Wenn sie Schule machen könnten

Ein Überblick über die bildungspolitischen Positionen der Parteien

FPÖ: Keine Gesamtschule und auch kein Kuscheln

Freiheitliche Bildungspolitik geht davon aus, dass das Bildungssystem jeder sozialen Schicht offenstehen muss, nimmt aber auch an der Erfahrung Maß, dass nicht alle Menschen gleich veranlagt sind und dass die Schulen demnach keine Einheitsbildung vermitteln können." Aus diesem Satz in ihrem Parteiprogramm leitet die FPÖ als wichtige Position der blauen Bildungspolitik ein dezidiertes Nein zur "uniformen" Gesamtschule für alle Zehn- bis 14-Jährigen ab. Sie bekennt sich "ausdrücklich zum Leistungsprinzip und zu Bildungseliten", hält die "Kuschelschule" für "kein wünschenswertes Zukunftsmodell" und fordert "breitgefächerte Begabtenförderung" und ein "Schulsystem, in dem Leistung zählt" sowie bessere Ausbildung der Lehrer, die eine "Schlüsselstellung" hätten.

Zentral sind auch die Eltern, deren "Verantwortung für die Erziehung" für die FPÖ "Vorrang vor der Erziehung durch staatliche Einrichtung" hat. Wichtigstes Bildungsziel sei die "Beherrschung der Grundkulturtechniken", aber "auch die Pflege der österreichischen Eigenart" gehöre dazu.

Den Einfluss des Staates - auch private Einrichtungen sollen unterstützt werden - beschränkt die FPÖ auf Festlegung der Rahmenbedingungen, Finanzierung und grundlegende Zielvorgaben für das Bildungssystem sowie Schulaufsicht und Qualitätskontrolle. "Alles weitere kann Gegenstand der Schulautonomie sein."

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