Sky Österreich sieht Aufwind: 240.000 Abonnenten

5. April 2011, 10:35
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Erstmals wieder Unternehmenszahlen veröffentlicht - Umsatzerlöse bei 91,8 Mio. Euro - Sendeinhalte sollen auf mehr Endgeräte kommen

Sky Österreich hat am Montagabend erstmals Unternehmensdaten bekanntgegeben. Geschäftsführer Kai Mitterlechner sieht den Pay-TV-Anbieter demnach wieder deutlich im Aufwind: 2010 gab es 239.400 Abonnenten, um 25.355 mehr als 2009. Die Umsatzerlöse von Sky Österreich stiegen im gleichen Zeitraum um 13,9 Prozent auf 91,8 Mio. Euro.

Sky will nun die Verbreitung der Pay-TV-Inhalte "auf alle Geräte des täglichen Gebrauchs" vorantreiben, kündigte Mitterlechner an. Im Fokus stehen dabei Smartphones und Tablet-PCs wie Apples iPhone bzw. iPad. Dazu wird der HD-Content weiter ausgebaut. So soll etwa ein 24-stündiger hochaufgelöster Sportsender lanciert werden, kündigte der Senderchef an. "Das Ziel ist es, den gesamten auf HD verfügbaren Content bei uns zu haben - wenn möglich exklusiv."

Derzeit zeigt Sky Österreich zwölf Sender in HD, dazu kommt ein 3D-Sender. Rund 60.000 Kunden würden für die HD-Inhalte extra bezahlen, sagte Mitterlechner. Das seien mehr als doppelt so viele wie 2009 (24.100).

Die Zuwächse seien vor allem auf einen verstärkten Vertrieb und Marketing zurückzuführen. "Das Marketing war emotionaler und dem Vertrieb scheint es gelungen zu sein, unseren USP besser zu vermitteln", so Mitterlechner.

Beinahe-Pleite im Jahr 2008

Der Bezahlsender Sky hieß bis 2009 "Premiere", wurde nach einer Beinahe-Pleite im Jahr 2008 aber umbenannt. Bis heuer wurde über Unternehmenszahlen für Österreich seither nichts mehr verlautet. Darüber, ob der Sender mit den positiven Zahlen einen Turnaround geschafft hat, schweigt man sich allerdings weiter aus. Dies sei Sache der deutschen Konzernmutter, die darüber noch keine öffentlichen Angaben mache, sagte Mitterlechner.

Zu "Premiere"-Zeiten lag der Spitzenwert der Österreich-Kunden bei rund 320.000. Diese Zahlen lassen sich aber aufgrund einer neuen Definition von "Kunde" nicht mehr vergleichen, erklärte der Senderchef. Mitterlechner sieht jedenfalls nach oben hin noch Bewegungsspielraum: "Das bisherige Wachstum zeigt, dass man noch weiter wachsen kann." Die Kündigungsquote sei mit elf Prozent auf einem historischen Tiefststand und lasse sich im internationalen Vergleich sehen, sagte er.

Weiter am Ball bleiben will Sky bei der kommenden Ausschreibung für die Übertragungsrechte der Fußball-Bundesliga: Bei den Verhandlungen im Vorjahr waren dem ORF 36 Live-Spiele zugeschlagen worden, was aus Sicht des Pay-TV-Betreibers zu viel ist. "Wir möchten natürlich möglichst wenige Live-Spiele im ORF oder bei Privaten Free-TV-Anbietern haben", so Mitterlechner. Weniger Exklusivität bedeute auch weniger Geld, das man zu zahlen bereit sei. (APA)

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