Gefrorenes aus Bio-Milch

5. April 2011, 11:29
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Bio-Milchbauern aus Niederösterreich führen neuen Eissalon im Retro-Design

Wien - Die Bucklige Welt präsentiert sich eiskalt mitten in Wien: In der City hat mit dem "Eis-Greißler" nun ein weiteres Lokal mit gefrorenen Köstlichkeiten eröffnet. Geführt wird das kleine Geschäft im Retro-Design von Andrea und Georg Blochberger aus dem niederösterreichischen Krumbach. Zur Herstellung der vorerst knapp 20 angebotenen Eissorten verwendet das Paar ausschließlich Bio-Milch bzw. Bio-Obers von "35 fleißigen Kühen, die sich den ganzen Tag auf saftigen Wiesen vergnügen", wird von den beiden Chefs, die eigentlich Bio-Milchbauern sind, versichert.

Mohn und Alpenkaramell

Auf Farbstoffe, Geschmacksverstärker und künstliche Aromen verzichten die Neo-Eismacher. Stattdessen setzt das Duo auf selbst gemolkene Milch aus dem eigenen Betrieb, regionale Produkte und Fair-Trade-Ware. Neben Klassikern wie Vanille, Schoko oder Erdbeere bietet das Sortiment in der Rotenturmstraße 14 ausgefallenere Geschmacksrichtungen wie etwa Holunderblüte, Mohn oder Alpenkaramell.

Wer möchte, kann sich sein Stanitzel mit Kürbiskernen oder diversen Streuseln aufpeppen lassen. Eine Kugel kostet 1,20 Euro. Man orientiere sich preislich an der umliegenden Konkurrenz wie Zanoni und Co., so Georg Blochberger. Sitzplätze gibt es keine, man setzt allein auf den Take-away-Verkauf. Geöffnet hat der Shop täglich zwischen 10.00 und 20.00 Uhr.

Für größere Abnehmer - beispielsweise aus der Spitzengastronomie - wollen die Niederösterreicher auf Anfrage auch Cremiges aus Bärlauch, Ziegenkäse und Spargel anbieten. Auch saisonale Kreationen wie Lebkuchen- oder Apfelkucheneis für den Herbst und Winter sind geplant.

Teils bio, teils konventionell

Komplett bio ist der Eissalon allerdings nicht. So stamme das verwendete Obst zum Teil aus konventioneller Produktion, da ein passender Lieferant bisher noch nicht gefunden werden konnte. Auch die Eistüten werden herkömmlich hergestellt. "Mir ist nicht bekannt, dass es auf dem Sektor einen Bio-Markt gibt", erklärte Georg Blochberger.

Sollte das Fast-Bio-Eis den Geschmacksnerv der Zeit treffen, seien weitere Dependancen inner- oder auch außerhalb Wiens denkbar, so der Niederösterreicher. Konkrete Pläne gebe es derzeit aber noch nicht. (APA)

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    Auf Farbstoffe, Geschmacksverstärker und künstliche Aromen verzichten die Eismacher.

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