin ebenso wie in dem von ihr gegründeten Allgemeinen österreichischen Frauenverein. Eine aufrüttelnde, politische Lebensgeschichte! Nur für Frauen! Spenden für den Vortrag erwünscht! (red)

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