Japan hält an Klimaschutzzielen fest

5. April 2011, 07:39
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Regierung weist anderslautenden Zeitungsbericht als falsch zurück

Japan fordert wegen der Katastrophe in seinem Atomkraftwerk Fukushima keine Ausnahmeregelung bei den Klimaschutzzielen. Ein Sprecher des Außenministeriums wies am Dienstag einen entsprechenden Zeitungsbericht als falsch zurück. Die Finanzzeitung "Nikkei" hatte berichtet, die Regierung habe beschlossen, um eine Ausnahme von den Verpflichtungen des Kyoto-Protokolls zu bitten. Japan habe bei den anderen Unterzeichnerstaaten um Zustimmung gebeten.

Nach dem Kyoto-Protokoll muss der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase im Zeitraum 2008 bis 2012 um sechs Prozent unter das Niveau von 1990 gesenkt werden. In der Klimapolitik ging Japan bisher von einem verstärkten Einsatz der Atomenergie aus. Zusätzlich zu den 54 bestehenden Atomkraftwerken waren neun weitere in der Planung.

Am Montag hatte das Umweltministerium erklärt, dass sich möglicherweise das Ziel, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase bis 2020 um ein Viertel unter das Niveau von 1990 zu senken, nicht verwirklichen lassen. Deshalb werden möglicherweise mehr Schadstoffe in die Luft abgegeben. (APA)

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