Wenn sie Schule machen könnten

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Ein Überblick über die bildungspolitischen Positionen der Parteien

Wenn sie könnten, wie sie wollten, dann gäbe es im Parlament eine rot-orange-grüne Mehrheit für eine gemeinsame Schule aller Kinder bis 14. Konfliktfelder gibt es aber auch noch andere

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SPÖ: Eine neuere Schule als die Neue Mittelschule

Die Bildungspolitik der SPÖ wird verkörpert durch Unterrichtsministerin Claudia Schmied, auf deren To-do-Liste die Neue Mittelschule den prominentesten Platz einnimmt. Für Schmied sind die derzeit 320 beteiligten Schulen nur ein Zwischenschritt. Ihr erklärtes Ziel ist eine gemeinsame Schule aller Kinder bis 14. Nächstes, mit der ÖVP akkordiertes Etappenziel ist die Umwandlung aller Hauptschulen in Neue Mittelschulen, die bis 2016 geschafft sein soll. An diesem Punkt sagt die ÖVP Stopp.

Parallel dazu steht der Ausbau ganztägiger Angebote auf der Agenda - "standortspezifisch". Das meint, dass in der Stadt vielleicht eher Bedarf nach der echten Ganztagsschule mit verschränkten Lern-, Freizeit- und Förderphasen besteht, am Land eher Nachmittagsangebote in Zusammenarbeit mit regionalen Sport- und Freizeitvereinen gefragt sind.

Bereits implementiert für die bessere Sprachförderung ist das verpflichtende Kindergartenjahr ab dem fünften Lebensjahr, das Ziel der Klassengröße 25 ist noch nicht ganz in den höheren Schulstufen angekommen.

Zwei anstehende Reformen, die den Namen "Meilenstein" verdienen könnten, sind die mit Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) verhandelte "PädagogInnenbildung neu" (von der Kindergartenpädagogik bis zu den höheren Schulen alle auf tertiärem Niveau) und das neue Lehrerdienst- und Besoldungsrecht.

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