Börse Frankfurt schließt unverändert

5. April 2011, 18:55
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Infineon als Spitzenreiter im DAX

Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse ist am Dienstag unverändert aus dem Handel gegangen. Der DAX verlor geringfügig 0,02 Punkte auf 7.175,31 Einheiten. Der TecDAX gewann dafür 5,19 Punkte oder 0,55 Prozent auf 948,59 Punkte. Der M-DAX ermäßigte sich 11,54 Punkte oder 0,11 Prozent auf 10.551,18 Zähler. Der HDAX schloss mit 3.665,64 Einheiten und einem Minus von 0,73 Zählern oder 0,02 Prozent. Der C-DAX verlor minimale 0,08 Punkte oder 0,01 Prozent auf 634,61 Zähler.

Kapitalmarktexperte Fidel Helmer von der Privatbank Hauck & Aufhäuser bezeichnete den Markt weiterhin als "sehr stabil". Anleger seien angesichts der üppigen Liquidität auf der Suche nach Sachwerten wie eben Aktien. Zu verdauen hatte der Markt dabei eine Abstufung der Kreditwürdigkeit Portugals durch die Ratingagentur Moody's und einen nach wie vor hohen Ölpreis. "Einige Anleger preisen zudem auch schon die Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag ein", ergänzte ein Marktteilnehmer. Im Hinblick auf die zunehmenden Inflationssorgen wird am Markt fest mit einer ersten Zinserhöhung gerechnet.

Spitzenreiter im Dax waren die Aktien von Infineon, die 3,85 Prozent auf 7,750 Euro zulegten. Börsianer führten das darauf zurück, dass der US-Chiphersteller Texas Instruments am Vortag ein 6,5 Milliarden US-Dollar schweres Angebot für den Rivalen National Semiconductor vorgelegt hat. Anleger könnten nun auf eine breitere Konsolidierung in dem Sektor setzen, hieß es. Im TecDax kletterten die Titel des Schaltkreis-Herstellers Dialog Semiconductor im Zuge dessen um 4,56 Prozent hoch. Gefragt waren im Dax aber auch die Titel der Commerzbank, die um 3,07 Prozent auf 5,602 Euro kletterten. Die Papiere erholten sich wieder etwas von den jüngsten Kursverlusten.

Größter Verlierer waren dagegen die Bayer-Papiere, die nach Studiendaten zum Gerinnungshemmer Xarelto um 3,63 Prozent auf 54,65 Euro abrutschten. Laut Händlern ist eine höhere Zahl von Blutungen am Markt angesichts sehr hoher Erwartungen mit Enttäuschung aufgenommen worden. Auch Siemens gehörten mit minus 1,30 Prozent auf 96,87 Euro zu den größten Verlierern. Hier verwiesen Börsianer als Belastung auf Aussagen von Finanzvorstand Joe Kaeser, wonach sich das Wachstum in der zweiten Hälfte dieses Jahres beruhigen werde.

Im MDax waren die 2,97 Prozent höher bei 8,778 Euro gehandelten Aktien von Tui der beste Wert. Hilfreich war laut Händlern, dass der Reisekonzern Tui laut Medienberichten direkt nach Käufern für Deutschlands größte Container-Reederei Hapag-Lloyd sucht. Es gebe derzeit Gespräche mit möglichen Investoren, so ein Tui-Sprecher. Medienberichten zufolge soll Tui bereits einen 15-Prozent-Anteil an den Staatsfonds Onyx aus dem Sultanat Oman verkauft haben. Auch das chinesische Logistikunternehmen HNA hat angeblich Interesse. (APA)

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