Wenn sie Schule machen könnten

5. April 2011, 11:50

Ein Überblick über die bildungspolitischen Positionen der Parteien

Wenn sie könnten, wie sie wollten, dann gäbe es im Parlament eine rot-orange-grüne Mehrheit für eine gemeinsame Schule aller Kinder bis 14. Konfliktfelder gibt es aber auch noch andere

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SPÖ: Eine neuere Schule als die Neue Mittelschule

Die Bildungspolitik der SPÖ wird verkörpert durch Unterrichtsministerin Claudia Schmied, auf deren To-do-Liste die Neue Mittelschule den prominentesten Platz einnimmt. Für Schmied sind die derzeit 320 beteiligten Schulen nur ein Zwischenschritt. Ihr erklärtes Ziel ist eine gemeinsame Schule aller Kinder bis 14. Nächstes, mit der ÖVP akkordiertes Etappenziel ist die Umwandlung aller Hauptschulen in Neue Mittelschulen, die bis 2016 geschafft sein soll. An diesem Punkt sagt die ÖVP Stopp.

Parallel dazu steht der Ausbau ganztägiger Angebote auf der Agenda - "standortspezifisch". Das meint, dass in der Stadt vielleicht eher Bedarf nach der echten Ganztagsschule mit verschränkten Lern-, Freizeit- und Förderphasen besteht, am Land eher Nachmittagsangebote in Zusammenarbeit mit regionalen Sport- und Freizeitvereinen gefragt sind.

Bereits implementiert für die bessere Sprachförderung ist das verpflichtende Kindergartenjahr ab dem fünften Lebensjahr, das Ziel der Klassengröße 25 ist noch nicht ganz in den höheren Schulstufen angekommen.

Zwei anstehende Reformen, die den Namen "Meilenstein" verdienen könnten, sind die mit Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) verhandelte "PädagogInnenbildung neu" (von der Kindergartenpädagogik bis zu den höheren Schulen alle auf tertiärem Niveau) und das neue Lehrerdienst- und Besoldungsrecht.

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11 Postings
Bei adaequater Disziplin während des Unterrichts klappt es mit JEDER Schulform!

Ohne diese klappt es mit KEINER Schulform!

Wenn Deutsch schreiben könnten (tun).

Wenn sie Schule machen könnten.

wäre das Chaos perfekt, die Korruption der einzige Kitt.

das meint...

Parallel dazu steht der Ausbau ganztägiger Angebote auf der Agenda - "standortspezifisch". Das meint, dass in der Stadt vielleicht eher Bedarf nach der echten Ganztagsschule mit verschränkten Lern-, Freizeit- und Förderphasen besteht, am Land eher Nachmittagsangebote in Zusammenarbeit mit regionalen Sport- und Freizeitvereinen gefragt sind.

schöne idee! aber "DAS MEINT bedeutet in diesen Konstruktionen wohl eher "das bedeutet"! (ich empfehle "Was meint eigentlich Halloween?" von B. Sick).

Journalistendeutsch

Wenn nicht einmal mehr Journalisten Deutsch können:

"das meint" ist offenbar ein Übersetzungsversuch von "that means".

Leider nicht geglückt.

Lehrplanreform

Wünsche mir "Gesundheitsunterricht" zur Entlastung der Krankenkassen.

Genau. Der Staat lehrt die Kinder Zähne putzen und dass das Cola und der tägliche Leberkäse die Fitness ruiniert, weil sich die Eltern aus jeder erzieherischen Verantwortung zurückgezogen haben.

Ich wäre eher für den Elternführerschein.

Beim Auto heißt es ja auch: zuerst die Arbeit (Führerscheinprüfung), dann das Vergnügen.

Sie bekennt sich "ausdrücklich zum Leistungsprinzip und zu Bildungseliten"

- wie kann man von den Kindern das Gegenteil von dem erwarten, was man selbst vor lebt (Bildungseliten: Haaallo...Strache!, Leistungsprinzip: "wo woa mei Leistung?")?

Antwort: das fällt unter "die Pflege der österreichischen Eigenart"! Also was man sagt, ist einerlei, es gilt, was man sich ausschnapst! weitere Eigenarten: Grant, Neid, Provinzialismus, Gehässigkeit... zumindest wenns nach den Effen geht!

Wie alles bei diesen Pfeifen allergrößter Unsinn, ein paar Stehsätze, a bisserl "Heimat", "Leistung" und "Eigenart". Auch bei den Themen Wirtschaft, Soziales etc. werden nur die Überschriften ausgetauscht...

Die Parteien haben durch ihre engstirnigesich gegenseitig behindernde (Proporz)Politik schon so viel Schaden angerichtet, dass eine Entfernung aus der Schulpolitik sehr wünschenswert wäre.

Erst mal Schule erkennen können, ehe man sie macht

Beginnt Schule wirklich erst, wenn der Staat ein Haus gebaut und mit einem Türschild "Schule" versehen und einen Lehrplan für den täglichen Vollzug vorgeschriebener Weis- und Dummheiten erlassen hat?
Als Ich-kann-Schule-Lehrer würde ich es als hoffnungsvolles Zeichen von Intelligenz sehen, wenn jemand erst einmal wahrnehmen würde, was Schule ist, ehe er sie macht. Egal ob Politiker oder Pädagoge oder wer auch sonst. Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe

Leider gehts immer nur darum, was die pol. Parteien wollen.

Nie geht es darum, was nach dem letzten Stand der Wissenschaft die optimale Schulorganisation wäre.

Wozu gibts in unserem Land eigentlich Bildungs-, Unterrichts- und Erziehungswissenschaftler?
DIE sollten sich mal zusammensetzen und eine ordentliche Schulreform ausarbeiten, welche dann auf Punkt und Beistrich (als Allparteienbeschluss) von unseren nichtswissenden Präsentationspolitikern durchgezogen wird.

Das neue Lehrerdienstrecht kann dann meinetwegen von den Politikern - passend zur neuen Schule - verhandelt werden.

Mir geht dieses ideologische Hin- und Hergequassel schon dermaßen am Nerv.

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